Die geschiedene Frau

Operette in drei Akten von Viktor Léon, Musik von Leo Fall.

Die eifersüchtige Jana von Lysseweghe will sich scheiden lassen: Ihr Mann Karel hat unabsichtlich eine Nacht im Schlafcoupé mit der jungen Gonda van der Loo verbracht, der er sein Abteil aus Platznot zur Verfügung gestellt hat. Karel beteuert seine Unschuld. Als aber im Prozess bekannt wird, dass Gonda Anhängerin der freien Liebe ist, glaubt man Karels Verteidigungsversuchen nicht mehr. Die Ehe wird geschieden.

Nach vielen amourösen Verwicklungen, in die auch der Gerichtspräsident Lucas van Deesteldonck und Janas Vater Pieter te Bakkenskjil verstrickt sind, kommt es schlussendlich doch noch zur Wiederversöhnung zwischen Jana und Karel. Die Begriffe „Moral“ und „Freiheit“ werden hier auf den Kopf gestellt.

Leo Falls laszive moderne Operette wurde 1908 uraufgeführt und zuletzt 1910 am Badener Stadttheater gezeigt.

Zu den Schlagern der Operette zählen das Marsch-Quintett „Ich und du und Müllers Kuh“, einer der mitreißendsten Tanzwalzer der Operettenliteratur „Kind, du kannst tanzen“ und das Duett „Man steigt nach“.

Musikalische Leitung: Oliver Ostermann, Inszenierung & Choreografie: Leonard Prinsloo, Bühne: Su Pitzek, Kostüme: Mareile von Stritzky.

Besetzung: Karel von Lysseweghe, Hofsekretär – Matjaž Stopinšek; Jana, seine Frau – Maya Boog; Pieter te Bakkenskjil, ihr Vater – Peter Horak; Gonda van der Loo – Martha Hirschmann; Rechtsanwalt de Leije – Franz Josef Koepp; Lucas van Deesteldonck, Gerichtspräsident – Artur Ortens; Scroop, Schlafwagenconducteur – Robert R. Herzl; Adeline, seine Braut – Gabriele Kridl; Willem Krouwevliet, Fischer – Thomas Malik; Martje, seine Frau – Sylvia Rieser; Ruitersplat, Gerichtsbeisitzer – Florian Resetarits; Dender, Gerichtsbeisitzer – Jan Walter; Professor Wiesum, Sachverständiger – Robert Kolar; Professor Tjonger, Sachverständiger – Robert Sadil.

Leonard Prinsloo ließ die Darsteller mit weißem Gesicht und dunkelroten Lippen auftreten. Dies, um wie er mir sagte, auf den Expressionismus in dem diese "moderne" Operette entstand hinzuweisen.
Übrigens, das Marsch-Quintett "Ich und du und Müllers Kuh" ist als Ersatz für den ursprünglichen Marsch "7 Damen und Gonda" der wegen seines frivolen Textes dem Rotstift zum Opfer fiel.In dieser Fassung darf Gonda nicht direkt zur erotischen Libertinage aufrufen, sondern führt vier Männer als Esel vor, die nach ihrem Takt Polka tanzen ...
Das Duett "Man steigt nach" wurde laut einer Anektode in einer knappen Viertelstunde geschrieben.

Wie vom Badener Theater gewohnt begeisterte das Orchester unter der Leitung von Oliver Ostermann die Premierenbesucher. Das Balett und der Chor der Bühne Baden erbrachten ebenfalls wieder eine tolle Leistung, ebenso wie das gesamte Ensemble durch Gesang, Tanz und Schauspiel.

Fantastisch wie das Fischerpärchen, gespielt von Sylvia Rieser und Thams Malik für holländische Flair und herrliche lustige Einlagen sorgte. Artur Ortens verkörperte den Gerichtspräsidenten super und Robert R. Herzl wuchs wieder einmal über sich hinaus und lieferte eine noch bessere Leistung als bei seinen letzten wunderbaren Auftritten in Baden ab. Peter Horak der für den erst kurz vor der Premiere für den überraschen ausgefallenen Wallner einspringen musste und nach 30 Jahren erstmals wieder in Baden auf der Bühne stand, meisterte die Rolle super.
Auch Martha Hirschmann, die, die ursprünglich für Gonda van der Loo vorgesehene Ilia Staple ersetzte sang, tantze und spielte barvourös, Gratulation.
Die beiden Hauptdarsteller Maya Boog als Jana und Matjaz Stopinsek als Karel von Lyssweghe (Hofsekretär) brillierten auf der Bühne so, wie man es von den beiden Erwartet. Großartig!

Weitere Bilder finden Sie hier:
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Stadttheater Baden: letzte Vorstellung 22. März 2019

Quasi Jedermann

Helmut Qualtinger, der Menschenimitator. Mit Texten von Helmut Qualtinger; Musik von Wiener Blond Uraufführung!

