Don Quixote

Konzertlesung mit Eva Weissenböck, begleitet von Katharina Blasel (Geige) und Nina Schwarz (Gitarre).

Zum 400.Todesjahr des spanischen Schriftstellers Miguel de Cervantes entführt Sie Eva Weissenböck (Lesung), Katharina Blasel (Geige) und Nina Schwarz (Gitarre) ins Spanien des „Don Quixote“.

Lebendig, farbig und prall erzählt, erwachen der „sinnreiche Junker“, sein Knappe Sancho Pansa und das Pferd Rosinante zum Leben. Die Zuschauer begleiten die drei auf ihren Abenteuern, kehren mit ihnen in zwielichtigen Spelunken ein, kämpfen nicht nur gegen Windmühlen und lernen die schillernden Gestalten des „besten Buches der Welt“ kennen.

Begleitet und untermalt wird die Geschichte mit Musikstücken von Garcia-Lorca, de Falla, Rodrigo und anderen, in denen das Temperament, die Schwermut und die überschäumende Lebensfreude Spaniens zu hören sind.

Kulturszene Kottingbrunn – Markowetztrakt: 25. & 26. April 2019 – 19:30 Uhr

Frankenstein

Nach Mary Shelley, von Dominic Oley. Uraufführung!

Bei ihrem Sommeraufenthalt am Genfer See diskutierte eine Gruppe von Schriftsteller und Schriftstellerinnen und Freunden oft über philosophische Hauptfragen, über die Ursprünge des Lebens und, ob es je möglich werden würde, ihnen auf den Grund zu kommen. Der berühmteste unter ihnen war der Dichter Lord Byron, die jüngste war die 19-jährige Mary Shelley. In diesem Sommer 1816 war es unruhig in der Welt. Im Vorjahr war ein indonesischer Vulkan ausgebrochen und die daraus resultierende Klimakatastrophe war so mächtig, dass sie sogar das Wetter in Genf verdarb. Bei Regen und Gewitter musste die Reisegruppe mitten im Sommer den Kamin anzünden und dort ihre abendlichen Runden vor dem Feuer fortsetzen. Sie begannen, sich selbst erfundene Gespenstergeschichten erzählen.
Mary Shelley berichtet, wie sie bei diesen langen Kamingesprächen am Genfer See zusammensaßen und wie sie eines Abends mit der Idee, eine Gespenstergeschichte zu schreiben, ins Bett ging. Entstanden ist, in der Tradition alter englischer Gruselromane, eine meisterhafte Schauergeschichte. Sie erzählt aus dem Leben des Naturforschers Victor Frankenstein, der das „Elixier des Lebens“ findet. Er schafft ein künstliches Wesen und erweckt es zum Leben. Dabei hat er aber nicht bedacht, dass sein Geschöpf auch Gefühle hat. Es sehnt sich nach nichts mehr als nach einer Partnerin ...

Inszenierung Dominic Oley
Besetzung: Tobias Artner, Josephine Bloéb, Cathrine Dumont, Othmar Schratt.

Landestheater NÖ, Theaterwerkstatt: Premiere Samstag 27. April 2019 19.30 Uhr, letzte Vorstellung 11. 6. 2019

Ödipus / Antigone

von Sophokles

Was ist da los in Theben? In der Stadt wütet die Pest, es herrscht Chaos. Der König selbst wird zur Verantwortung gezogen. Mit dem Mord an seinem Vater und der Hochzeit mit der eigenen Mutter hat König Ödipus Schuld auf sich geladen. Unwissentlich hat er dieses Unrecht begangen, behauptet er. Erst der blinde Seher Teiresias verhilft ihm zur Selbsterkenntnis. Verzweifelt über sich selbst und seine Tat, sticht sich Ödipus die Augen aus und flieht aus der Stadt. Das hinterlässt ein Machtvakuum für die nächste Generation. Nicht nur seine rivalisierenden Söhne Eteokles und Polyneikes, sondern auch seine Töchter Antigone und Ismene sind heillos überfordert. Es gilt das schuldbeladene Erbe des Vaters zu überwinden.

Die Saga um König Ödipus, der Konflikt zwischen seinem Nachfolger Kreon und seiner Tochter Antigone und das damit verbundene Schicksal Thebens gehört zu den zentralen Mythen der Antike. Es ist die Chronik einer Herrscherdynastie, in der das Streben nach Macht über Generationen hinweg stärker ist als die Verantwortung für das Gemeinwohl. Es ist auch die Geschichte einer Stadt, deren Untergang mit den machtpolitischen Konflikten dieser Familie eng verknüpft ist.

Inszenierung Alia Luque, Bühne Christoph Rufer, Kostüme Alia Luque, Kostüme Christoph Rufer, Musik Johanna Borchert.
Besetzung: Silja Bächli, Hanna Binder, Tim Breyvogel, Bettina Kerl, Tilman Rose, Michael Scherff.

Landestheater NÖ, Großes Haus: Premiere Samstag 4. Mai 2019, letzte Vorstellung 5. Juni 2019

Altweiberfrühling

von Stefan Vögel, nach dem Schweizer Filmerfolg „Die Herbstzeitlosen“ von Sabine Pochhammer und Bettina Oberli von AmaKult gespielt!

Für große Träume ist es nie zu spät!

Die 70-jährige Martha sieht nach dem Tod ihres Mannes keinen Sinn mehr im Leben. Ihre drei sehr unterschiedlichen Freundinnen Frieda, Hanni und Lisi wollen sie aus ihrer Depression aufrütteln – und beschließen, Marthas Jugendtraum von der eigenen Dessous-Boutique in die Tat umsetzen. Walter, Marthas Sohn und Pfarrer des Dorfes, gefällt das gar nicht und auch Fritz, der Bürgermeister, ist gegen die Pläne der vier Damen.

Als Walter und Fritz hart durchgreifen und die „Reizwäsche“ auf den Müll werfen, zeigen die „Omas“ dem Rest der Welt, dass sie noch lange nicht zum alten Eisen gehören. Denn für große Träume ist es nie zu spät! Auf anrührende Weise erzählt die Komödie vom Alter, von der zweite Chance im Leben und vom Mut, der nötig ist, um sie zu nutzen.

