Passionsspiele Kirchschlag

In diesem Jahr feiern die traditions¬reichen Spiele ihr 90. Jubiläum.

„Und das Wort ist Fleisch geworden und hat unter uns gewohnt“. Mit diesen Worten aus dem Johannesevangelium wird das Geschehen der Passion angekündigt.

Einzug in Jerusalem
Der Heiland zieht unter Jubel ein. Er verkündet die Frohbotschaft: „Kommt alle zu mir, die ihr mühselig und beladen seid“. Gegen ihn erhebt sich eine Front der Ablehnung und des Hasses. Durch einige Begegnungen und machtvolle Zeichen wird Jesus als der Heiland bezeugt: Er ist Freund der Kinder, heilt die kranke Frau, lässt sich von der Sünderin die Füße salben; verweist in der Blindenheilung auf seine Sendung, dass auch die Blindheit des Herzens durch ihn geheilt wird.

Auf der Straße
In das Herz des Judas sind Unsicherheit, Zweifel und Unzufriedenheit eingekehrt. In dieser Gefühlsstimmung begegnet er einem Unbekannten. Dieser versteht es, die Gefühle des Judas hervorzukehren. Judas begegnet also in dieser zeitlosen Gestalt eines Unbekannten der Mensch gewordenen Versuchung von außen her. Der Gedanke, seinen Herrn zu verraten, reift in ihm. Der Samen des Bösen kann Wurzeln schlagen.

Das letzte Abendmahl
Fußwaschung und das Geschenk der Eucharistie sind eine überzeugende Dokumentation der Liebe Gottes durch das Mensch gewordene Wort Gottes – Jesus Christus. „Es gibt keine größere Liebe, als wenn einer sein Leben hingibt für seine
Freunde.“ (Jo 15, 13). Die dienende und opferbereite Liebe des Herrn bis hin zum Kreuzestod ist beim Abendmahl und damit in der Feier der hl. Messe für alle Zeiten geschenkt. „Gottes Brot ist jenes, das vom Himmel niedersteigt und der Welt Leben gibt.“

Abschied von der Mutter
Dunkle Ahnungen erfüllen das Herz der Mutter. Sie ringt um die innere Bereitschaft, sich nicht bei aller Mutterliebe dem Sohn in den Weg zu stellen, der gekommen ist, den Willen seines himmlischen Vaters zu erfüllen.

Beratung bei Kaiphas – der Verrat des Judas
Zur nächtlichen Stunde ist der Hohe Rat versammelt. In einer emotionell erregten Atmosphäre und sich auf die hohe Verantwortung für das Wohl des Volkes berufend wird der Beschluss gefasst: „Er muss sterben.“ Judas, der vom Unbekannten ermutigt worden ist, daraus auch Kapital zu schlagen, bietet seine Dienste an. Er ist bereit, die persönliche Enttäuschung zu Geld zu machen und seinen Meister zu verraten.

Weitere Szenen sind der Ölberg, Verleugnung des Petrus, Jesus vor Pilatus, Dornenkrönung und Verurteilung, Kreuzweg und Verzweiflung des Judas, Christus am Kreuz, Marienklage und Auferstehung und Sendung.

Passionsspiele Kirchschlag: Premiere 14. August 2022, letzte Aufführung 26. Oktober 2022

Kaiserin Joséphine

Operette in acht Bildern von Paul Knepler und Géza Herczeg. Musik von Emmerich Kálmán

Diese von Bravourarien für den Tenor nur so strotzende Meisteroperette Kálmáns erzählt die bittersüße Geschichte der blutjungen, bettelarmen Joséphine Beauharnais, in die sich der junge General Napoleon Bonaparte verliebt und die er in Folge heiratet. Zunächst schenkt Joséphine dem galanten Treiben in Paris mehr Beachtung als ihren ehelichen Pflichten. Schließlich steigt sie aber doch als sein Frauenideal an seiner Seite zur Kaiserin der Franzosen auf. Dieses Werk von Emmerich Kálmán wurde 1936 am Zürcher Stadttheater uraufgeführt, kurz bevor er in die USA emigrieren musste.

2018 wurde das Stück anlässlich des 65. Todestages des Komponisten an der Bühne Baden bereits konzertant mit so großem Erfolg präsentiert, dass es nun als szenische Aufführung zu erleben ist.

Musikalische Leitung: Franz Josef Breznik; Inszenierung & Choreografie: Leonard Prinsloo; Ausstattung: Monika Biegler

Napoleon Bonaparte: Vincent Schirrmacher; Joséphine de Beauharnais: Ivana Zdravkova; Paul Barras: Thomas Weissengruber; Talleyrand/Capitain Calmelet: Jan Walter; Hippolyte Charles: Thomas Zisterer; Therese Tallien: Kerstin Grotrian; Bourriene: Beppo Binder; Juliette: Theresa Grabner; Korporal Bernard: Thomas Malik; Standesbeamter Escarbot:Vladimir Polovinchik; Marion, Wahrsagerin: Rita Peterl; General Berthier: Steven Scheschareg; Eugen Beauharnais: Laurenz Scholz / Paul Eukebberger,

Leonard Prinsloo hat eine wunderschöne Inszenierung auf die relativ kleine Bühne der Sommerarena gezaubert. Das Bühnenbild von Erich Uiberlacker ist schlicht und klar und so aufgebaut dass ganz rasch die verschiedensten Eindrücke vermittelt werden.
Eine Klasse für sich auch das Orchester der Bühne Baden unter dem mit Ende der Sommersaison scheidenden Franz Josef Breznik. Gefühlvoll und mit ganz viel Schwung werden die Kompositionen von Emmerich Kálmán interpretiert.
Der größte "Hit" der Operette ist Bonapartes Auftrittslied, bestechend auch in seiner Konstruktion: Eine Flöte intoniert eine klassizistisch anmutende Gavotte, danach bricht es aus dem zukünftigen Kaier heraus: "Holdes berauschendes Bild" - die Tonart wechselt von H-Dur einen Ganton tiefer nach G-Dur, als sei Napoleon in seiner neuen Realität angekommen, und die lautet: "Liebe sind ihr Zauberlied".

Eine Klasse für sich die beiden Hauptdarsteller: Ivana Zdravkova und Vincent Schirrmacher. Aber nicht weniger fantastisch das Buffopaar - Theresa Grabner und Thomas Malik.
Gratulation dem gesamten Ensemble und der Bühne Baden für diese wunderbare Produktion.

Sommerarena Baden: Premiere 29. Juli 2022, 19.30 Uhr; letzte Vorstellung 28. August 2022

Sunset Boulevard

Musik von Andrew Lloyd Webber, Buch und Gesangstexte von Don Black und Christopher Hampton. Basierend auf dem Film von Billy Wilder. Deutsch von Michael Kunze. Badener Erstaufführung!

Dass der Stummfilm schon lange dem Tonfilm weichen musste, will die in die Jahre gekommene Diva Norma Desmond nicht wahrhaben. Zurückgezogen lebt sie in ihrer Villa am Sunset Boulevard, unweit der Hollywood-Traumfabriken, ganz in Erinnerungen an ihre glamouröse Zeit versunken. Plötzlich taucht der junge Drehbuchautor Joe Gillis auf, der in den Sog ihrer faszinierenden Persönlichkeit gerät. In Norma Desmond keimt die Hoffnung auf ein Comeback. Durch Gillis Bekanntschaft erhofft sie sich Zutritt zu den Filmstudios, doch ihre Illusionen werden jäh zerstört. Andrew Lloyd Webbers Musical basiert auf dem gleichnamigen Film von Billy Wilder von 1950 und ist ein Glanzpunkt der Musicalwelt. Spannend wie ein Krimi erzählt es den Aufstieg und Fall einer großen Filmdiva vor dem Hintergrund einer gnadenlosen Filmindustrie.

Musikalische Leitung: Andjelko Igrec; Inszenierung: Andreas Gergen; Ausstattung: Christian Floeren; Choreografie: Sabine Arthold

Norma Desmond: Maya Hakvoort; Joe Gillis: Lukas Perman; Max von Mayerling: Beppo Binder; Betty Schaefer: Dorina Garuci; Cecil B. Demille: Gerhard Balluch; Artie Green, Freund von Joe: Thomas Smolej; Manfred, Designer / Sheldrake: Florian Resetarits.