Bis heute gilt er als die Verkörperung der österreichischen Seele. Sein Wiener Schmäh, dessen sprachliche Wurzeln bis zu Ödön von Horváth, Karl Kraus und Johann Nepomuk Nestroy reichen, sorgte für Begeisterungsstürme bei seinem Publikum. Die hochkomischen „Travnicek“-Dialoge des ewigen Nörglers mit seinem Partner Gerhard Bronner und die Interpretation des „Gschupften Ferdl“, der sich beim Tanz ein blaues Auge holt, gingen in die Kabarettgeschichte ein. Doch Helmut Qualtinger, den das ganze Land liebevoll den „Quasi“ nannte, war zugleich ein Stachel im Fleisch der spießbürgerlichen Nachkriegszeit. Witz und bitterböser Tiefsinn, treffsichere Pointe und Verzweiflung an den herrschenden Zuständen lagen bei ihm nah beieinander. Mit dem Monolog „Der Herr Karl“ von 1961 setzten Qualtinger und Carl Merz dem typischen Mitläufer und gesinnungslosen Opportunisten ein literarisches Denkmal. „Der Herr Karl“ löste eine nationale Kontroverse aus und wurde, weit über die österreichischen Grenzen hinaus, zur Kultfigur. „Quasi Jedermann“ ist eine musikalische Hommage an den Schriftsteller, Schauspieler, Kabarettisten und unvergleichlichen „Menschenimitator“, wie Helmut Qualtinger sich selbst bezeichnete. Gemeinsam mit dem bekannten Wienerlied-Beatbox-Duo „Wiener Blond“ und unserem Schauspiel-Ensemble wird die Regisseurin Christina Tscharyiski seine unsterblichen Figuren, die leidenschaftliche Lust an der Sprache und die unvergesslichen Lieder wieder aufleben lassen.

Inszenierung Christina Tscharyiski, Bühne Sarah Sassen, Kostüme Miriam Draxl, Musik Wiener Blond.
Besetzung: Tobias Artner, Hanna Binder, Josephine Bloéb, Tim Breyvogel, Michael Scherff, Wiener Blond Verena Doublier, Wiener Blond Sebastian Radon.

Landestheater NÖ, Großes Haus: letzte Vorstellung 9. März 2019
Stadttheater Baden: Freitag 23. 8. 2019

BEgeisternde Comedy

„Doppelt hält besser“ – neues Programm des Musikkabarett-Duos „BE-Quadrat“

Das Musikkabarett-Duo „BE-Quadrat“ bestehend aus Bettina Bogdany und Bernhard Viktorin haben ein neues Programm. „Doppelt hält besser“ verspricht Klavierakrobatik zum Staunen sowie jede Menge humorige Comedy Einlagen. Die Musik dafür stammt fast zur Gänze aus der eigenen Feder der beiden Talente.

Zwischen den zwei Musikkabarettisten, die nicht unterschiedlicher sein könnten, kommt es zu allerlei Reibereien auf der Bühne. Während Bettina als strukturiert, ordnungsliebend und etwas unflexibel gilt, geht Bernhard als kreativer Chaot an Projekte heran und bringt dabei vieles, das bereits in Stein gemeißelt ist, komplett durcheinander. Tatsächlich aber haben die beiden längst erkannt, welch harmonisches Duo sie auf der Bühne abgeben und wie sehr sie einander bereichern. Doppelt hält besser! Dies ist auch das Motto ihres nunmehr zweiten Kabarettprogramms, das sie nun auf zahlreichen Bühnen in Wien, Niederösterreich und dem Burgenland zum Besten geben. Die Premiere fand am 1. März im Metropoldi statt. Zwei Tage später folgt eine Vorstellung in der legendären „Eden Bar“.

Von Musikmedleys bis humoristische Benimmtipps

Das Publikum darf sich auf ein bunt gemischtes Kabarettprogramm freuen, wo zudem viel musiziert wird. Langweilige Klaviereinlagen kommen den zwei Profis aber nicht auf die Bühne – ganz im Gegenteil können Sie sich auf beeindruckende Klavierakrobatik einstellen, wo gute Musik mit verrückten Einlagen kombiniert wird. Der Fokus liegt auf selbstkomponierten Liedern mit Ohrwurmgarantie.

Neben dem Klavier als fixer Bestandteil der Show stehen dieses Mal auch eine Cajon sowie eine Gitarre zur Verfügung, auf die die zwei Kabarettisten zuweilen zurückgreifen, um für ausgelassene Stimmung zu sorgen. Bettina und Bernhard bieten im Zuge des Abends u.a. Einblick in ihre musikalische Früherziehung im Klavierunterricht und singen von ihrem Dasein als Swing-Bestandteil im Musicalgenre. Mit viel Humor geben sie Tipps, wie man sich als perfekter Zuschauer in der Oper, bei einem Hip Hop- oder Rock-Konzert zu verhalten hat. Für Furore sorgen wird wieder eines ihrer von Fans geliebten Medleys – dieses Mal aus der Fernsehwelt, wo bekannte Melodien aus Zeichentrickserien, der Werbung oder aus Filmen in Form eines Medleys besungen werden.