Besetzung: Regina Brunner, Martina Gutmann, Michael Jahn, Maria Koisser, Gabriele Lesnigg, Enisa Meindl, Franz Schiefer.
Inszenierung: Franz Schiefer

Kulturszene Kottingbrunn: Premiere 10. Mai 2019, 19.30 Uhr; letzte Vorstellung 19. Mai 2019.

Everyman (Jedermann)

Rock-Oper von Günter Werno, Andy Kuntz, Stephan Lill und Johannes Reitmeier. Jedermanns Leben rockt mit Buhlschaft, Tod und guten Werken

Der Jedermann (Everyman) genießt das Leben in vollen Zügen: Geld, Güter, Geliebte so viel er will. Er kennt weder Moral noch Maß. Niemals ist er einem Schuldner gnädig, nie hilft er den Bedürftigen. Der Glaube, zu dem ihn seine Mutter ermahnt, kümmert ihn nicht. Als Gott Jedermann zur Rechenschaft ziehen will und ihm den Tod schickt, kann Jedermann einen Aufschub der Sterbefrist aushandeln, denn niemand will ihn auf seiner letzten Reise begleiten. Eine gebrechliche Frau stellt sich ihm als seine guten Taten vor. Bisher immer vernachlässigt, ist sie schwach und Jedermann erkennt, dass er sein Leben ändern muss …

Der Jedermann-Stoff ist vor allem durch das gleichnamige Schauspiel von Hugo von Hofmannsthal und die jährlichen Aufführungen der Salzburger Festspiele berühmt. Es bezieht sich auf das altenglische Moralstück „Everyman“ und dieses ist für Andy Kuntz und seiner Progressiv-Rock Band „Vanden Plas“ die Vorlage für ihre opulente Rockoper. Virtuose E-Gitarren und rasantes Schlagwerk bilden das energiegeladene Fundament, das alle mitreist und auch Platz für berührende Balladen lässt. Die Bühnenshow wurde bereits mehrfach erfolgreich gespielt und kommt nun in einer neuen Inszenierung erstmals nach Pforzheim. 

Besetzung: Everyman – Chris Murray, Death – Andy Kuntz, God – Solistin Kinderchor, Devil – Philipp Werner, Paramour/Goods – Lilian Huynen, Mother/Good Deeds – Lisa Wedekind, Cousin/Confession – Dennis Marr / Ingo Wagner, Fellowship – Ingo Wagner, indred/Angel – Anna Gütter /Natasha Sallès, Steward – Brian Garner, 3 Cashgirls/Maids/Soulguardians – Manuela Wagner und Helena Steiner, Anna Gütter/Natasha Sallès.

Chor des Theaters Pforzheim; Extrachor und Kinderchor des Theaters Pforzheim; Badische Philharmonie Pforzheim; Ballett Theater Pforzheim. Vanden Plas – Günter Werno (Klavier/Keyboards), Stephan Lill (Gitarre), Torsten Reichert (Bass), Andreas Lill (Schlagzeug).
Regie – Philipp Moschitz; Musikalische Leitung – Philipp Haag; Bühne und Kostüme – Matthias Engelmann; Choreografie – Sven Niemeyer; Chorleitung – Alexandros Diamantis; Dramaturgie – Annika Hertwig.

Theater Pforzheim (https://www.theater-pforzheim.de/): letzte Aufführung 11. Juli 2019

Peepshow

von Marie Brassard. Ein elektronisches Musiktheaterstück – Gastspiel

Die junge Frau Beautiful begibt sich auf die Reise in eine märchenhafte Welt voller Zauber, Gefahr und Angst. Dabei trifft  sie auf  archetypische  Figuren:  Der  vermeintlich  böse  Wolf und das Monster offenbaren Beautiful bisher verborgene Facetten ihrer Persönlichkeit. Die Begierde ist ihr Motor, der sie durch diesen Dschungel  der Erfahrungen  treibt  und  sie nicht stillstehen lässt.

Peepshow untersucht auf poetische Weise den Perspektivwechsel zwischen angeblichen Opfern und Tätern, erforscht das Wesen von Begierde, Träumen, Liebe, Sehnsucht und Angst.

Die Schauspielerin und Regisseurin Tania Golden inszeniert die Figur der Beautiful mit drei jungen Frauen, die sich gemeinsam mit dem Musiker Thomas Käfel in einen literarisch - musikalischen Kosmos begeben und Brassards Text vor dem Hintergrund ihrer eigenen Erfahrungen performen.

Regie: Tania Golden; Musik: Thomas Käfel; Bühne: Claudia Berta Genger; Dramaturgie & Produktion: Lisa-Lena Tritscher
Besetzung: Johanna Hainz, Anna -Eva Koeck, Lisa-Lena Tritscher

Kosmos Theater 1070 Wien: Premiere : Mi, 24. April 2019, 20:00 Uhr; letzte Vorstellung 26. April 2019

Der Tag, an den mein Großvater ein Held war

Von Paulus Hochparterre, Uraufführung!

„So wäre es am ehesten gewesen.“ Paulus Hochgatterers jüngster Roman erzählt in der Möglichkeitsform und aus unterschiedlichen Perspektiven über die Ereignisse der letzten Kriegstage im Frühjahr 1945. Schauplatz ist ein Bauernhof im niederösterreichischen Mostviertel. Neben der Familie Leithner mit ihren fünf Töchtern leben dort auch die 13-jährige Nelli, die bei einem Bombenangriff ihre Erinnerung verloren hat, und ein weißrussischer Kriegsgefangener, der im Heustadel des Hofes unterkommt. Er ist Maler und versteckt ein geheimnisvolles Bild vor der Familie. Im dauerhaften Ausnahmezustand versucht die kleine Hofgemeinschaft trotzdem eine Art von Alltag. Als sich noch drei Wehrmachtssoldaten einquartieren, eskaliert die Situation und die Zivilcourage der Leithners wird auf die Probe gestellt.

Mit „Der Tag, an dem mein Großvater ein Held war“ schrieb der österreichische Kinderpsychiater und vielfach ausgezeichnete Schriftsteller Paulus Hochgatterer eine exemplarische Geschichte davon, wie man im Kriegszustand ein Mensch bleibt. Es geht aber auch um die Ungewissheit des Erinnerns und wie das Verdrängen und Verklären von traumatischen Erlebnissen in einer inhumanen Zeit stattfindet. Es ist ein eindringliches Kammerspiel, atmosphärisch dicht, vielschichtig, sprachlich knapp und präzise, ein „Meisterwerk der deutschsprachigen Gegenwartsliteratur“ (Der Falter).