"Träume aus Licht" - so werden Kinofilme im Musical "Sunset Boulevard" genannt und besungen. Filme entführen das Pablikum in Traumwelten, behaupten aber auch falsche Wirklichkeit. Die Protagonisten der Geschichte finden sich ebenso gelegentlich im "falschen Film" wieder.
Dabei brauchen Künstlerinnen und Künstler immer noch große Träume und Visionen. Sie müssen stets an das Gute glauben und wirklich Idealisten sein. Nur, was passiert, wenn sie ihrer Ideale beraubt werden?
Was bleibt, ist die Erkenntnis, dass Träume zu Albträumen werden können, je mehr man sich in Lügen und Selbstbetrug verstrickt. Authentiziotät und ein gewisses Maß an Bodenhaftung sind notwendig ... im Leben, wie in der Kunst.

Billy Wilder ist mit seinem Film von 1950 ein wahres Meisterwerk gelungen. Lord Andrew Lloyd Webber hat hier eine seiner anspruchsvollsten, sehr emotionalen Partituren vorgelegt, die die handelnden Figuren psichologisch subtil charakterisiert und gleichzeitig atmosphärisch dichte Welten schafft.

Auch die Musicalproduktion der Bühne Baden, darf mit Fug und Recht als "Meisterwerk" bezeichnet werden. Ein grandioses, schlichtes Bühnenbild und ein hervoragendes Ensemble begeisterten das Premierenbublikum. Besonders hervorzuhben sind Maya Hakvoort, Lukas Perman und Dorina Caruci.
Aber auch das Orchester deer Bühne Baden leistete eine fantastische Arbeit.

Stadttheater Baden: letzte Vorstellung 25. August 2022

Im Weissen Rössl

Singspiel in drei Akten. Frei nach dem Lustspiel von Blumenthal und Kadelburg von Hans Müller und Erik Charell; Gesangstexte von Robert Gilbert; Musik von Ralph Benatzky. 6 musikalische Einlagen v. Robert Gilbert, Bruno Granichstaedten & Robert Stolz

Der Tourismus im Salzkammergut floriert. Der Kellner Leopold liebt die Rösslwirtin Josepha Vogelhuber, doch die will nichts von ihm wissen, denn ihre heimliche Zuneigung gilt einem anderen. Wegen seiner Eifersucht wird Leopold von seiner Arbeitgeberin schließlich entlassen, bald darauf aber wieder eingestellt, da der Laden ohne ihn eben nicht wirklich läuft. Mit dem WEISSEN RÖSSL hat Benatzky den Beitrag für seine Unsterblichkeit geschaffen. Mit zahlreichen Evergreens wie „Im weißen Rössl am Wolfgangsee“, „Im Salzkammergut, da kann ma gut lustig sein“ oder „Was kann der Sigismund dafür, dass er so schön ist“, avancierte das weiße Rössl innerhalb kurzer Zeit zur Kultoperette und begeistert seit seiner Entstehung 1930 ein Millionenpublikum. Mit dieser Operette kehrt Kammersänger Heinz Zednik zu seinen Wurzeln an die Bühne Baden zurück.

Benatzky war en Meister des Chansons und hatte seit 1910 lange Zeit für Kabarett und Varieté komponiert. Er wusste, für welches Publikum er schreibt und wie man Pointen setzt. Diese Erfahrung half ihm bei der Entstehungsgeschichte des "Im weissen Rössl", worin er die bürgerliche Kultur der Operette parodiert und ironisiert. Satire und Augenzwinkern seine spitzbübische Betrachtungsweise der Figuren und Situationen, geben dem Werk den humorvollen Charakter, der dem Publikum Vergnügen bereitet.

Iabella Gregor hat dieses Singspiel wunderschön inszeniert, obwohl der Auftritt von Dr. Siedler auf einem Rollerboard nicht ganz verständlich ist. Bei der Premiere musste Alexander Kröner -- ein Glücksgriff -- für den erkrankten Reinhard Alessandri einspringen. Dafür blieben Kröner lediglich 2 Tage zeit, sich mit der Rolle vertraut zu machen. Er meisterte dies hervorragend und erntete dafür auch am Ende einen Sonderapplaus vom begeisterten Publikum.
Boris Pfeier war schauspiererisch ebenso wie Verena Scheitz sehr gut, aber beide zeigten gesangliche Schwächen.
Ganz super waren Juliette Khalil und Oliver Bair, die das Premierenpublikum zum Lachstürmen hinriss.

Musikalische Leitung: Michael Zehetner; Inszenierung: Isabella Gregor; Ausstattung: Tanja Hofmann; Choreografie: Anna Vita.

Josepha Vogelhuber, Wirtin des „Zum Weißen Rössl“: Verena Scheitz; Leopold Brandmeyer, ihr Zahlkellner: Boris Pfeifer; Wilhelm Giesecke, Fabrikant: Jens Janke; Ottilie, seine Tochter: Melanie Schneider; Rechtsanwalt Dr. Siedler: Reinhard Alessandri; Sigismund Sülzheimer: Oliver Baier; Professor Hinzelmann: Andreas Steppan; Klärchen, dessen Tochter: Juliette Khalil; Piccolo: Jonas Zeiler; Kaiser Franz Joseph: Heinz Zednik; Fremdenführerin / Postbotin: Gabriele Schuchter.

Sommerarena Baden: letzte Vorstellung 26. August 2022

Oper im Steinbruch 2022

NABUCCO von Giuseppe Verdi

Babylon zu biblischen Zeiten. Im Kampf unterliegt das Volk der Israeliten dem babylonischen König Nebukadnezar, genannt Nabucco. Er knechtet die Hebräer und verspottet ihren Glauben. Als Nabuccos Lieblingstochter Fenena sich aus Liebe zum jüdischen Prinzen Ismaele nicht nur mit den Israeliten solidarisiert, sondern sogar ihren Glauben annimmt, wittert ihre ältere Schwester Abigaille die Chance einer Palastrevolte. Sie will sich an ihrer verhassten Schwester und an dem Prinzen, den auch Abigaille begehrt, rächen. Voller Hochmut erhebt sich Nabucco zum Gott, um in alle Ewigkeit verehrt zu werden. Ein Blitz schlägt in den Palast, der größenwahnsinnige König fällt in geistige Umnachtung, und die machtbesessene Abigaille greift nach der Krone. Niemand außer Nabucco weiß, dass Abigaille unedler Abstammung ist – und so schickt sich die vermeintliche Prinzessin an, alle Spuren ihrer Geschichte zu verwischen. In einem wahren Vergeltungsrausch will Abigaille ihre Familie und das ganze israelitische Volk vernichten. Den Hebräern bleibt nichts als Hoffnung...

Der berühmte Gefangenenchor machte Giuseppe Verdi über Nacht zum Star. Dieser ergreifende Chor krönt eine aufwühlende Geschichte über Hoffnung, Wahn, Vergeltung und unerschütterlichen Glauben biblischen Ausmaßes, die in der Landschaft und Tradition des Steinbruchs St. Margarethen ihre ideale Kulisse findet.

Steinbruch St. Margarethen: letzte Aufführung 14. August 2022

Der König von Siam erwartet Sie!

Die Seefestspiele Mörbisch laden Sie in der Saison 2022 auf eine Reise in ein fernes Land ein – eine Reise in das Königreich von Siam. Denn der Palast von König Mongkut bildet den exotischen Schauplatz für das berührende Musical „Der König und ich“.

Das Stück mit den schönsten Melodien von Rodgers & Hammerstein feierte nicht nur große Erfolge am Broadway, die Verfilmungen mit Yul Brynner und später mit Jodie Foster („Anna und der König“) wurden zu wahren Blockbustern. So haben bereits hunderte Millionen Menschen das Musical gesehen und waren begeistert.