Bereits im vorigen Programm „In den Beziehungskisten“ konnte das Power-Duo mit dem Supermedley begeistern, im Zuge dessen die zwei innerhalb von acht Minuten beliebte Musikhits von heute bis zurück in die 50er Jahre kurz ansingen und diese mit schauspielerischen Elementen gekonnt untermalen. Das Supermedley als geplante Zugabe im aktuellen Programm entlässt die Zuschauer mit verblüfften Gesichtern.

Alle, die ein Faible für gute Pointen und tolle Stimmen haben, werden einen Abend mit BE- Quadrat genießen. Eine Vorliebe fürs Musical ist keine Voraussetzung.

Aus der Musicalbranche auf die Kabarettbühnen

Beide Teile des humorigen Kabarettduos sind in der Musicalszene großgeworden und haben zahlreiche Rollen auf unterschiedlichen Bühnen des deutschsprachigen Raumes (z.B. Raimundtheater, Ronacher, Volksoper, Landestheater Linz, Stadttheater Klagenfurt, Operettenhaus Hamburg, Theater des Westens Berlin uvm.) eingenommen und mitkreiert. Bernhard Viktorin spielte z.B. in West Side Story sowie Jesus Christ Superstar, in Sugar – manche mögen´s heiß sowie in Go West. Er war bei der ORF Castingshow „Musical! Die Show“ einer der zehn Finalisten. Dazu kommen Engagements in Sister Act sowie in Sunset Boulevard oder Der Besuch der alten Dame uvm. Bettina Bogdany war in bekannten und allseits beliebten Stücken wie Rebecca sowie Elisabeth, Der Mann von La Mancha oder The last five years zu sehen. Sie tourte mit der Nacht der Musicals durch Österreich, Deutschland und die Schweiz und sang bei zahlreichen Galakonzerten. Bettina arbeitet zusätzlich als Pianistin und musikalische Leiterin in unterschiedlichsten Produktionen.

Kulturszene Kottingbrunn – www.kulturszene.at: 17. Februar 2019; 18:00 Uhr

Liliom

Von Franz Molnár. Eine Koproduktion mit den Vereinigten Bühnen Bozen

Er ist Karussellausrufer, ein Frauenheld und Hallodri: Liliom verdreht im aufgeheizten Milieu im Prater jungen Frauen den Kopf und den Herren, die frech werden, den Arm. Als er sich in das Dienstmädchen Julie verliebt und deshalb von seiner eifersüchtigen Chefin entlassen wird, fällt er in ein Loch: Konfrontiert mit der Leere seines Daseins, ohne Aussicht auf eine finanzielle Besserung der Lebensumstände, versinkt Liliom in Spielsucht und Aggression. Einziger Ausweg scheint ein von seinem zwielichtigen Freund Ficsur vorgeschlagener Raubüberfall. Das soll schnelles Geld für ihn und seine kleine Familie bringen. Trotz schlechten Gewissens entscheidet sich Liliom, Teil des Verbrechens zu werden – doch der Plan geht schief …

„Liliom“, erschienen 1909, gehört zu den bedeutendsten Theaterstücken des 20. Jahrhunderts. Der Autor Franz Molnár erzählt mit viel Gefühl und zartem Humor vom unbedingten Wunsch nach Mehr und von der Sehnsucht nach einem besseren Leben. „Liliom“ entsteht als internationale Koproduktion des Landestheaters Niederösterreich und der Vereinigten Bühnen Bozen. Regisseur Sandy Lopicic inszeniert nach „Die Welt ist groß und Rettung lauert überall“ sowie „Der Revisor“ in der Spielzeit 2018/19 zum bereits dritten Mal am Landestheater Niederösterreich und wird Franz Molnárs Stück mit einem internationalen Ensemble aus SchauspielerInnen und dem bekannten Musikerduo „Die Strottern“ sowie dem Drehleierspieler Matthias Loibner auf die Bühne bringen.

Inszenierung Sandy Lopicic, Kostüme Aleksandra Kica, Musik Die Strottern, Matthias Loibner.
Besetzung: Hanna Binder, Josephine Bloéb, Tim Breyvogel, Patrizia Pfeifer, Tilman Rose, Wiltrud Schreiner, Matthias Loibner, Die Strottern.

Landestheater NÖ Großes Haus: letzte Vorstellung 2. Februar 2019
Stadttheater Baden: Dienstag 26. & Mittwoch 27. 3. 2019 und Mittwoch 27. 3. 2019

Alice im Wunderland

von Lewis Carroll. ab 6 Jahren

Der berühmteste Eingang ins Reich der Fantasie ist ein Erdloch: Eines schönen Tages sitzt Alice auf einer Wiese, als plötzlich ein weißes Kaninchen mit Handschuhen und einer Taschenuhr an ihr vorbeiläuft und unter einer Baumwurzel verschwindet. Alice folgt dem Tier und fällt tief hinunter ins Wunderland. Dort ist nichts, wie es auf den ersten Blick scheint. Alles ist auf magische Weise anders als in der Welt der Erwachsenen. Auf den Spuren des Kaninchens begegnet sie einem verrückten Hutmacher, dem Märzhasen und einer weisen Raupe. Sie erhält Botschaften von der Grinsekatze und ist zu Gast auf der schrägsten Tee Party der Welt. Auf ihrer Reise durch das Wunderland meistert Alice die merkwürdigsten Abenteuer und wächst dabei über sich hinaus.