Inszenierung Moritz Beichl, Bühne Moritz Beichl, Bühne Astrid Klein, Kostüme Astrid Klein, Musik Lukas Wandl.
Besetzung: Tobias Artner, Josephine Bloéb, Tim Breyvogel, Cathrine Dumont.

Landestheater NÖ, Theaterwerkstatt: letzte Vorstellung 9. Mai 2019.

Am Königsweg

Österreichische Erstaufführung von Elfriede Jelinek

„Gewählt ist gewählt“ – nach der letzten amerikanischen Präsidentschaftswahl sitzt der Schock bei den Verlierern so tief wie der neu gewählte König hoch auf seinem Thron. Bei den Gewinnern herrscht Jubel. Mit Immobilien, Golfplätzen und Casinos hat der König ein Vermögen verdient. Ab jetzt führt er die Geschicke des mächtigsten Landes der Welt und verspricht dem wütenden Volk die Befreiung von Arbeitslosigkeit und Kreditschulden. Zahlen sollen die anderen, dafür wird er schon sorgen. Die Wahl des Königs entfesselt weitere Kräfte und bringt ein schreckliches Schicksal.

Das neueste Stück der Literaturnobelpreisträgerin Elfriede Jelinek wagt den Blick in die jüngste Vergangenheit und nahe Zukunft und stellt die brisanten politischen Fragen unserer Zeit: Wie wollen wir künftig leben? Wieso lernen wir nicht aus den Fehlern der Vergangenheit? Wieso scheinen alle mit Blindheit geschlagen, vom König angefangen bis hin zu seinem Volk? Und was haben mit alledem Miss Piggy und ihre Freunde aus der Muppet Show zu tun? Elfriede Jelinek gehört seit Jahren zu den wichtigsten Stimmen des zeitgenössischen Theaters. Mit ihren sprachlich brillanten und assoziativen Textflächen findet sie historische Parallelen zu den Phänomenen unserer politischen Gegenwart, von den Idolen der Popkultur, den Helden der großen Königsdramen Shakespeares bis hin zum antiken König Ödipus.

Inszenierung Nikolaus Habjan, Bühne Jakob Brossmann, Kostüme Cedric Mpaka, Video Johannes Hammel, Musik Kyrre Kvam.
Besetzung: Hanna Binder, Bettina Kerl, Manuela Linshalm, Tilman Rose,

Landestheater NÖ, Großes Haus: letzte Vorstellung Dienstag 30. April 2019
Stadttheater Baden: Mittwoch 22. & Donnerstag 23. Mai 2019

Der Vogelhändler

Operette von Moritz West und Ludwig Held Musik von Carl Zeller.

Die Liebe zwischen der Postbotin Christel und dem Tiroler Vogelhändler Adam wird in Verwicklungen und Komplikationen am Hof des regierenden Fürsten auf die Probe gestellt. Im ständeübergreifenden Verwirrspiel lösen sich am Ende aber alle Herzensangelegenheiten in Wohlgefallen auf. Nicht nur Christel und Adam liegen sich in den Armen, sondern auch der kurfürstliche Wald- und Wildmeister Baron Weps und Baronin Adelaide, die Hofdame der Kurfürstin Marie.

Zu den unterhaltsamen Intrigen passt Zellers melodienreiche Musik – darunter die bekannten Nummern „Ich bin die Christel von der Post“, „Wie mein Ahnl zwanzig Jahr’“, „Mir scheint ich kenn’ dich, spröde Fee“, „Ich bin der Prodekan“ und „Schenkt man sich Rosen in Tirol“.

Der außerordentliche Erfolg des Vogelhändlers – er gehört zu den meistgespielten Operetten im Repertoire deutschsprachiger Theater – beruht auch auf der idyllischen Szenerie der Geschichte und der großartigen Bühnenwirksamkeit des Librettos.

Musikalische Leitung: Franz Josef Breznik, Inszenierung: Christa Ertl, Bühne: Christof Lerchenmüller, Kostüme: Alexia Redl, Choreografie: Michael Kropf.

Besetzung: Adam – Clemens Kerschbaumer; Christel, Postbotin – Ilia Staple; Kurfürstin Marie – Regina Riel; Baronin Adelaide, Hofdame der Kurfürstin – Verena Scheitz; Graf Stanislaus – Matjaž Stopinšek; Baron Weps – Sébastien Soulès; Schneck, Dorfschulze – Franz Födinger; Professor Würmchen – Artur Ortens; Professor Süffle – Beppo Binder.

Sommerarena Baden: Premiere 22. Juni 2019, 19.00 Uhr, letzte Vorstellung 25. August 2019
Einführungsgespräch: 16. Juni 2019, 11.00 Uhr, Max-Reinhardt-Foyer

Eine blassblaue Frauenschrift

Von Franz Werfel. Neue Bühnenfassung von Nicolaus Hagg

In blassblauer Frauenschrift ist der Brief geschrieben, der das Leben des erfolgreichen Sektionschefs Leonidas auf den Kopf stellt. Die Handlung spielt in Wien 1936, da hat man sich nach gewissen Kriterien zu richten, wenn man seine Position nicht riskieren will! Da wird es peinlich, wenn nach achtzehn Jahren die Geliebte von einst mit einer Bitte kommt – für einen jüdischen Schüler, der in Deutschland keinen Studienplatz mehr bekommt.

Ist der junge Mann mein Sohn? muss sich Leonidas fragen – und seine Vergangenheit lebt wieder auf. Eine Zeit, in der er für wenige Wochen beruflich getrennt war von seiner schönen, reichen Ehefrau, Amelie Paradini. Unerwartet begegnete er damals einem Mädchen aus seiner Studentenzeit und fand in ihr – für die Dauer von sechs Wochen – die Liebe seines Lebens. Doch aus purem Opportunismus verließ er damals Vera Wormser, nachdem er ihr falsche Vorspiegelungen über ein gemeinsames Leben gemacht hatte. Leonidas war gewillt, dieses „Abenteuer“ zu vergessen und seine aufsteigende Karriere an der Seite seiner Frau weiter zu verfolgen.

Mit dem Brief Vera Wormsers holt ihn sein Schicksal ein. Seine Lebenslüge könnte entdeckt werden.