Generalintendant Alfons Haider: „Die Mörbisch-Produktion wird die bisher größte Bühnenaufführung von „Der König und ich“ weltweit sein. Auf 3.600 m2 Bühnenfläche wird der Königshof von Siam entstehen. Rund 100 Mitwirkende auf und 100 MitarbeiterInnen hinter der Bühne werden die schönste asiatische Liebesgeschichte auf die Seebühne bringen. An dieser Stelle sei erwähnt, dass diese Geschichte auf einer wahren Begebenheit beruht. Denn 1862 holte König Mongkut die englische Offizierswitwe Anna Leonowens an seinen Königshof, um seinen Kindern die englische Sprache und westliche Lebenskultur beizubringen.“

In der Rolle des König Mongkut wird Kok-Hwa LIE zu sehen sein. Lie, ein aus Amsterdam stammender Schauspieler, hat in den letzten 15 Jahren die großen Musicalrollen der Jetzt-Zeit an renommiertem Londoner und Amsterdamer Theater gespielt. Im selben Zeitraum hat er sich als Film- und Fernsehdarsteller einen Namen gemacht. Als ausgesprochener Wien-Fan und seit seinem ersten Besuch in Mörbisch begeistert vom Neusiedler See freut er sich ganz besonders auf diese erste große Rolle für das österreichische Publikum.

Dass der goldene Königspalast im Sommer mit der pannonischen Sonne um die Wette strahlen wird, dazu trägt die Ausstattung von Walter Vogelweider maßgeblich bei. Wie in Mörbisch üblich wird es ein klassisch authentisches Bühnenbild geben, das wunderbar auf die große Bühne passt und für eine exotische Atmosphäre in Mörbisch sorgen wird.

Inhalt:
1862 suchte König Mongkut für seine große Kinderschar eine Englischlehrerin und holte die britische Witwe Anna Leonowens mit ihrem Sohn Louis an den Königshof. Einander zunächst misstrauisch gegenüber, kam, was kommen musste. Anna, so sagt man, hat sich nicht nur in die Kinder verliebt, und aus der Freundschaft zwischen der britischen Lehrerin und dem strengen Herrscher wurde bald mehr. Wenn Anna dem König Tanzunterricht gibt („Shall we dance“), ist dies eine der berührendsten Szenen im Stück. Doch König Mongkut bleibt hin- und hergerissen zwischen der Krone und seinen Gefühlen Anna gegenüber.

Leading Team: Simon Eichenberger (Regie), Walter Vogelweider (Bühnenbild), Michael Schnack (Dirigat), Alonso Barros (Choreografie), Charles Quiggin und Aleš Valašek (Kostüme).

Solisten: Kok-Hwa Lie (Der König), Milica Jovanovic (Anna Leonowens), Vincent Bueno (Prinz Chulalongkorn), Finn Kossdorff und Samuel Wegleitner (Louis, Annas Sohn), Leah Delos Santos (Lady Thiang), Marides Lazo (Tuptim), Robin Yujoong Kim (Lun Tha), Gen Seto (Kralahome), Dominik Hees (Sir Edward Ramsey/Captain Orton), Lukas Plöchl (Phra Alack) u.v.a.m.

Seefestspiele Mörbisch: letzte Aufführung 22. August 2022

Madame Butterfly von Giacomo Puccini

Oper in drei Akten (1904). Libretto von Luigi Illica und Giuseppe Giacosa. In italienischer Sprache mit deutschen Übertiteln

Die japanische Geisha Cio-Cio-San, genannt Butterfly, schwelgt im Glück, als sie der amerikanische Marineleutnant Pinkerton zur Frau nimmt. Die Liebe findet ihren Höhepunkt in einem fulminanten Duett. Welten und Werte prallen aufeinander, denn während sich Pinkerton frei fühlt und zurück in seiner Heimat eine Amerikanerin heiratet, wartet Butterfly voll Liebe, Hoffnung und Sehnsucht drei Jahre lang auf die Rückkehr ihres Mannes – zusammen mit dem gemeinsamen Kind. Ihre berühmte Arie „Un bel dì vedremo“ trifft mitten ins Herz. Als Pinkerton mit seiner amerikanischen Frau wieder auftaucht, fällt Cio-Cio-San eine unumstößliche Entscheidung.

Giacomo Puccinis Madame Butterfly, eine der heute meistge­spielten Opern, ist zum ersten Mal auf der Seebühne zu erleben. Die ­musikalische Leitung übernimmt Dirigent Enrique Mazzola, der auch für die Rigoletto-Einstudierung zuständig war. Regisseur Andreas Homoki, Intendant des Opernhauses Zürich, bringt ein international erfolg­reiches Team mit, das im magischen Bühnenbild von Michael Levine mit feinen Landschaftsmalereien japanisches Flair an den Bodensee zaubert.

Musikalische Leitung Enrique Mazzola, Inszenierung Andreas Homoki, Bühne Michael Levine, Kostüme Antony McDonald, Licht Frank Evin, Video Luke Halls, Choreografie Lucy Burge. Bregenzer Festspielchor | Prager Philharmonischer Chor und Wiener Symphoniker.

Bregenzer Festspiele – Seebühne: Premiere 20. Juli 2022, letzte Aufführung 21. August 2022

Der Mann von La Mancha

Nach dem Musical von Dale Wasserman

Was für wunderbare und vielseitige Dinge entstehen können, wenn sich eine Schar von begeisterten Menschen zusammentut, um eine gemeinsame Initiative zu gründen und zum Blühen zu bringen! Frei nach dem Motto ihres ersten gemeinsamen Projektes „Der Mann von La Mancha“ – Träume den unmöglichen Traum. Dafür ist die Kulturszene Kottingbrunn ein leuchtendes und sehr lebendiges Beispiel. Als Hommage an diese Idee und an die daraus resultierenden außerordentlich fruchtbaren Entwicklungen der vergangenen 25 Jahre und um diesem tollen Stück und diesem Motto eine neue, inspirierende Würdigung zu schenken, wird die Jubiläums-Septemberproduktion also eine Neuinszenierung dieses Musicals „Der Mann von La Mancha“.

Freuen Sie sich jetzt schon auf diese traumhaft anrührende Geschichte, auf pralles, poetisches, prickelndes Schauspielertheater, auf süffige, beflügelnde Musik und Lieder und auf unser großes, fulminantes Ensemble. Basteln Sie gemeinsam mit uns weiter an dem Vorhaben, unmögliche Träume zu träumen und diese gar in unsere Wirklichkeit zu holen.

Inszenierung: Anselm Lipgens

Kulturszene Kottingbrunn: Premiere 2. 9. 2022; letzte Aufführung 25. 9. 2022;
jeweils Freitag + Samstag 19:30 Uhr, Sonntag, 18:00 Uhr

Reigen von Arthur Schnitzler

In der Liebe zeigen sich Wahrheiten, die sonst verborgen bleiben. Intime Beziehungen offenbaren nicht nur Gefühle, sondern auch Machtverhältnisse und soziale Grenzen. In Arthur Schnitzlers „Reigen“ begegnen sich die Liebenden nur für die wenigen Minuten vor und nach dem Liebesakt, daraus entsteht ein ganzes Gesellschaftspanorama: Alle Figuren sind zugleich Verführer*innen und Verführte, Spieler*innen und Ausgetrickste. Aber es gelten nicht für alle dieselben Regeln. Dominanzdenken, Narzissmus und der Kampf der Geschlechter überschatten das Liebesgeflüster. In den Momenten der Lust zeigen sich plötzlich menschliche Abgründe, nach der Vereinigung wird das Trennende zelebriert. Und kurz nachdem die eine sich gerade ihre Kleider wieder angezogen hat und der andere dem Wunsch nach Treue Ausdruck verlieh, folgt das Stück einem der Partner*innen zum nächsten Rendezvous

Inszenierung: Franz-Xaver Mayr; Bühne und Kostüme: Korbinian Schmidt; Musik: Luiza Schulz Vazquez; Dramaturgie: Julia Engelmayer, Hans Mrak.

Mit Johanna Sophia Baader, Tim Breyvogel, Marthe Lola Deutschmann, Dorothee Hartinger, Sebastian Wendelin sowie Patricia Falk, Anna Golde, Jonas Graber, Nikolaus Lessky, Riccardo Pallotta, Luisa Schwab, Helena Vogel, Nora Wahl (Studierende der MUK – Musik und Kunst Privatuniversität der Stadt Wien).