Inszenierung Simon Windisch, Bühne und Kostüme Lisa Horvath, Musik Robert Lepenik.
Besetzung: Tobias Artner, Cathrine Dumont, Robert Lepenik, Michael Scherff, Othmar Schratt, Nora Winkler.

Landestheater NÖ, Großes Haus: letzte Vorstellung 30. März 2019
Stadttheater Baden: Dienstag 19. & Mittwoch 20. März 2019

Show Boat

Musik von Jerome Kern; Buch und Songtexte von Oscar Hammerstein II Nach dem Roman „Show Boat“ von Edna Ferber. Deutsche Fassung von Frank Thannhäuser.

Das 1927 uraufgeführte Musical Show Boat war der Wegbereiter für das Goldene Zeitalter des Broadway-Musicals. Show Boat spielt Ende des 19. Jahrhunderts in den Südstaaten der USA und deckt nicht nur eine Zeitspanne von 40 Jahren an unterschiedlichen Orten ab. Es thematisiert außerdem ethnische Konflikte, zerbrochene Ehen und Selbstreflexionen über das Theaterleben. Es behandelt sowohl das Leben der armen afroamerikanischen Arbeiter und Arbeiterinnen als auch das der weißen Künstlertruppe auf dem Theaterschiff „Cotton Blossom“.

Im Hintergrund der Liebesgeschichte zwischen dem Theaterkind Magnolia und dem Glücksspieler Ravenal verläuft parallel die Geschichte von Joe und seiner Frau Queenie, die sich in der von Weißen dominierten (Theater-)Welt abschuften.

Joes Lied „Ol’ Man River“ ist ein Evergreen geworden. Von Anfang an war sich die Kritik einig, dass Show Boat ein Meilenstein der Musicalgeschichte ist.

Musikalische Leitung: Franz Josef Breznik; Inszenierung: Michael Lakner; Ausstattung: Monika Biegler; Choreografie: Michael Kropf.

Besetzung: Kapitän Andy Hawks – Beppo Binder; Parthy Ann Hawks, seine Frau – Uschi Plautz; Magnolia Hawks-Ravenal, beider Tochter – Valerie Luksch; Gaylord Ravenal, ihr Ehemann – Thomas Weinhappel; Joe, Schiffsarbeiter auf dem Show Boat – Zelotes E. Toliver; Queenie, Köchin auf dem Show Boat – Terja Diava; Julie La Verne, Schauspielerin – Jil Clesse; Steve Baker, Schauspieler, ihr Ehemann – Thomas Weissengruber; Ellie May Chipley – Verena Barth-Jurca; Frank Schultz, Schauspieler – Benjamin Plautz; Windy, ein junger Schiffer / Junger Mann mit Gitarre – Nicolas Huart; Sheriff Vallon / Charlie, Portier im Trocadero – Florian Fetterle; Pete, Maschinist / Jake, Pianist im Trocadero – Alexander Donesch; Rubberface / Jim, Eigentümer des Trocadero – Thomas Smolej; Vermieterin / Alte Frau am Pier – Michaela Mock.

Stadttheater Baden: Premiere 23. Februar 2019, 19.30 Uhr, letzte Vorstellung 30. März 2019
Einführungsgespräch 17. Februar 2019, 11.00 Uhr, Max-Reinhardt-Foyer

Der Tag, an den mein Großvater ein Held war

Von Paulus Hochparterre, Uraufführung!

„So wäre es am ehesten gewesen.“ Paulus Hochgatterers jüngster Roman erzählt in der Möglichkeitsform und aus unterschiedlichen Perspektiven über die Ereignisse der letzten Kriegstage im Frühjahr 1945. Schauplatz ist ein Bauernhof im niederösterreichischen Mostviertel. Neben der Familie Leithner mit ihren fünf Töchtern leben dort auch die 13-jährige Nelli, die bei einem Bombenangriff ihre Erinnerung verloren hat, und ein weißrussischer Kriegsgefangener, der im Heustadel des Hofes unterkommt. Er ist Maler und versteckt ein geheimnisvolles Bild vor der Familie. Im dauerhaften Ausnahmezustand versucht die kleine Hofgemeinschaft trotzdem eine Art von Alltag. Als sich noch drei Wehrmachtssoldaten einquartieren, eskaliert die Situation und die Zivilcourage der Leithners wird auf die Probe gestellt.

Mit „Der Tag, an dem mein Großvater ein Held war“ schrieb der österreichische Kinderpsychiater und vielfach ausgezeichnete Schriftsteller Paulus Hochgatterer eine exemplarische Geschichte davon, wie man im Kriegszustand ein Mensch bleibt. Es geht aber auch um die Ungewissheit des Erinnerns und wie das Verdrängen und Verklären von traumatischen Erlebnissen in einer inhumanen Zeit stattfindet. Es ist ein eindringliches Kammerspiel, atmosphärisch dicht, vielschichtig, sprachlich knapp und präzise, ein „Meisterwerk der deutschsprachigen Gegenwartsliteratur“ (Der Falter).