Besetzung: Leonidas, Sektionschef – Joseph Lorenz, Amelie, seine Frau – Fanny Stavjanik, Vera Wormser, Philosophin – Stefanie Dvorak, Vinzenz Spittelberger, Minister – Peter Matic, Hofrat Skutecky – Peter Moucka, Paul Paradini, Amelies Bruder – Alexander Rossi.

Regie: Julian Pölsler, Bühne: Peter Loidolt, Kostüme: Erika Navas, Licht: John Lloyd Davies.

Theater Reichenau – Großer Saal: Premiere Montag, 1. Juli 2019, 19.30 Uhr; letzte Vorstellung 3. August 2019

Ein Monat auf dem Lande

Eine amüsante Sommerkomödie in fünf Akten von Iwan Turgenjew

Der Sommer ist am schönsten auf dem Lande! So war es auch im zaristischen Russland – insbesondere für jene, die ein Landgut besaßen, wie die reiche Familie Islajew. Hier arbeitet aber nur der Gutsherr selbst mit seinen Bauern, der Rest der Familie vertreibt sich die Zeit mit Kartenspiel, amourösen Anspielungen und kleinen Intrigen.

Das Eintreffen des Studenten Beljajew, der den zehnjährigen Sohn des Hausherrn unterrichten soll, bringt auf einmal aufregendes Leben und zarte Liebesgefühle in die weibliche Gesellschaft. Obwohl er nur „ein ungehobelter, junger Mann von gesunder Denkart“ ist, kann er sogar Islajews Ehefrau bezaubern, sodass ihre Empfindungen in Konkurrenz mit denen der jungen Mädchen im Haus geraten. Was bleibt da noch an Aufmerksamkeit für Nataljas eleganten, klugen Hausfreund Rakitin, der sie seit Jahren anbetet?

Die feinen, humorvollen Elemente des Stücks zeigen sich, wenn Natalja geschickt ihre Nebenbuhlerinnen aussticht, wenn sie die Pflegetochter an den reichen, dummen Nachbarn verkuppelt, den Arzt seine intriganten Fäden spinnen lässt und den ahnungslosen Ehemann wie auch den schöngeistigen Rakitin, auf Distanz hält.

Besetzung: Arkadij S. Islajew, Gutsbesitzer –  Dirk Nocker, Natalja Petrowna, seine Frau    – Julia Stemberger, Kolja, beider Sohn – Valentin Hagg, Werotschka, Pflegetochter      – Maria Schuchter, Anna S. Islajewa, Islajews Mutter – Elisabeth Augustin, Jelisaweta B., Gesellschafterin – Chris Pichler, Michail A. Rakitin, Freund des Hauses – Günter Franzmeier, Alexej N. Beljajew, Student – Tobias Reinthaller, Afanasij I. Bolschintzow, Nachbar – Nicolaus Hagg, Ignatij I. Schpigelskij, Arzt – David Oberkogler, Schaaf, Hauslehrer – Philipp Stix, Matwej, Diener – Aliosha Biz, Katja, Hausmädchen    – Louise Knof.

Regie: Hermann Beil, Bühne: Peter Loidolt, Kostüme: Erika Navas, Licht: John Lloyd Davies, Geige: Aliosha Biz

Theater Reichenau – Neuer Spielraum: Premiere Dienstag, 2. Juli 2019, 19:30 Uhr; letzte Vorstellung 2. August 2019

Der Ruf des Lebens

Schauspiel in drei Akten von Arthur Schnitzler 1905 in Reichenau geschrieben!

Mit dem „Ruf des Lebens“ erleben wir einmal einen anderen Schnitzler. Voll Energie und Überraschungen, mit denen man nicht gerechnet hat!

Für die 26-jährige Titelheldin, Marie, dringt der Wunsch nach einer leidenschaftlich erfüllten Liebe – dieser Ruf des Lebens – mitten hinein in ein freudloses Dasein am Krankenbett des alten Vaters, der trotz seiner Gebrechlichkeit wie ein böser Tyrann den bescheidenen Haushalt beherrscht.

Da nützt es nichts, dass ein Bewerber ihr ein friedliches, ruhiges Glück verspricht! Marie hat in einer durchtanzten Ballnacht bei einem jungen Offizier eine Ahnung von einem anderen Glück erfahren, nach dem jetzt ihre Sehnsucht strebt. Doch dieser Max, Leutnant bei den „Blauen Kürassieren“, hat sich mit seinen Kameraden verschworen, in den sicheren Tod zu ziehen – um eine alte Schuld des Regiments zu sühnen. Auch an ihn geht der „Ruf des Lebens“ – die Versuchung, von dem sinnlosen Heldenmut abzulassen und sein Leben auf ein neues Glück aufzubauen. Die Hindernisse, die sich den jungen Leuten dabei in den Weg stellen, sind so groß, dass sie in Mord, Schuld und Tod getrieben werden. Doch wer diese Erschütterungen überlebt, muss weiterleben und neue Hoffnung finden…

Sprachlich neu gefasst und gekürzt, fesselt dieses wenig bekannte Schnitzler-Stück wie eine Kriminalgeschichte. Spannend und aufregend!

Besetzung: Der alte Moser – Toni Slama, Marie, seine Tochter – Johanna Prosl, Frau Richter – Gabriele Schuchter, Katharina, ihre Tochter – Alina Fritsch, Der Forstadjunkt – Dominik Raneburger, Der Oberst – Thomas Kamper, Irene, seine Frau – Emese Fay, Dr. Schindler, Arzt – Sascha O. Weis, Max Albrecht, junge Offiziere – David Jakob / René Peckl.

Regie: Helmut Wiesner, Bühne: Peter Loidolt, Kostüme: Erika Navas, Licht: Lukas Kaltenbäck; Neue Spielfassung: Renate Loidolt

Theater Reichenau – Großer Saal: Premiere Mittwoch, 3. Juli 2019, 19.30 Uhr; letzte Vorstellung 4. August 2019

Die Schönen und Verdammten

„The Beautiful and Damned“ von Scott Fitzgerald – Romanbearbeitung: Nicolaus Hagg

Die Geschichte einer Clique von Harvard-Boys, schönen Mädchen und reichen Eltern – und einem übermächtig dominierenden Großvater gerät zu einem trefflichen Portrait des „Jazz-Zeitalters“, der „Roaring Twenties“ in den USA.