Landestheater NÖ – Großes Haus: Premiere 17. September 2022, 19:30 Uhr; letzte Aufführung 17. Februar 2023
Zu Gast an der Bühne Baden: 4. & 5. Oktober 2022

Der Talisman

von Johann Nepomuk Nestroy

Willkommen in einer Welt, die ihr Glück mehr vom Schein als vom Sein abhängig macht. Alle Menschen sollen mit gleichen Chancen auf die Welt kommen, doch auf dem Schloss von Cypressenburg herrschen eigene Regeln. Neben den Vorrechten von Geburt und Profession ist vor allem die Haarfarbe entscheidend für das Glück der Menschen. Ganz unten im sozialen Gefüge stehen die Rothaarigen. Während die Gänsemagd Salome Pockerl ihre morgensonnige Haarpracht mit Stolz verteidigt, leidet der ebenfalls rothaarige Titus Feuerfuchs unter der Ausgrenzung. Als ihm ein Zufall zu einer gesellschaftsfähigen Haarfarbe verhilft, packt er sein Schicksal beim Schopf. Es sieht so aus, als stünde dem gesellschaftlichen Aufstieg nichts mehr im Wege ...

Auf dem Zenit seiner Karriere veröffentlichte der Dramatiker und Theaterallrounder Johann Nepomuk Nestroy 1840 sein Meisterwerk „Der Talisman“ voll hinreißender Komik, witzesprühender Dialoge und messerscharfer Kritik an den Verhältnissen seiner Zeit. Das Regie-Duo und Theaterleiter-Pärchen des Wiener Bronski & Grünberg Theaters, Kaja Dymnicki und Alexander Pschill, bekannt für einen rasant-erzählerischen, witzig-klugen Inszenierungsstil, bringt die Komödie mit viel Musik und eigenen Couplets auf die Bühne.

Die Produktion steht auch als Silvestervorstellung für Sie auf dem Spielplan!

Inszenierung und Bühne: Alexander Pschill und Kaja Dymnicki; Kostüme: Lejla Ganic; Musik: Stefan Lasko; Dramaturgie: Julia Engelmayer.

Mit Caroline Baas, Florian Carove, Christian Dolezal, Doris Hindinger, Stefan Lasko, Laura Laufenberg, Boris Popovic, Michael Scherff

Landestheater NÖ – Großes Haus: Wiederaufnahme 7. Oktober 2022, 10:30 Uhr, letzte Aufführung 28. Jänner 2023.
Zu Gast an der Bühne Baden Mi 31.08.22, 19:30

Die Blendung

nach dem Roman von Elias Canetti In einer Dramatisierung von Paulus Hochgatterer

Bücher beherrschen die Welt des verschrobenen Wissenschaftlers und „größten lebenden Sinologen“ Peter Kien. Für die Realität hat Kien keinen Sinn, vielmehr führt er ein skurriles Höhlenleben in seiner Bibliothek von 25.000 Werken. In seinem Kopf treten die gelehrten Schriften miteinander in Dialog. Echte Gespräche mit anderen Menschen versucht er hingegen zu vermeiden. Eines Tages beobachtet er, wie sorgsam seine Haushälterin Therese mit seinen Büchern umgeht, und er beschließt spontan, sie zu heiraten. Doch schon am ersten Abend der Ehe bringt Therese beim Versuch, Kien zu verführen, seine Ordnung mit einer Handbewegung durcheinander. Hat sie mit Absicht den Stapel Bücher von seinem Schlafdiwan gestoßen? Kiens totalitäres Gedankengebäude gerät ins Wanken und sein System beginnt ins Chaos zu stürzen.

Unter dem Eindruck des aufkommenden Nationalsozialismus schrieb Elias Canetti seinen einzigen Roman „Die Blendung“, für den er Jahrzehnte später, 1981, den Nobelpreis erhielt. Der empathielose Peter Kien, die habgierige Therese, ihr brutaler Geliebter Pfaff, der Betrüger Fischerle, sie alle können als Zeitgenoss*innen des gesellschaftlichen Umbruchs in den 1930er-Jahren interpretiert werden. Kiens Geschichte ist aber auch die des heutigen westlichen Kapitalismus, für den wir bereit sind, große Kompromisse einzugehen, um den zerstörerischen Status quo aufrechtzuerhalten. Mit hoher Musikalität, den Mitteln der Groteske und dem einzigartigen Zusammenspiel von Schauspieler*innen und Puppen kreiert der vielfach ausgezeichnete Regisseur und Puppenspieler Nikolaus Habjan seine Theaterwelten. In seinen Inszenierungen beschäftigt er sich seit vielen Jahren künstlerisch mit der Zeitgeschichte Österreichs und mit totalitären Gesellschaftsstrukturen. Für die Dramatisierung von Canettis Roman konnte der renommierte Schriftsteller und Psychiater Paulus Hochgatterer gewonnen werden.

Inszenierung: Nikolaus Habjan; Bühne: Jakob Brossmann; Kostüme: Denise Heschl; Musik: Kyrre Kvam; Dramaturgie: Thorben Meißner

Mit Tim Breyvogel, Bettina Kerl, Julia Kreusch, Laura Laufenberg, Manuela Linshalm, Tilman Rose

Landestheater NÖ – Großes Haus: Premiere 15. Oktober 2022, 19:30 Uhr; letzte Aufführung 13. Jänner 2023.
Zu Gast an der Bühne Baden: 22. & 23. November 2022

NEUN – Nine

Musical nach dem Film „8 1/2“ von Federico Fellini. Buch von Arthur Kopit, Musik und Liedtexte von Maury Yeston Adaption, aus dem Italienischen von Mario Fratti. Deutsche Übersetzung von Wolfgang Adenberg.

Der vom Erfolg verwöhnte Drehbuchautor und Filmregisseur Guido Contini musste einige Niederlagen einstecken: Neben den persönlichen Problemen des Womanizers waren seine letzten Filme allesamt Misserfolge. Seiner einstmals reichen Kreativität beraubt und durch seine zahlreichen Liebschaften innerlich zerrissen, gerät er in eine Midlife-Crisis. Als er in dieser angeschlagenen Situation gedrängt wird, einen Film zu machen, gerät er vollends in geistige Verwirrung. Er begibt sich zu einem Kuraufenthalt in ein mondänes venezianisches Bad. Erst die Erscheinung seines neunjährigen Ichs erlöst ihn aus seiner Krise und führt ihn zur Reifung seines Charakters: Er erkennt, dass seine Frau Luisa die wahre Liebe seines Lebens ist.

Das Musical, 1982 mit 5 Tonys ausgezeichnet, basiert auf Federico Fellinis bahnbrechendem neorealistischen Spielfilm „8 1/2“ aus dem Jahr 1963.

Musikalische Leitung: Andjelko Igrec, Inszenierung und Choreografie: Ramesh Nair, Bühnenbild: Karl Fehringer & Judith Leikauf, Kostüme: Friederike Friedrich

Guido Contini: Drew Sarich: Luisa Contini, seine Frau: Milica Jovanovic / Carla Albanese; seine Geliebte: Dorina Garuci / Claudia Nardi; Schauspielerin: Ann Mandrella; Guidos Mutter: Andrea Huber; Liliane La Fleur, Guidos Produzentin: Patricia Nessy / Stephanie Necrophorus; Kritikerin: Wietske van Tongeren; Mama Maddalena, Chefin der Zimmermädchen: Anna Overbeck; Sarraghina, eine Hure: Jacqueline Braun.

Stadttheater Baden: Premiere 22 Oktober 2022, 19.30 Uhr; letzte Vorstellung 26. 11. 2022
Einführungsgespräch: 16. 10. 2022, 10:30, Max-Reinhardt-Foyer

Der Nussknacker

Ballet-féerie in zwei Akten und drei Bildern. Musik von Pjotr I. Tschaikowsky. Libretto von Marius Petipa und Iwan Wsewoloschski. Nach E.T.A. Hoffmann und Alexandre Dumas dem Älteren.