Inszenierung Moritz Beichl, Bühne Moritz Beichl, Bühne Astrid Klein, Kostüme Astrid Klein, Musik Lukas Wandl.
Besetzung: Tobias Artner, Josephine Bloéb, Tim Breyvogel, Cathrine Dumont.

Landestheater NÖ, Theaterwerkstatt: Premiere 8. März 2019 19 30 Uhr, letzte Vorstellung 9. Mai 2019.

Am Königsweg

Österreichische Erstaufführung von Elfriede Jelinek

„Gewählt ist gewählt“ – nach der letzten amerikanischen Präsidentschaftswahl sitzt der Schock bei den Verlierern so tief wie der neu gewählte König hoch auf seinem Thron. Bei den Gewinnern herrscht Jubel. Mit Immobilien, Golfplätzen und Casinos hat der König ein Vermögen verdient. Ab jetzt führt er die Geschicke des mächtigsten Landes der Welt und verspricht dem wütenden Volk die Befreiung von Arbeitslosigkeit und Kreditschulden. Zahlen sollen die anderen, dafür wird er schon sorgen. Die Wahl des Königs entfesselt weitere Kräfte und bringt ein schreckliches Schicksal.

Das neueste Stück der Literaturnobelpreisträgerin Elfriede Jelinek wagt den Blick in die jüngste Vergangenheit und nahe Zukunft und stellt die brisanten politischen Fragen unserer Zeit: Wie wollen wir künftig leben? Wieso lernen wir nicht aus den Fehlern der Vergangenheit? Wieso scheinen alle mit Blindheit geschlagen, vom König angefangen bis hin zu seinem Volk? Und was haben mit alledem Miss Piggy und ihre Freunde aus der Muppet Show zu tun? Elfriede Jelinek gehört seit Jahren zu den wichtigsten Stimmen des zeitgenössischen Theaters. Mit ihren sprachlich brillanten und assoziativen Textflächen findet sie historische Parallelen zu den Phänomenen unserer politischen Gegenwart, von den Idolen der Popkultur, den Helden der großen Königsdramen Shakespeares bis hin zum antiken König Ödipus.

Inszenierung Nikolaus Habjan, Bühne Jakob Brossmann, Kostüme Cedric Mpaka, Video Johannes Hammel, Musik Kyrre Kvam.
Besetzung: Hanna Binder, Bettina Kerl, Manuela Linshalm, Tilman Rose,

Landestheater NÖ, Großes Haus: Premiere Samstag 16. März 2019 19.30 Uhr, letzte Vorstellung Dienstag 30. April 2019
Stadttheater Baden: Mittwoch 22. & Donnerstag 23. Mai 2019

Salon Pitzelberger

Operette in zwei Akten. Musik von Jacques Offenbach; Libretto nach Rémy, L’Epine, Crémieux und Halévy; Textneufassung von Martin Gesslbauer und Robert Kolar. Badener Erstaufführung.

Der neureiche Julius von Pitzelberger hat große Pläne: Er möchte sich mit einem Hauskonzert in die sogenannte bessere Gesellschaft einführen, weshalb er für die Eröffnung seines musikalischen Salons drei berühmte italienische Opernsänger engagiert. Kurz vor dem Ereignis stellt sich heraus, dass nicht nur die drei Künstler, sondern auch fast alle Eingeladenen ihr Erscheinen verweigern.

Doch was tun, wenn eine Absage unmöglich erscheint, da die einzig verbliebenen Gäste eine finanzkräftige Mäzenin und ein prominenter Musikkritiker sind?

Blamable Turbulenzen sind vorprogrammiert, wenn der Hausherr Pitzelberger, seine Nichte und deren heimlicher Geliebter – der mittellose Musikus Casimir – selbst in die Rollen der italienischen Sänger schlüpfen. Komische Situationen und Sprachwitz in Nestroy’schem Stil in Verbindung mit gewohnt beschwingter Musik machen Salon Pitzelberger zu einer der beliebtesten Operetten von Jacques Offenbach.

Musikalische Leitung: Oliver Ostermann, Inszenierung: Karina Fibich, Bühnenbild: Christof Lerchenmüller, Kostüme: Friederike Friedrich, Choreografie: Leonard Prinsloo.

Besetzung: Julius von Pitzelberger, verwitweter Fabrikant – Helmut Wallner; Ernestine von Pitzelberger, seine Nichte und sein Mündel – Alice Waginger; Casimir Canefas, Komponist – Mahdi Niakan; Carl Brösel, Bedienter – Robert Kolar; Marie Besendorfer, Dienstmädchen – Conny Boes; Freifrau Colonia auf und zu Spittelau und Flötz, wohlhabende Witwe – Sylvia Rieser; Oscar Kerber-Ross, Musikkritiker – Jan Walter.

Stadttheater Baden: Premiere 12. April 2019, 19.30 Uhr; Folgevorstellung 13. April 2019, 19.30 Uhr

Frankenstein

Nach Mary Shelley, von Dominic Oley. Uraufführung!