Anthony Patch ist durch die Millionen seines Großvaters der begehrteste Junggeselle von New York. Doch ganz im Gegensatz zu den strengen Moralvorstellungen des alten Patch, hat Anthony keinen Ehrgeiz, sich durch regelmäßige Arbeit das Ansehen eines wertvollen Mitglieds der Gesellschaft zu geben. Durch seine Freunde wird ihm Gloria zugeführt, das begehrteste und schönste Mädchen der Stadt. Die beiden werden ein Paar und führen ein exzessives Leben. Alkohol im Übermaß, Partys, schöne Appartements, Pelze und Schmuck – bis die Reserven zur Neige gehen.

Will der Großvater nicht endlich sterben und sein Erbe dem einzigen Enkel überlassen?  Nein, er vererbt sein Vermögen seinem servilen Sekretär Mr. Shuttleworth. Anthony und Gloria erleben die harte Verwandlung von den Schönen zu den Verdammten. Ob ihnen Einsprüche und Prozesse doch noch zu dem reichen Erbe verhelfen?

Besetzung: Anthony Patch – Daniel Jesch, Gloria – Wanda Worch, Adam Patch, Anthonys Großvater – Rainer Friedrichsen, Shuttleworth, sein Diener – Gerhard Roiss, Maury & Dick, Anthonys Freunde – Tobias Voigt / Claudius von Stolzmann, Geraldine, Anthonys Geliebte – Nanette Waidmann, Mrs. Gilbert, Glorias Mutter – Cornelia Lippert, Muriel, Glorias Freundin – Johanna Arrouas, Mr. Bloeckman – Christoph Zadra.

Regie: Michael Gampe, Bühne: Peter Loidolt, Kostüme: Erika Navas, Licht: Lukas Kaltenbäck, Musik: Henry Carradine.

Theater Reichenau – Neuer Spielraum: Premiere Donnerstag 4. Juli 2019, 19.30 Uhr, letzte Aufführung 3. August 2019.

Mario und der Zauberer

Literatur in Szene: Novelle von Thomas Mann. Idee, Fassung, Gestaltung: Renate Loidolt

Dieses Stück zählt zu den bekanntesten Novellen Thomas Manns. 1994 verfilmt, auch als Theaterstück dramatisiert, kommt die Erzählung in Reichenau im Rahmen von „Literatur in Szene“ in einer neuen Form auf die Bühne.

Eine deutsche Familie im italienischen Ferienort Torre di Venere erlebt Ende der 1920-er Jahre, dass sie als ausländische Gäste nicht mehr so willkommen sind wie früher. Warum?  Soll man abreisen?   Nein!

Denn die Ankündigung eines Zauberers, der seine Vorstellung im Ferienort geben wird, macht neugierig. Der ganze Ort ist auf den Beinen, diesen geheimnisvollen Magier zu erleben – auch der schüchterne Kellner Mario will mit seinen Freunden dabei sein. Cavaliere Cipolla, wie er auf den Plakaten genannt wird, ist aber nicht der harmlose Zauberer und Taschenspieler, sondern vielmehr ein Hypnotiseur, der ausgewählte Personen aus dem Publikum veranlasst, Dinge zu tun, die ihrem Schamgefühl und ihrem Willen widersprechen. Als er sein Spiel mit Mario auf die Spitze treibt, führt das zu einem höchst fatalen Ende.

Und doch ist es ein befreiendes Ende, denn das Böse ist besiegt.

Besetzung: Der Erzähler – André Pohl, Seine Frau – Elisa Seydel, Zauberer Cipolla – Marcello de Nardo, Mario – Tobias Reinthaller, Giovanotto – Philipp Stix. Musik: Helmut und Maria Stippich

Theater Reichenau – Neuer Spielraum: Premiere Samstag 6. Juli 2019, 11.00 Uhr; letzte Vorstellung 4. August 2019; Dauer: 90 Minuten, Keine Pause

Oper im Steinbruch 2019

Die Zauberflöte

Am 10. Juli 2019 wird die Oper dorthin zurückkehren, wo sie ihren angestammten, ihren wahrhaft wunderbaren Platz hat: Die schroffe Felslandschaft des Steinbruchs St. Margarethen wird die atemberaubende und märchenhafte Kulisse für Mozarts Parabel auf die Liebe und Vernunft bieten. Hier werden Tamino und Papageno die Liebe suchen und Pamina und Papagena finden, und es wird am Ende die Kraft der Aufklärung und Vernunft über die dunklen Mächte siegen.

Auch über 200 Jahre nach seiner Uraufführung in Wien fasziniert Mozarts Meisterwerk Jung und Alt, lässt Zuschauer nachdenken, mitfiebern und in einem unbeschreiblichen Reichtum an Melodien schwelgen. Volkstheater wollte „Die Zauberflöte“ stets sein, im besten und wahrsten Sinn des Wortes. Echtes Volksgut sind mittlerweile viele musikalische Hauptthemen geworden: Papagenos Vogelfängerlied, Taminos verträumt-innige Betrachtung des „bezaubernd schönen Bildnisses“ oder Paminas verschattet melancholisches „Ach, ich fühl's“. Vor allem die virtuosen Koloraturarien der Königin der Nacht reißen das Publikum damals wie heute zu Beifallsstürmen hin, und für manch eingefleischten Opernfan sind sie die frühesten Erinnerungen an die leidenschaftliche Begeisterung, die die Oper auszulösen vermag.

Karl Wessely, Geschäftsführer der Arenaria: „Die Wiederaufnahme der Oper im Steinbruch ist der Auftakt der neuen Zusammenarbeit zwischen Land und Esterhazy. Dadurch konnte die Oper für die nächsten fünf Jahre gesichert werden. Mit Mozarts „Zauberflöte“ holen wir 2019 Melodien in den Steinbruch, die von allen Musikliebhabern mitgesungen werden können.“

Möglich wird die Rückkehr der Oper in den Steinbruch St. Margarethen durch die Grundsatzvereinbarung zwischen Land Burgenland und Esterhazy, die eine Reihe von gemeinsamen Aktivitäten – vor allem im kulturellen Bereich – vorsieht. Landesrat Mag. Hans Peter Doskozil: „Wir haben gemeinsam mit Esterhazy wesentliche Schritte gesetzt. Die Oper im Steinbruch für 2019 ist eines der Ergebnisse unserer intensiven Gespräche und steht für das vielseitige und große Kulturangebot im Burgenland.“