Wer kennt ihn nicht, den hölzernen Kameraden aus E.T.A. Hoffmanns Märchen „Nussknacker und Mausekönig“, der das Mädchen Clara in zauberhafte Fantasiewelten entführt.

1892 konnte die Geschichte erstmals als Ballett im Marinski-Theater in St. Petersburg aufgeführt werden, dank eines Librettos von Marius Petipa und der Komposition von P. I. Tschaikowsky. Seitdem wird das Ballett auf sämtlichen Bühnen der Welt gezeigt.

Die Musik gehört zu den populärsten Werken der Orchester-literatur und bietet Choreografen, Tänzerinnen und Tänzer reiche Möglichkeiten, ihr Können zu zeigen.

Vor allem zu Weihnachten ist das Ballett eine willkommene Gelegenheit, in eine wunderbare Atmosphäre kindlicher Phantasiewelten einzutauchen.

Natürlich bietet der Stoff, wie so viele Märchen, die Möglichkeit in die Tiefen der Psyche einzudringen und eine Interpretation zu erarbeiten, die modern und heutig ist.

Musikalische Leitung: Franz Josef Breznik; Choreografie / Inszenierung: Anna Vita; Bühne: Gerhard Nemec; Kostüme: Friederike Friedrich; Orchester und Ballett der Bühne Baden

Stadttheater Baden: Wiederaufnahme 5. November 2022, 18.00 Uhr. Weitere Vorstellungen 20. und 21. Dezember 2022, 19.30 Uhr.

Robin Hood

Familienmusical. Musik von Robert Persché. Buch und Liedertexte: Robert Persché und Walter Raidl.

Robin Hood, ein junger Mann aus Nottingham, führt mit seinen fröhlichen Gesellen ein abwechslungsreiches, spannendes Leben im Sherwood Forest. Jeder, der einen Platz zum Leben oder Essen braucht, ist bei ihm herzlich willkommen. Das wäre ja alles ganz wunderbar, hätte unser Robin nicht Freude daran, die Reichen zu berauben und die Beute unter den Armen zu verteilen.

Prinz John ist fuchsteufelswild. Er hat den Platz von König Richard Löwenherz eingenommen, der sich gerade auf Kreuzzug befindet und ist ganz versessen darauf, mit Hilfe des skrupellosen Sheriffs von Nottingham, seinen Reichtum zu vermehren. So plant er ein großes Bogenschützenturnier, bei dem die bezaubernde Maid Marian dem Sieger einen goldenen Pfeil überreichen soll. Wird Robin in die Falle gehen?

Musikalische Leitung: Michael Zehetner; Musikalische Arrangements: Christian Seisel; Inszenierung: Robert Persché; Bühne: Alexia Redl; Kostüme: Elke Steffen-Kühnl; Choreografie: Michael Kropf

Robin Hood: Matthias Trattner; Bruder Tuck, ein Mönch: Rupert Bergmann; Allan van Dale, ein Geselle: Helmuth Lang; Little John, ein Geselle: Florian Resetarits; Maid Marian, Cousine Prinz Johns: Ulrike Figgener; Lady Wilma, ihre Gesellschafterin: Sylvia Rieser; Prinz John, Bruder von Richard Löwenherz: Artur Ortens; Sheriff: Beppo Binder; Clever: Martina Riegler; Smart: Michael Duregger; Mutter Tommis: Caroline Vasicek; Tommi: Patric-Pascal Bonnet / Laurenz Scholz; Laurie, Tommis Schwester: Lillian Davison / Johanna Baumgartner; Will / König Richard Löwenherz: Alexander Rapp; Much: Natalia Bezak.

Stadttheater Baden: Wiederaufnahme 19. November 2022, 15.00 Uhr; letzte Vorstellungen 29. Dezember 2022

Drei Schwestern

Von Anton Tschechow

Moskau! Moskau? Das ist gleichzeitig Geburts- und Sehnsuchtsort der drei Schwestern Olga, Mascha und Irina. Als Kinder sind sie mit ihrem Vater, einem Brigadekommandanten, und ihrem Bruder Andrej in eine kleine Garnisonsstadt gezogen. Nachdem der Vater verstorben ist, hält die Schwestern nichts mehr. Nur Andrej scheint in der ereignislosen Provinz glücklich zu sein. Er gilt als akademische Hoffnung und hat sich in Natascha, eine junge Frau aus der Umgebung, verliebt. Olga ist Lehrerin geworden und ist von ihren Schülerinnen genauso geplagt wie von ihren ständigen Kopfschmerzen. Mascha hingegen hat früh und enttäuschend geheiratet. Die jüngste Schwester Irina träumt davon, endlich etwas Sinnvolles zu tun. Die Schwestern hoffen auf ein besseres Leben, wenn sie nur endlich zurück nach Moskau zögen! So gleicht ihr Leben in der Provinz einem festen Provisorium. Statt zu handeln und Entscheidungen zu treffen, reden sie am liebsten von einer verheißungsvollen Zukunft oder von längst vergangenen Zeiten ihrer Kindheit in der Großstadt.

Tschechows Figuren sind Vertreter einer bürgerlichen Elite, deren Privilegien und humanistische Bildung nirgendwo hinführen. Angesiedelt in einer Zeitenwende am Ende des Russischen Zarenreichs stecken sie zwischen den Epochen fest und verlieren sich zwischen Resignation und Revolution. Die aufstrebende ungarische Regisseurin Kriszta Székely, die als Hausregisseurin am renommierten Budapester Theater Katona József arbeitet, sucht die Parallelen zum Zustand unserer Gesellschaft: Woher nehmen wir heute die Kraft, auf große gesellschaftliche Veränderungen zu reagieren? Sind Großstädte wie das historische Moskau, Paris oder London überhaupt noch „Sehnsuchtsorte“? Inwieweit sind wir genauso wie Tschechows Schwestern in unseren kleinen Leben gefangen, unfähig zu handeln und die Wirklichkeit zu ertragen.

Inszenierung: Kriszta Székely; Bühne: Eszter Kálmán; Kostüme: Dóra Pattantyus; Musik und Sounddesign: Flora Matisz; Dramaturgie: Ármin Szabó-Székely, Julia Engelmayer.

Mit Tobias Artner, Tim Breyvogel, Florian Carove, Marthe Lola Deutschmann, Bettina Kerl, Julia Kreusch, Laura Laufenberg, Lennart Preining, Michael Scherff u.a.

Landestheater NÖ – Großes Haus: Premiere 2. Dezember 2022, 19:30 Uhr; letzte Aufführung 18. März 2023.
Zu Gast an der Bühne Baden: 31. Jänner & 1. Februar 2023.

Die Fledermaus

Operette von Carl Haffner und Richard Genée. Musik von Johann Strauss Sohn.

Alle gegen einen: Gabriel von Eisenstein hat vor 15 Jahren den mit ihm „befreundeten“ Dr. Falke öffentlich lächerlich gemacht. Aus Rache überbringt Falke Eisenstein eine Einladung der russischen Oligarchin Alexandra Orlofskaya zu einem feudalen Fest ins Casino.

Eigentlich sollte Eisenstein zeitgleich eine Arreststrafe absitzen.

Teil von Falkes Intrige ist, dass nach und nach auf diesem Clubbing auch Eisensteins Frau Rosalinde, deren früherer Geliebter Alfred, Eisensteins Haushaltshilfe Adele und der Gefängnisdirektor Frank eintreffen. Nach einer turbulenten Nacht gibt es für Eisenstein ein böses Erwachen...

Das opus summum des Walzerkönigs Johann Strauss Sohn enthält unvergessene Melodien wie „Ich lade gern’ mir Gäste ein“, „Im Feuerstrom der Reben“, „Trinke Liebchen, trinke schnell“ oder „Brüderlein und Schwesterlein“.