Bei ihrem Sommeraufenthalt am Genfer See diskutierte eine Gruppe von Schriftsteller und Schriftstellerinnen und Freunden oft über philosophische Hauptfragen, über die Ursprünge des Lebens und, ob es je möglich werden würde, ihnen auf den Grund zu kommen. Der berühmteste unter ihnen war der Dichter Lord Byron, die jüngste war die 19-jährige Mary Shelley. In diesem Sommer 1816 war es unruhig in der Welt. Im Vorjahr war ein indonesischer Vulkan ausgebrochen und die daraus resultierende Klimakatastrophe war so mächtig, dass sie sogar das Wetter in Genf verdarb. Bei Regen und Gewitter musste die Reisegruppe mitten im Sommer den Kamin anzünden und dort ihre abendlichen Runden vor dem Feuer fortsetzen. Sie begannen, sich selbst erfundene Gespenstergeschichten erzählen.
Mary Shelley berichtet, wie sie bei diesen langen Kamingesprächen am Genfer See zusammensaßen und wie sie eines Abends mit der Idee, eine Gespenstergeschichte zu schreiben, ins Bett ging. Entstanden ist, in der Tradition alter englischer Gruselromane, eine meisterhafte Schauergeschichte. Sie erzählt aus dem Leben des Naturforschers Victor Frankenstein, der das „Elixier des Lebens“ findet. Er schafft ein künstliches Wesen und erweckt es zum Leben. Dabei hat er aber nicht bedacht, dass sein Geschöpf auch Gefühle hat. Es sehnt sich nach nichts mehr als nach einer Partnerin ...

Inszenierung Dominic Oley
Besetzung: Tobias Artner, Josephine Bloéb, Cathrine Dumont, Othmar Schratt.

Landestheater NÖ, Theaterwerkstatt: Premiere Samstag 27. April 2019 19.30 Uhr, letzte Vorstellung 11. 6. 2019

Ödipus / Antigone

von Sophokles

Was ist da los in Theben? In der Stadt wütet die Pest, es herrscht Chaos. Der König selbst wird zur Verantwortung gezogen. Mit dem Mord an seinem Vater und der Hochzeit mit der eigenen Mutter hat König Ödipus Schuld auf sich geladen. Unwissentlich hat er dieses Unrecht begangen, behauptet er. Erst der blinde Seher Teiresias verhilft ihm zur Selbsterkenntnis. Verzweifelt über sich selbst und seine Tat, sticht sich Ödipus die Augen aus und flieht aus der Stadt. Das hinterlässt ein Machtvakuum für die nächste Generation. Nicht nur seine rivalisierenden Söhne Eteokles und Polyneikes, sondern auch seine Töchter Antigone und Ismene sind heillos überfordert. Es gilt das schuldbeladene Erbe des Vaters zu überwinden.

Die Saga um König Ödipus, der Konflikt zwischen seinem Nachfolger Kreon und seiner Tochter Antigone und das damit verbundene Schicksal Thebens gehört zu den zentralen Mythen der Antike. Es ist die Chronik einer Herrscherdynastie, in der das Streben nach Macht über Generationen hinweg stärker ist als die Verantwortung für das Gemeinwohl. Es ist auch die Geschichte einer Stadt, deren Untergang mit den machtpolitischen Konflikten dieser Familie eng verknüpft ist.

Inszenierung Alia Luque, Bühne Christoph Rufer, Kostüme Alia Luque, Kostüme Christoph Rufer, Musik Johanna Borchert.
Besetzung: Silja Bächli, Hanna Binder, Tim Breyvogel, Bettina Kerl, Tilman Rose, Michael Scherff.

Landestheater NÖ, Großes Haus: Premiere Samstag 4. Mai 2019, letzte Vorstellung 5. Juni 2019

Altweiberfrühling

von Stefan Vögel, nach dem Schweizer Filmerfolg „Die Herbstzeitlosen“ von Sabine Pochhammer und Bettina Oberli von AmaKult gespielt!

Die 70-jährige Martha sieht nach dem Tod ihres Mannes keinen Sinn mehr im Leben. Ihre drei sehr unterschiedlichen Freundinnen Frieda, Hanni und Lisi wollen sie aus ihrer Depression aufrütteln – und beschließen, Marthas Jugendtraum von der eigenen Dessous-Boutique in die Tat umsetzen. Walter, Marthas Sohn und Pfarrer des Dorfes, gefällt das gar nicht und auch Fritz, der Bürgermeister, ist gegen die Pläne der vier Damen.

Als Walter und Fritz hart durchgreifen und die „Reizwäsche“ auf den Müll werfen, zeigen die „Omas“ dem Rest der Welt, dass sie noch lange nicht zum alten Eisen gehören. Denn für große Träume ist es nie zu spät! Auf anrührende Weise erzählt die Komödie vom Alter, von der zweite Chance im Leben und vom Mut, der nötig ist, um sie zu nutzen.

Besetzung: Regina Brunner, Martina Gutmann, Michael Jahn, Maria Koisser, Gabriele Lesnigg, Enisa Meindl, Franz Schiefer.
Inszenierung: Franz Schiefer

Kulturszene Kottingbrunn: Premiere 10. Mai 2019, 19.30 Uhr; letzte Vorstellung 19. Mai 2019.