Das Land wird die Oper im Steinbruch als Teil der gewachsenen kulturellen Identität in der Region unterstützen. In Arbeitsgruppen wird ab sofort gemeinsam überprüft, wie Synergien zwischen der Oper, dem Musikfestival „Herbstgold“ und den Operettenaufführungen in Mörbisch geschaffen werden können. Es wird eine „Festivalregion Neusiedler See“ entstehen, die dem Burgenland einen kulturellen und touristischen Anschub gibt. Landesrat Mag. Alexander Petschnig: „Es freut mich, dass man sich auf Seiten von Esterhazy dazu entschlossen hat, die Oper im Steinbruch ab 2019 wieder zu spielen. Dies ist eine Bereicherung des Kulturangebotes im Burgenland auf höchstem Niveau. Es sollte nun ein gemeinsames Ziel sein, Synergieeffekte zu nutzen und Doppelgleisigkeiten zu vermeiden.“

St. Margarethen: Premiere 10. Juli 2019; letzte Vorstellung 17. August 2019

Fly me to the moon

Musikrevue von Rita Sereinig und Alexander Hauer.

50 Jahre nachdem der erste Mensch den Mond betrat, begibt sich auch die Melker Musikrevue im düsenden Sauseschritt in die Erdumlaufbahn und darüber hinaus. Mit Musik bauen wir eine Stairway to heaven, lassen uns von Moonshadow verzaubern und stimmen mit den Romantikern ihr Blue Moon oder Moonriver an. Mit dem Prinzen können wir den Mann im Mond und mit Coldplay gleich A sky full of stars besingen.

Was auch immer klangliche Schubkraft gibt und welchen Namen wir einem Stern geben mögen: Die Musikrevue 2019 verspricht wieder bestes Entertainment, überbordende Fantasie und vor allem mehr als 40 Songs aus mindestens fünf Jahrzehnten Rock- und Popgeschichte.

Musikalische Leitung und Arrangements: Gerald Huber und Michael Strauss. Regie: Rita Sereinig.

Sommerspiele Melk: Premiere Mittwoch 10. Juli 2019; letzte Vorstellung 14. August 2019

Zigeunerliebe

Romantische Operette in drei Akten von Robert Bodanzky und A. M. Willner Musik von Franz Lehár.

Zorikas Verlobung mit dem charmanten, aber sehr seriösen Jonel steht unmittelbar bevor. Doch eigentlich hat es ihr dessen Halbbruder, der verführerische, temperamentvolle Zigeunergeiger Jószi viel eher angetan, mit dem sie sich am liebsten auf und davon machen würde. Ratlos, wie sie sich entscheiden soll, entsinnt sich Zorika des alten Volksglaubens, dass ein Mädchen, das in der Verlobungsnacht Wasser aus dem Fluss Czerna trinkt, die Zukunft voraussehen kann. Sie trinkt von dem Wasser und träumt das Leben, das sie erwartet, wenn sie sich für Jószi entscheidet. Wieder aufgewacht, ist sie froh, nur geträumt zu haben. Sie erkennt ihre wahren Gefühle und weiß, wohin sie gehört: zu Jonel.

Kaum eine Partitur des Komponisten ist klanglich so farbenreich und rhythmisch so vielfältig wie die der Zigeunerliebe.

„Ich bin ein Zigeunerkind“, der Csárdás „Hör’ ich Cymbalklänge“ und „Zorika, Zorika, kehre zurück“ sind nur einige der zündenden Melodien dieser romantischen Operette.

Musikalische Leitung: Michael Zehetner, Inszenierung: Isabella Fritdum, Ausstattung: Susanne Thomasberger, Choreografie: Guido Markowitz.

Besetzung: Peter Dragotin – Christoph Wagner-Trenkwitz; Jonel Bolescu – Iurie Ciobanu; Kajetán Dimetreanu, Sohn des Bürgermeisters – Dominik Am Zehnhoff-Söns; Jószi, der Spielmann, ein Zigeuner – Vincent Schirrmacher; Moschu, Kammerdiener Dragotins – Florian Stanek; Zorika, Dragotins Tochter – Cornelia Horak; Jolán, Dragotins Nichte – Elisabeth Schwarz; Ilona von Köröshaza, Gutsbesitzerin – Miriam Portmann; Julca, Amme Zorikas – Kerstin Grotrian.

Sommerarena Baden: Premiere 13. Juli 2019, 19.30 Uhr, letzte Vorstellung 31. August 2019
Einführungsgespräch 7. Juli 2019, 11.00 Uhr, Max-Reinhardt-Foyer

Rigoletto

Oper in drei Akten von Giuseppe Verdi; Libretto von Francesco Maria Piave. Nach Victor Hugos Le Roi s’amuse. In italienischer Sprache mit deutschen Übertiteln.

Als Hofnarr des lüsternen Herzogs amüsiert sich Rigoletto. Seine Tochter Gilda sperrt er zu Hause ein, um sie vor anderen Männern zu schützen. Monterone, dessen Tochter der Herzog geschändet hat, verflucht Rigoletto für dessen spottende Worte. Nichts ahnend wird er zum Helfer bei Gildas Entführung, die dem Herzog als Eroberung gebracht wird. Sie sieht die Zuwendung des Herzogs als Ausweg aus der Obhut ihres Vaters. Dieser aber hat einen Mörder beauftragt, um den Liebschaften des Herzogs ein Ende zu bereiten. Als Rigoletto die verhüllte Leiche ins Wasser werfen möchte, hört er erneut dessen zynisches Credo „La donna è mobile“ und fürchtet um das Leben seiner Tochter …

Giuseppe Verdis schaurig schönes Meisterwerk ist erstmals auf der Bregenzer Seebühne zu erleben. Der Regisseur und Bühnenbildner Philipp Stölzl, dessen Filme wie Der Medicus mit atemraubenden Szenen begeisterten, betont in seiner Inszenierung Verdis Kontraste zwischen Spektakel und Kammerspiel. Dem zirkushaften Treiben auf dem Fest, der waghalsigen Entführung und dem nächtlichen Sturm stehen innige Szenen zwischen Vater und Tochter sowie Gilda und dem Herzog gegenüber.