Musikalische Leitung: Franz Josef Breznik; Inszenierung: Michael Lakner; Bühne: Manfred Waba; Kostüme: Friederike Friedrich; Choreografie: Anna Vita

Gabriel von Eisenstein: Reinhard Alessandri; Rosalinde, seine Frau: Cornelia Horak; Alfred, ein Tenor und Rosalindes ehemaliger Geliebter: Clemens Kerschbaumer; Frank, Gefängnisdirektor: Gezim Berisha; Doktor Falke, Rechtsanwalt: Thomas Zisterer; Prinzessin Alexandra Orlofskaya, eine russische Oligarchin / Frosch, Gefängnisaufseher: Verena Scheitz; Adele, Eisensteins Haushaltshilfe: Loes Cools; Doktor Blind, Advokat: Beppo Binder; Ida, Adeles Schwester: Angelika Niedetzky.

Stadttheater Baden: Premiere 17. Dezember 2022, 19.30 Uhr Weitere; letzte Vorstellungen 3. Februar 2023
Einführungsgespräch: 11. 12. 2022, 10.30 Uhr, Max-Reinhardt-Foyer

Gastspiel Festspielhaus St. Pölten: März 2023, 18.00 Uhr

Funny Girl

Musik von Jule Styne, Gesangstexte von Bob Merrill. Buch von Isobel Lennart nach einer Originalvorlage von Miss Lennart. Deutsche Fassung von Heidi Zerning.

Funny Girl ist eine der Aufsteigergeschichten, die die Herzen höherschlagen lässt: Ein „armes hässliches Entchen“ wird ein strahlender Stern am Himmel des Showbusiness.

Isobel Lennart hat den Lebensweg der legendären Broadway-Sängerin Fanny Brice beschrieben, die während der ersten Jahrzehnte des 20. Jahrhunderts aus den ärmlichen Verhältnissen der Lower East Side in den Glanz der verschwenderischen Ziegfeld-Revuen aufstieg.

Die Musik schwelgt mit unglaublichem Schwung in der Vaudeville-Vergangenheit, ist temperamentvoll und einfallsreich. Barbra Streisand erhielt einen Oscar für ihre Hauptrolle in der Verfilmung aus dem Jahr 1968, in dem Omar Sharif ihr Filmpartner war.

Musikalische Leitung: Franz Josef Breznik; Inszenierung: Isabella Gregor; Ausstattung: Alexia Redl; Choreografie: Sven Niemeyer

Fanny Brice: Johanna Arrouas; Nick Arnstein: Thomas Weissengruber; Mrs. Brice: Shlomit Butbul; Mrs. Strakosh: Kerstin Grotian; Eddie Ryan: Jens Janke; Florenz Ziegfeld, Jr.: Christoph Wagner-Trenkwitz; Emma, Garderobiere: Cornelia Ertl; Tom Keeney: Beppo Binder; John, Inspizient / div. Gäste u.a.: Michael Duregger; Bühnentechniker / Arbeiter / Paul, Oberkellner / Benji / Dienstmann / Bote u.a.: Nicolas Huart; Heckie, Taxifahrer / Bühnenmeister/ Schaffner / Rinaldi / Snub Taylor: Artur Ortens; Jenny (Ziegfeld-Girl) / Bubbles (Keeney-Girl) u.a.: Marjeta Urch; Polly (Keeney-Girl) / Cathy (Ziegfeld-Girl) u.a.: Ilvy Schultschik.

Stadttheater Baden: Premiere 28. Jänner 2023, 19.30 Uhr; letzte Vorstellung 25. März 2023
Einführungsgespräch: 22. 1. 2023, 10.30 Uhr, Max-Reinhardt-Foyer

Carmen

Libretto von Henri Meilhac und Ludovic Halévy. Musik von Georges Bizet. In deutscher Sprache

Die verführerische selbstbewusste Carmen, die in einer Zigarettenfabrik in Sevilla arbeitet, steht im Mittelpunkt dieser leidenschaftlichen Geschichte. Carmen gewinnt den Sergeant Don José für sich, verliert aber nach und nach das Interesse an ihm und wendet sich dem Stierkämpfer Escamillo zu. In der drückenden Hitze Andalusiens spitzt sich das Drama zwischen Carmen und dem ihr hörigen Don José zu: Wenn er sie nicht haben darf, dann keiner! Carmen, die ihre Freiheitsliebe mit dem Tod bezahlt, ist eine der herausragenden Opernfiguren des Musiktheaters: Aufgrund der mitreißenden „spanischen“ Rhythmen und der vielen eingängigen Melodien wie der „Habanera“ oder des Auftrittsliedes Escamillos, zählt CARMEN bis zum heutigen Tag zu den populärsten Opernwerken.

Nach 76 Jahren erlebt diese packende Geschichte ihre Renaissance am Stadttheater, denn zuletzt wurde CARMEN hier 1947 als Gastspiel präsentiert.

Musikalische Leitung: Michael Zehetner; Inszenierung: Michael Lakner; Bühne: Michael Lakner / Gerhard Nemec; Kostüme: Mareile von Stritzky; Choreografie: Anna Vita

Carmen: Natalia Ushakova; Don José, Sergeant: Vincent Schirrmacher; Zuniga, Leutnant: Gezim Berisha; Moralés, Sergeant / Dancairo, Schmuggler: Thomas Zisterer; Escamillo, Stierkämpfer: Reinhard Alessandri; Andres, Sergeant / Remendado, Schmuggler: Beppo Binder; Frasquita, Carmens Freundin: Loes Cools; Mercedes, Carmens Freundin: Domenica Radlmaier; Micaëla, Bauernmädchen: Ivana Zdravkova.

Stadttheater Baden: Premiere 25. Februar 2023, 19.30 Uhr; letzte Vorstellung 31. März 2023
Einführungsgespräch 19. 2. 2023, 10.30 Uhr, Max-Reinhardt-Foyer

Primavera

Ballettabend in zwei Teilen von Can Arslan und Anna Vita. Dieser Ballettabend ist zwei großen Musikstücken und Lebensthemen gewidmet.

LUNAR
Der Mond, das uralte Symbol des Weiblichen, vermittelt zwischen Geist (Sonne) und Körper (Erde).
Wenn wir ganz werden wollen, müssen wir die Kräfte der männlichen und weiblichen Energien, die im Universum spielen, ins Gleichgewicht bringen und können dann unser Leben gut und weise leben.

LE SACRE DU PRINTEMPS
Im zweiten Teil des Abends erklingt Igor Strawinskys epochale Ballettmusik „Le sacre du printemps“. Dieses Werk gilt aufgrund seiner außergewöhnlichen rhythmischen Klangstrukturen als ein Schlüsselwerk der Musik des 20. Jahrhunderts. Die Uraufführung 1913 ging als einer der größten Theaterskandale in die Geschichte ein.
In Anna Vitas Version geht es um den Wunsch, ewig jung zu bleiben, die Kraft des Frühlings einfangen zu wollen.

LUNAR – Musik: „Nocturnes“ von Claude Debussy Musikalische Leitung: Franz Josef Breznik, Choreografie: Can Arslan, Orchester und Ballett der Bühne Baden.

LE SACRE DU PRINTEMPS – Musik: „Le sacre du printemps“ von Igor Strawinsky, Choreografie: Anna Vita, Ballett der Bühne Baden

Stadttheater Baden: Premiere: 16. März 2023, 19.30 Uhr. Weitere Vorstellungen: 26. März 2023, 15.00 Uhr

Don Quijote von Miguel de Cervantes Saavedra

Eine Koproduktion mit den Vereinigten Bühnen Bozen, Italien und Panevėžio teatras „Menas“, Litauen.

Alle Macht der Fantasie! Don Alonso, ein durchschnittlicher Edelmann aus La Mancha, beschließt eines Tages, als fahrender Ritter in die Welt zu ziehen. Inspiriert durch die Lektüre von Ritterromanen nennt er sich fortan Don Quijote und übernimmt die Rolle des Kämpfers gegen das Böse und streitet für ein neues „Goldenes Zeitalter“. Gemeinsam mit seinem Knappen Sancho Panza sucht er das Abenteuer. Doch statt Heldentaten zu vollbringen, erleiden die beiden oft schmachvolle Niederlagen. In ihrer Vorstellung hingegen sind sie unbesiegbar, sie kämpfen gegen Zauberer, Dämonen und Ungeheuer. In der Realität sind ihre Gegner aber nicht die Riesen aus ihrer Fantasie, sondern normale spanische Windmühlen, die mit ihren Flügeln zurückschlagen.