Der Vogelhändler

Operette von Moritz West und Ludwig Held Musik von Carl Zeller.

Die Liebe zwischen der Postbotin Christel und dem Tiroler Vogelhändler Adam wird in Verwicklungen und Komplikationen am Hof des regierenden Fürsten auf die Probe gestellt. Im ständeübergreifenden Verwirrspiel lösen sich am Ende aber alle Herzensangelegenheiten in Wohlgefallen auf. Nicht nur Christel und Adam liegen sich in den Armen, sondern auch der kurfürstliche Wald- und Wildmeister Baron Weps und Baronin Adelaide, die Hofdame der Kurfürstin Marie.

Zu den unterhaltsamen Intrigen passt Zellers melodienreiche Musik – darunter die bekannten Nummern „Ich bin die Christel von der Post“, „Wie mein Ahnl zwanzig Jahr’“, „Mir scheint ich kenn’ dich, spröde Fee“, „Ich bin der Prodekan“ und „Schenkt man sich Rosen in Tirol“.

Der außerordentliche Erfolg des Vogelhändlers – er gehört zu den meistgespielten Operetten im Repertoire deutschsprachiger Theater – beruht auch auf der idyllischen Szenerie der Geschichte und der großartigen Bühnenwirksamkeit des Librettos.

Musikalische Leitung: Franz Josef Breznik, Inszenierung: Christa Ertl, Bühne: Christof Lerchenmüller, Kostüme: Alexia Redl, Choreografie: Michael Kropf.

Besetzung: Adam – Clemens Kerschbaumer; Christel, Postbotin – Ilia Staple; Kurfürstin Marie – Regina Riel; Baronin Adelaide, Hofdame der Kurfürstin – Verena Scheitz; Graf Stanislaus – Matjaž Stopinšek; Baron Weps – Sébastien Soulès; Schneck, Dorfschulze – Franz Födinger; Professor Würmchen – Artur Ortens; Professor Süffle – Beppo Binder.

Sommerarena Baden: Premiere 22. Juni 2019, 19.00 Uhr, letzte Vorstellung 25. August 2019
Einführungsgespräch: 16. Juni 2019, 11.00 Uhr, Max-Reinhardt-Foyer

Eine blassblaue Frauenschrift

Von Franz Werfel. Neue Bühnenfassung von Nicolaus Hagg

In blassblauer Frauenschrift ist der Brief geschrieben, der das Leben des erfolgreichen Sektionschefs Leonidas auf den Kopf stellt. Die Handlung spielt in Wien 1936, da hat man sich nach gewissen Kriterien zu richten, wenn man seine Position nicht riskieren will! Da wird es peinlich, wenn nach achtzehn Jahren die Geliebte von einst mit einer Bitte kommt – für einen jüdischen Schüler, der in Deutschland keinen Studienplatz mehr bekommt.

Ist der junge Mann mein Sohn? muss sich Leonidas fragen – und seine Vergangenheit lebt wieder auf. Eine Zeit, in der er für wenige Wochen beruflich getrennt war von seiner schönen, reichen Ehefrau, Amelie Paradini. Unerwartet begegnete er damals einem Mädchen aus seiner Studentenzeit und fand in ihr – für die Dauer von sechs Wochen – die Liebe seines Lebens. Doch aus purem Opportunismus verließ er damals Vera Wormser, nachdem er ihr falsche Vorspiegelungen über ein gemeinsames Leben gemacht hatte. Leonidas war gewillt, dieses „Abenteuer“ zu vergessen und seine aufsteigende Karriere an der Seite seiner Frau weiter zu verfolgen.

Mit dem Brief Vera Wormsers holt ihn sein Schicksal ein. Seine Lebenslüge könnte entdeckt werden.

Besetzung: Leonidas, Sektionschef – Joseph Lorenz, Amelie, seine Frau – Fanny Stavjanik, Vera Wormser, Philosophin – Stefanie Dvorak, Vinzenz Spittelberger, Minister – Peter Matic, Hofrat Skutecky – Peter Moucka, Paul Paradini, Amelies Bruder – Alexander Rossi.

Regie: Julian Pölsler, Bühne: Peter Loidolt, Kostüme: Erika Navas, Licht: John Lloyd Davies.

Theater Reichenau – Großer Saal: Premiere Montag, 1. Juli 2019, 19.30 Uhr; letzte Vorstellung 3. August 2019

Ein Monat auf dem Lande

Eine amüsante Sommerkomödie in fünf Akten von Iwan Turgenjew

Der Sommer ist am schönsten auf dem Lande! So war es auch im zaristischen Russland – insbesondere für jene, die ein Landgut besaßen, wie die reiche Familie Islajew. Hier arbeitet aber nur der Gutsherr selbst mit seinen Bauern, der Rest der Familie vertreibt sich die Zeit mit Kartenspiel, amourösen Anspielungen und kleinen Intrigen.