Musikalische Leitung Enrique Mazzola; Inszenierung | Licht Philipp Stölzl; Bühne Philipp Stölzl, Heike Vollmer; Kostüme Kathi Maurer; Mitarbeit Regie Philipp Krenn; Ton Gernot Gögele | Alwin Bösch; Chorleitung Lukáš Vasilek | Benjamin Lack.

Bregenzer Festspiele: Premiere 17. Juli 2019; letzte Aufführung 18. August 2019

Kuss der Spinnenfrau – Kiss of the Spider Woman

Ein Musical Buch von Terrence McNally nach dem Roman von Manuel Puig Gesangstexte von Fred Ebb, Musik von John Kander, Deutsch von Michael Kunze. Badener Erstaufführung

Der homosexuelle Schaufensterdekorateur Molina sitzt in einer lateinamerikanischen Diktatur in Haft. Sein neuer Zellengenosse ist der Widerstandskämpfer Valentin. Folter und Demütigung bestimmen das Leben im Gefängnis. Molinas Devise zum Überleben lautet, sich eine schöne Scheinwelt herbeizuträumen. Nach anfänglicher Verweigerung lässt Valentin sich darauf ein. Im Mittelpunkt der glamourösen Phantasien steht die verführerische Diva Aurora, die in ihrer Rolle als Spinnenfrau zugleich auch tödliche Macht verkörpert. Ein Stück über den Sieg von Liebe, Würde und Phantasie über Brutalität und Verrat. Die Musik wird dominiert von lateinamerikanischen Rhythmen und konfrontiert den Glamour der filmischen Träume Molinas mit der schmerzvollen Vergegenwärtigung von Angst, Gewalt und Liebessehnsucht.

Kuss der Spinnenfrau gilt neben Cabaret und Chicago als das beeindruckendste Werk des Erfolgsduos John Kander und Fred Ebb. Die Uraufführung erlebte 922 Vorstellungen. 1993 erhielt die Broadway-Produktion sieben Tony Awards, darunter für das beste Musical und die beste Partitur.

Musikalische Leitung: Oliver Ostermann, Inszenierung: Werner Sobotka, Bühnenbild: Karl Fehringer / Judith Leikauf, Kostüme: Friederike Friedrich, Choreografie: Natalie Holtom, Light Design: Michael Grundner.

Besetzung: Molina – Drew Sarich; Valentin – Martin Berger; Aurora, die Spinnenfrau – Ann Mandrella; Molinas Mutter – Andrea Huber; Marta – Elisabeth Ebner; Gefängnisaufseher – Franz Josef Koepp; Esteban, Gefängniswärter – Artur Ortens; ai-Beobachter – Beppo Binder.

Stadttheater Baden: Premiere 3. August 2019, 19.30 Uhr, letzte Vorstellung 1. September 2019
Einführungsgespräch 28. Juli 2019, 11.00 Uhr, Max-Reinhardt-Foyer

Quasi Jedermann

Helmut Qualtinger, der Menschenimitator. Mit Texten von Helmut Qualtinger; Musik von Wiener Blond Uraufführung!

Bis heute gilt er als die Verkörperung der österreichischen Seele. Sein Wiener Schmäh, dessen sprachliche Wurzeln bis zu Ödön von Horváth, Karl Kraus und Johann Nepomuk Nestroy reichen, sorgte für Begeisterungsstürme bei seinem Publikum. Die hochkomischen „Travnicek“-Dialoge des ewigen Nörglers mit seinem Partner Gerhard Bronner und die Interpretation des „Gschupften Ferdl“, der sich beim Tanz ein blaues Auge holt, gingen in die Kabarettgeschichte ein. Doch Helmut Qualtinger, den das ganze Land liebevoll den „Quasi“ nannte, war zugleich ein Stachel im Fleisch der spießbürgerlichen Nachkriegszeit. Witz und bitterböser Tiefsinn, treffsichere Pointe und Verzweiflung an den herrschenden Zuständen lagen bei ihm nah beieinander. Mit dem Monolog „Der Herr Karl“ von 1961 setzten Qualtinger und Carl Merz dem typischen Mitläufer und gesinnungslosen Opportunisten ein literarisches Denkmal. „Der Herr Karl“ löste eine nationale Kontroverse aus und wurde, weit über die österreichischen Grenzen hinaus, zur Kultfigur. „Quasi Jedermann“ ist eine musikalische Hommage an den Schriftsteller, Schauspieler, Kabarettisten und unvergleichlichen „Menschenimitator“, wie Helmut Qualtinger sich selbst bezeichnete. Gemeinsam mit dem bekannten Wienerlied-Beatbox-Duo „Wiener Blond“ und unserem Schauspiel-Ensemble wird die Regisseurin Christina Tscharyiski seine unsterblichen Figuren, die leidenschaftliche Lust an der Sprache und die unvergesslichen Lieder wieder aufleben lassen.

Inszenierung Christina Tscharyiski, Bühne Sarah Sassen, Kostüme Miriam Draxl, Musik Wiener Blond.
Besetzung: Tobias Artner, Hanna Binder, Josephine Bloéb, Tim Breyvogel, Michael Scherff, Wiener Blond Verena Doublier, Wiener Blond Sebastian Radon.

Landestheater NÖ, Großes Haus: letzte Vorstellung 9. März 2019
Stadttheater Baden: Freitag 23. 8. 2019

Der Verschwender

von Ferdinand Raimund

„Der Verschwender“, eine der großen und gleichzeitig die letzte der Charakterkomödien Ferdinand Raimunds, bietet gleich mehrere Anknüpfungspunkte für eine spannende, heutige und hochkomödiantische Auseinandersetzung mit seinen zeitlos aktuellen Themen. Der Bankier Moritz von Fries, um 1800 einer der reichsten Männer der Monarchie, gilt als Vorbild für die Hauptfigur des „Flottwell“. Er war übrigens viele Jahre lang der Pächter und Betreiber des „Wiener Neustädter Kanals“, bevor er einige Jahre später Konkurs anmelden musste. Anhand der Lebensgeschichte dieses „Verschwenders“ und seines ewig dankbaren Dieners Valentin durchleben sie die bewegte Berg- und Talfahrt der menschlichen Existenz zwischen den höheren Sphären der Größe, der Begabung und Phantasie und den Niederungen der bürgerlichen und wirtschaftlichen Grenzen und Zwänge. Wir erspüren mit neuartigem Blick die Zauberkräfte einer „anderen Welt“ hinter der unseren, stellen kritische Fragen an eine wachstumsorientierte Konsumgesellschaft neu und beleuchten mit absurder und entlarvender Komik und beißendem Witz den permanent-turbulenten Kampf der „wahren“ Werte einer Welt in Bewegung-

Regie: Anselm Lipgens

Kulturszene Kottingbrunn: Premiere 6. September 2019 19:30 Uhr, letzte Vorstellung 29. September 2019.