Miguel de Cervantes Saavedra, selbst ein wilder Abenteurer, beginnt im Jahre 1605 den ersten Teil des Romans im Gefängnis zu schreiben. Bis heute ziehen uns die Abenteuer vom „Ritter von der traurigen Gestalt“ in ihren Bann. „Don Quijote“ ist eine Ikone der spanischen Literatur, ein Mythos der Abenteuerlust und Weltaneignung für alle Träumer*innen und Fantast*innen. Der junge Regisseur Nikolas Darnstädt entwickelt in seinen Arbeiten überraschende Bilderwelten, die in ihrer ästhetischen Überhöhung faszinieren. In seiner Theaterfassung stellt er die Kraft der Ideen, der Kreativität und der Fantasie gegen die Realität und ihre gesellschaftlichen Normen. Für die Inszenierung von „Don Quijote“ arbeitet er mit einem europäischen Ensemble aus Italien, Litauen und Österreich und in verschiedenen Sprachen.

Inszenierung: Nikolas Darnstädt; Bühne und Kostüme: Kollektiv CIAO NOW; Musik und Sounddesign: Lukas Darnstädt; Dramaturgie: Thorben Meißner

Mit Christoph Kail, Bettina Kerl, Sarah Merler, Lennart Preining u.a.

Landestheater NÖ – Theaterwerkstatt: Premiere 17. März 2023; letzte Aufführung 31. Mai 2023

Pygmalion

Von George Bernard Shaw

Eliza Doolittle arbeitet als Blumenverkäuferin auf dem Markt. Mit losem Mundwerk und proletarischem Selbstbewusstsein ausgestattet, trifft sie auf den Phonetikprofessor Higgins. In seiner Profession erkennt sie die Chance zum gesellschaftlichen Aufstieg und bittet ihn um Sprechunterricht. Nach erstem Zögern beschließt Higgins, an Eliza ein Exempel zu statuieren. Er wettet mit seinem Kollegen Pickering, aus dem „Blumenmädchen“ eine Dame der Gesellschaft machen zu können. Voll Eifer nimmt er Eliza bei sich auf und beginnt, sie nach seinen Vorstellungen zu einem perfekt integrierten Wesen der Upper Class zu formen.

Aus heutiger Sicht liest sich „Pygmalion“ als Manifestierung des Diktums von Simone de Beauvoir, dass man nicht als Frau zur Welt kommt, sondern dazu gemacht wird, wobei das Stück die Geschlechterfrage mit Fragen von Klassenbewusstsein verbindet. Dieses „Gemacht werden“ ist auch Kern des dem Stück zugrunde liegenden Mythos aus Ovids „Metamorphosen“: Ein Künstler schafft aus Marmor die Statue einer Frau, der er verfällt, und die von der Göttin Venus zum Leben erweckt wird. George Bernard Shaws Parabel über sexistische Erwartungen an Frauen und über die Verachtung der oberen für die unteren Klassen wurde 1913 im Wiener Burgtheater uraufgeführt. Popkulturell verewigt und um eine Liebesgeschichte ergänzt, wird das Stück in den 1950er-Jahren durch das Musical „My Fair Lady“ neu erzählt.

Inszenierung: Ruth Brauer-Kvam; Bühne und Kostüme: Monika Rovan; Musik: Kyrre Kvam; Dramaturgie: Julia Engelmayer

Mit Tobias Artner, Caroline Baas, Tim Breyvogel, Marthe Lola Deutschmann, Julia Kreusch, Kyrre Kvam, Laura Laufenberg, Michael Scherff

Landestheater NÖ – Großes Haus: Premiere 25. März 2023, 19:30 Uhr; letzte Aufführung 31. Mai 2023
Zu Gast an der Bühne Baden: 30. August 2023

Ein neues Stück

Ausgezeichnet und gefördert durch das Peter-Turrini-Dramatiker Stipendium des Landes Niederösterreich. URAUFFÜHRUNG

Seit 2012 vergibt das Land Niederösterreich in Zusammenarbeit mit dem Landestheater Niederösterreich biennal ein Arbeitsstipendium zur Förderung der zeitgenössischen Dramatik. Schirmherr und Namensgeber des Preises ist Peter Turrini, der zu den wichtigsten österreichischen Theaterautoren der Gegenwart zählt.

Erstmals wurden für das Stipendium 2022/23 neben deutschsprachigen Dramatiker auch internationale Autorinnen und Autoren nominiert. Unsere Kooperationspartner – DRAMA FORUM der uniT Graz und Drama Panorama Berlin – haben drei Autor und ein Kollektiv für den Preis empfohlen: Emanuele Giorgetti und Eliana Rotella und ihr Stück „Rhizome“ (Italien), Thyl Hanscho und sein Stück „Das Pfeifen von Wastéšowó“, Alexandra Koch und ihr Stück „oder der stillste Tag“ sowie Michaela Zakuťanská und ihr Stück „Alter“ (Slowakei).

Die jungen, aufstrebenden Regisseure Ebru Tartιcι Borchers, Rachel Müller, Lorenz Nolting und Sebastian Schimböck erarbeiten für das Stücke-Fest eine szenische Skizze der Theatertexte und eine Fach-Jury entscheidet über die Vergabe des Stipendiums. Das neue Stück wird in den folgenden Monaten fertiggestellt werden und von dem Regiepartner oder der Regiepartnerin im Mai 2023 in der Theaterwerkstatt uraufgeführt.

Mit Tobias Artner, Caroline Baas, Sven Kaschte u.a.

Landestheater NÖ – Theaterwerkstatt: Premiere 6. Mai 2023, 19:30 Uhr, letzte Aufführung 10. Juni 2023.

Am Beispiel der Kohlrabi – Wie können wir die Erde reparieren?

In Kooperation mit den zivilgesellschaftlichen Vereinen und engagierten Menschen Niederösterreichs. BÜRGER*INNENTHEATER. URAUFFÜHRUNG

Was würde passieren, wenn wir uns auf eine Zeitreise begeben und 200 Jahre in die Zukunft auf einen anderen Planeten reisen könnten? Wie würden wir auf unsere heutige Welt zurückschauen? Es wäre in etwa so, als würden wir von heute aus auf die Zeit des 19. Jahrhunderts blicken, als es weder Autos noch Flugzeuge gab und die Impfung gegen Tetanus noch nicht erfunden war. Trotzdem wurden schon zu Beginn der Industrialisierung die Mechanismen geschaffen, die zur Ausbeutung von Mensch und Natur führten. Werden die zukünftigen Generationen unser Verhalten als rückschrittlich und rücksichtslos gegen unsere Ressourcen verurteilen? Zahlreiche Protestbewegungen, bestehend aus Menschen aus allen Schichten der Gesellschaft, setzen sich für ein neues Verhältnis zu unserer Natur ein. Neben globalem Denken entsteht zeitgleich lokales Handeln. Das Theaterstück „Am Beispiel der Kohlrabi“ zeigt das Dilemma auf, dass wir heute kaum mehr ein Produkt konsumieren können, ohne dass es auch in größeren weltpolitischen Zusammenhängen entsteht, denn selbst der Samen eines lokalen, niederösterreichischen Kohlrabis wird in China produziert.

Inspiriert von Science-Fiction und utopischen Erzählungen, aber auch auf der Grundlage von Recherchen über lokales Engagement in Niederösterreich entsteht ein kaleidoskopartiges Stück mit dem Bürger*innentheater über die Rettung unseres Planeten, den einzigen Lebensraum, den wir haben.

Inszenierung: Nehle Dick

Landestheater NÖ – Theaterwerkstatt: Premiere 12. Mai 2023, 19:30 Uhr, letzte Aufführung 6. Juni 2023.

Der Graf von Luxemburg

Operette in 3 Akten von A. M. Willner und Robert Bodanzky. Musik von Franz Lehár.