I am from Austria

Das Musical mit den Hits von Reinhard Fendrich. Buch Titus Hoffmann / Christian Struppeck; Regie Andreas Gergen; Choreografie Kim Duddy; Bühnenbild Stephan Prattes; Kostüme Uta Loher / Conyn Lüders; Lichtdesign Andrew Voller.

I AM FROM AUSTRIA ist ein großes, neues Musical voller Witz, Charme und Romantik, überraschend und berührend, mit einer Story rund um Liebe, Freundschaft und Familie. In eine neue Handlung verpackt, erzählen über 20 Rainhard Fendrich-Hits wie u. a. „Macho Macho“, „Haben Sie Wien schon bei Nacht geseh‘n“, „Es lebe der Sport“, „Blond“, „Strada del Sole“, „Tango Korrupti“, „Nix is Fix“, „Weus‘d a Herz hast wie a Bergwerk” und natürlich das Titellied “I Am From Austria“ die Geschichte von einem österreichischen Filmstar, der international Karriere gemacht, es bis nach Hollywood geschafft hat und nun anlässlich des Opernballs nach Wien zurückkehrt.

Die neueste VBW-Eigenproduktion mit den Hits von Rainhard Fendrich, beeindruckenden Bühnenbildern, mitreißenden Choreographien und schillernden Kostümen lässt das Publikum hinter die Kulissen eines Wiener Luxushotels blicken, wo ein prominenter Star-Gast für Trubel und viel Hollywood-Flair sorgt. Die Handlung berührt aber auch mit persönlichen und bewegenden Momenten abseits des grellen Blitzlichtgewitters. Das fiktive Wiener Traditionshotel "Edler" wird in diesem neuen Musical zur Drehscheibe der großen Welt. Chaos, Küsse und Katastrophen sind vorprogrammiert in dieser fröhlich-frechen Story voller Romantik, Überraschungen und amüsanter Situationskomik.

I AM FROM AUSTRIA ist eine Hommage an dieses Land – aus diesem Grund wurden fast alle Rollen im Stück mit Österreicherinnen und Österreichern besetzt. Allen voran die acht Solisten, die sowohl aus dem Bereich Musik- und Sprechtheater, als auch aus Film, Funk und Fernsehen bekannt sind.

Solisten: Lukas Perman, Iréna Flury, Elisabeth Engstler, Andreas Steppan, Martin Bermoser, Dolores Schmidinger, Matthias Trattner, Fabio Diso, Martin Berger.
In weiteren Rollen und Ensemble: Carin Filipcic, Oliver Arno, Anna Carina Buchegger, Arthur Büscher, Barbara Castka, Paul Csitkovics, Marianne Curn, Barbara Czar, Florian Fetterle, Franz Frickel, Katharina Gorgi, Thomas Höfner, Judith Jandl, Florian Klein, Peter Knauder, Stefan Mosonyi, Martin Pasching, Marina Petkov, Jennifer Pöll, Georg Prohazka, David Rodriguez-Yanez, Rita Sereinig, Ariane Swoboda, Birgit Wanka.

Raimund Theater: Spielzeiten – Di & Mi 18:30 Uhr, Do – Sa 19:30 Uhr, So 16:30 Uhr; Montag spielfrei; auch in der Saison 2019

Sommerspielplan der Bühne Baden

Sommerarena

  1. Die Lustige Witwe
    Premiere: 23. Juni 2018
    Letzte Vorstellung: 2. 9. 2018
  2. Der Bettelstudent
    Premiere: 14. Juli 2018
    Letzte Vorstellung: 31. 8. 2018

Stadttheater

  1. Bonny & Clyde (Musical)
    Premiere: 28. Juli 2018
    Letzte Vorstellung: 7. 9. 2018

Hier gehts zu weiteren Aufführungen und,zur Kartenbestellung!

Festspiele Reichenau

Wieder ein vielversprechendes Programm

In der Zeit vom 1. Juli bis 4. August 2019 werden bei täglichem Spielbetrieb im Theater Reichenau in insgesamt über 100 Vorstellungen folgende vier neue Theater-Produktionen gezeigt.
Der allgemeine Kartenvorverkauf beginnt mit dem 20. Februar

  • Franz Werfel
    „Eine blassblaue Frauenschrift“
    Premiere: 1 Juli, 19.30 - NEUER SPIELRAUM; Theater Reichenau
  •  Iwan Turgenjew
    „Ein Monat auf dem Lande“
    Premiere: .2 Juli, 19.30 Uhr – GROSSER SAAL, Theater Reichenau
  • Arthur Schnitzler
    „Der Ruf des Lebens“
    Premiere: 3. Juli, 19.30 – GROSSER SAAL, Theater Reichenau
  • F. Scott Fitzgerald
    „Die Schönen und die Verdammten“
    Premiere: 4. Juli, 19.30 - NEUER SPIELRAUM; Theater Reichenau
  • Literatur in Szene von Renate Loidolt
    "Mario und der Zauberer" von Thomas Mann
    Premiere: 6. Juli, 11.00 - NEUER SPIELRAUM; Theater Reichenau

Hier gehts zur Kartenbestellung ...

NÖ Kulturwerkstadt

Kulturszene Kottingbrunn

Die Kulturszene Kottingbrunn prägt das kulturelle Leben in Kottingbrunn und Umgebung seit über 20 Jahren. In den beiden Schlossgebäuden „Kulturwerkstatt“ und „Markowetztrakt“ (dieser wird derzeit umgebaut) stellen wir mit Musikern, Schauspielern, Kabarettisten und bildenden Künstlern an über 200 Tagen im Jahr ein gemischtes Programm für unser Publikum zusammen. So die Obfrau Irene Künzel.

Hier geht's zu weiteren Infos und Kartenbestellung ...

Erfolgreiches Jahr trotz riesen Baustelle

Mitgliederversammlung der Kulturszene Kottingbrunn & Soft-Opening Markowetztrakt