René Graf von Luxemburg, ein verarmter Adeliger, hat sein gesamtes Vermögen verspielt. Da kommt ein zwar unmoralisches, aber umso lukrativeres Angebot gerade recht: Damit Fürst Basil Basilowitsch eine nicht ganz standesgemäße Sängerin namens Angèle Didier heiraten kann, soll René eine Scheinehe mit besagter Dame eingehen, um ihr zum notwendigen Adelstitel zu verhelfen – natürlich gegen ein dementsprechend angemessenes Entgelt und unter der Bedingung, Angèle nie kennenlernen zu dürfen. Gesagt, getan: Die Ehe wird geschlossen, ohne dass Angèle und René sich sehen.

Zu guter Letzt sind es genau die zwei, welche nicht wissen, dass sie miteinander verheiratet sind, die einander durch Zufall persönlich kennen und lieben lernen.

Pariser Flair und Operettenglück: Mit „Bist du’s, lachendes Glück, das jetzt vorüberschwebt?“, „Mädel klein, Mädel fein“ oder „Sie geht links, er geht rechts“, schrieb Lehár – dessen Todestag sich 2023 zum 75. Mal jährt, eine der zündendsten Operetten der goldenen Epoche.

Musikalische Leitung: Franz Josef Breznik; Inszenierung: Thomas Smolej; Bühne: Marcus Ganser; Kostüme: Ágnes Hamvas; Choreografie: Anna Vita.

René Graf von Luxemburg: Iurie Ciobanu; Angèle Didier, Sängerin: Sieglinde Feldhofer; Fürst Basil Basilowitsch: Roman Frankl; Gräfin Stasa Kokozowa: Marika Lichter; Armand Brissard, Maler: Thomas Zisterer; Juliette Vermont: Claudia Goebl; Sergei Mentschikoff, Notar: Beppo Binder.

Sommerarena Baden: Premiere 6. Juni 2023, 19.00 Uhr; letzte Vorstellung 20. August 2023
Einführungsgespräch 11. 6. 2023, 10.30 Uhr, Max-Reinhardt-Foyer

Cabaret

Buch von Joe Masteroff nach dem Stück „Ich bin eine Kamera“ von John van Druten und Erzählungen von Christopher Isherwood. Gesangstexte von Fred Ebb. Musik von John Kander. Deutsch von Robert Gilbert.

In der reduzierten Orchesterfassung von Chris Walkers Originalproduktion am Broadway unter Leitung von Harold Prince.

Berlin, Anfang der 1930er Jahre: Cliff Bradshaw, ein junger amerikanischer Schriftsteller, reist nach Berlin, um dort einen Roman zu schreiben. Im Kit-Kat-Klub lernt er die Sängerin Sally Bowles kennen. Sie verlieben sich ineinander und könnten so glücklich sein, würde nicht der heraufziehende Nationalsozialismus alle Zukunftshoffnungen zunichtemachen…

„Willkommen! Bienvenue! Welcome!“ – die vom Ragtime und frühen Jazz inspirierte Musik Kanders sowie die durch Masteroff eingefügten revueartigen Nummern im Kit-Kat-Club, die die Handlung einrahmen, bilden eine Reminiszenz an die Musicals der 1920er Jahre. Der Musicalklassiker wurde 1966 am Broadway uraufgeführt. Die Verfilmung von 1972 mit Liza Minelli in der Rolle der Sally Bowles wurde mit acht Oscars prämiert.

Musikalische Leitung: Andjelko Igrec; Inszenierung: Leonard Prinsloo; Bühne: Alexandra Burgstaller; Kostüme: Mareile von Stritzky; Choreografie: Christina Comtesse.

Master of Ceremonies, Conférencier: Drew Sarich; Sally Bowles: Ann Mandrella; Herr Schultz: René Rumpold; Fräulein Schneider: Maya Hakvoort; Cliff: Alexander Donesch; Fräulein Kost: Iva Schell; Ernst Ludwig: Jan Walter.

Stadttheater Baden: Premiere 7. Juli 2023, 19.30 Uhr; letzte Vorstellung 25. August 2023
Einführungsgespräch 1. 7. 2023, 10.30 Uhr, Max-Reinhardt-Foyer

Frühjahrsparade

Operette in zwei Teilen von Ernst Marischka und Hugo Wiener (nach einer Idee von Gustav Holm). Gesangstexte von Ernst Marischka, Hugo Wiener, Robert Gilbert, Wilhelm Sterk. Musik von Robert Stolz.

Wiener, Robert Gilbert, Wilhelm Sterk. Musik von Robert Stolz.

Der Deutschmeisterkorporal Willi hat einen Marsch mit dem Titel „Frühjahrsparade“ komponiert. Durch vielerlei Verwicklungen ergeht ein Aufführungsverbot. Der Marsch darf nicht gespielt werden, es sei denn, auf Anordnung des Kaisers…

Der jungen Marika gelingt es mit Hilfe eines kleinen Tricks, den Kaiser umzustimmen, der Marsch wird bei der Frühjahrsparade gespielt und ist der große Erfolg der Veranstaltung.

1963 entstand die Bühnenfassung des bereits dreimal verfilmten Stoffes. Die wohl bekannteste Leinwand-Version des Sujets ist der Film DIE DEUTSCHMEISTER mit Romy Schneider, Magda Schneider, Hans Moser und Paul Hörbiger.

Die Erfolgsschlager des Stückes: „Wien wird schön erst bei Nacht“, „Singend, klingend, ruft uns das Glück“ oder „Im Frühling, im Prater, in Grinzing, in Wien“.

Musikalische Leitung: Michael Zehetner; Inszenierung: Michael Lakner; Bühne: Erich Uiberlacker; Kostüme: Friederike Friedrich; Choreografie: Anna Vita.

Hansi Gruber, Sängerin: Miriam Portmann; Marika, ihre Nichte: Verena Barth-Jurca; Willi Sedlmaier, Korporal: Ricardo Frenzel Baudisch; Gustl von Laudegg, Oberleutnant: Clemens Kerschbaumer; Therese Hübner, Bäckermeisterin: Angelika Niedetzky; Fritz, Bäckerlehrling: Jonas Peter Zeiler; Hofrat Neuwirth: Oliver Baier; von Laudegg, Oberhofmeister: Roman Frankl; Klothilde von Laudegg, seine Gattin: Gerald Pichowetz; Swoboda, Friseur / Ketterl, Kammerdiener: Beppo Binder; Der Kaiser: N.N.

Sommerarena Baden: Premiere 30. Juli 2023, 19.30 Uhr; letzte Vorstellung 27. August 2023
Einführungsgespräch: 23. 7. 2023, 10.30 Uhr, Max-Reinhardt-Foyer

Sommerspielplan der Bühne Baden

Sommerarena

  1. Im weißen Rössl
    Premiere: 17. Juni 2022
    Letzte Vorstellung: 26. 8. 2022
  2. Kaiserin Joséphine
    Premiere: 29. Juli 2022
    Letzte Vorstellung: 28. 8. 2022

Stadttheater

  • Sunset Boulevard
    Premiere: 8. Juli 2022
    Letzte Vorstellung: 25. 8. 2022

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Winterspielplan der Bühne Baden

Stadttheater

  1. NEUN
    Premiere: 22. Okt. 2022
    Letzte Vorstellung: 26. 11. 22
  2. Robin Hood
    Premiere: 19. Nov. 2022
    Letzte Vorstellung: 29. 12. 22
  3. Der Nussknacker
    Premire: 5. Nov. 2022
    Letzte Vorstellung: 21. 12. 22
  4. Die Fledermaus
    Premiere: 17. Dez. 2022
    Letzte Vorstellung: 3. 2. 23
  5. Der Nussknacker
    Premire: 17. Dezember 2021
    Weitere Vorstellungen: 30. Dez. 21 & 2. Jänner 22
  6. Funny Girl
    Premiere: 28. Jänner 2023
    Letzte Vorstellung: 25. 3. 23
  7. Carmen
    Premiere: 25. Feber 2023
    Letzte Vorstellung: 31. 3. 23
  8. Primavera
    Premiere: 16. März 2023
    Weitere Vorstellung: 26. 3. 2023

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Bühne Baden: Spielzeitmotto 2022/23

Spielzeitmotto 2022/23

Landestheater Niederösterreich Spielzeit 2022/23

Mitgliederversammlung der Kulturszene Kottingbrunn 2022