Das Eintreffen des Studenten Beljajew, der den zehnjährigen Sohn des Hausherrn unterrichten soll, bringt auf einmal aufregendes Leben und zarte Liebesgefühle in die weibliche Gesellschaft. Obwohl er nur „ein ungehobelter, junger Mann von gesunder Denkart“ ist, kann er sogar Islajews Ehefrau bezaubern, sodass ihre Empfindungen in Konkurrenz mit denen der jungen Mädchen im Haus geraten. Was bleibt da noch an Aufmerksamkeit für Nataljas eleganten, klugen Hausfreund Rakitin, der sie seit Jahren anbetet?

Die feinen, humorvollen Elemente des Stücks zeigen sich, wenn Natalja geschickt ihre Nebenbuhlerinnen aussticht, wenn sie die Pflegetochter an den reichen, dummen Nachbarn verkuppelt, den Arzt seine intriganten Fäden spinnen lässt und den ahnungslosen Ehemann wie auch den schöngeistigen Rakitin, auf Distanz hält.

Besetzung: Arkadij S. Islajew, Gutsbesitzer –  Dirk Nocker, Natalja Petrowna, seine Frau    – Julia Stemberger, Kolja, beider Sohn – Valentin Hagg, Werotschka, Pflegetochter      – Maria Schuchter, Anna S. Islajewa, Islajews Mutter – Elisabeth Augustin, Jelisaweta B., Gesellschafterin – Chris Pichler, Michail A. Rakitin, Freund des Hauses – Günter Franzmeier, Alexej N. Beljajew, Student – Tobias Reinthaller, Afanasij I. Bolschintzow, Nachbar – Nicolaus Hagg, Ignatij I. Schpigelskij, Arzt – David Oberkogler, Schaaf, Hauslehrer – Philipp Stix, Matwej, Diener – Aliosha Biz, Katja, Hausmädchen    – Louise Knof.

Regie: Hermann Beil, Bühne: Peter Loidolt, Kostüme: Erika Navas, Licht: John Lloyd Davies, Geige: Aliosha Biz

Theater Reichenau – Neuer Spielraum: Premiere Dienstag, 2. Juli 2019, 19:30 Uhr; letzte Vorstellung 2. August 2019

Der Ruf des Lebens

Schauspiel in drei Akten von Arthur Schnitzler 1905 in Reichenau geschrieben!

Mit dem „Ruf des Lebens“ erleben wir einmal einen anderen Schnitzler. Voll Energie und Überraschungen, mit denen man nicht gerechnet hat!

Für die 26-jährige Titelheldin, Marie, dringt der Wunsch nach einer leidenschaftlich erfüllten Liebe – dieser Ruf des Lebens – mitten hinein in ein freudloses Dasein am Krankenbett des alten Vaters, der trotz seiner Gebrechlichkeit wie ein böser Tyrann den bescheidenen Haushalt beherrscht.

Da nützt es nichts, dass ein Bewerber ihr ein friedliches, ruhiges Glück verspricht! Marie hat in einer durchtanzten Ballnacht bei einem jungen Offizier eine Ahnung von einem anderen Glück erfahren, nach dem jetzt ihre Sehnsucht strebt. Doch dieser Max, Leutnant bei den „Blauen Kürassieren“, hat sich mit seinen Kameraden verschworen, in den sicheren Tod zu ziehen – um eine alte Schuld des Regiments zu sühnen. Auch an ihn geht der „Ruf des Lebens“ – die Versuchung, von dem sinnlosen Heldenmut abzulassen und sein Leben auf ein neues Glück aufzubauen. Die Hindernisse, die sich den jungen Leuten dabei in den Weg stellen, sind so groß, dass sie in Mord, Schuld und Tod getrieben werden. Doch wer diese Erschütterungen überlebt, muss weiterleben und neue Hoffnung finden…

Sprachlich neu gefasst und gekürzt, fesselt dieses wenig bekannte Schnitzler-Stück wie eine Kriminalgeschichte. Spannend und aufregend!

Besetzung: Der alte Moser – Toni Slama, Marie, seine Tochter – Johanna Prosl, Frau Richter – Gabriele Schuchter, Katharina, ihre Tochter – Alina Fritsch, Der Forstadjunkt – Dominik Raneburger, Der Oberst – Thomas Kamper, Irene, seine Frau – Emese Fay, Dr. Schindler, Arzt – Sascha O. Weis, Max Albrecht, junge Offiziere – David Jakob / René Peckl.

Regie: Helmut Wiesner, Bühne: Peter Loidolt, Kostüme: Erika Navas, Licht: Lukas Kaltenbäck; Neue Spielfassung: Renate Loidolt

Theater Reichenau – Großer Saal: Premiere Mittwoch, 3. Juli 2019, 19.30 Uhr; letzte Vorstellung 4. August 2019

Die Schönen und Verdammten

„The Beautiful and Damned“ von Scott Fitzgerald – Romanbearbeitung: Nicolaus Hagg

Die Geschichte einer Clique von Harvard-Boys, schönen Mädchen und reichen Eltern – und einem übermächtig dominierenden Großvater gerät zu einem trefflichen Portrait des „Jazz-Zeitalters“, der „Roaring Twenties“ in den USA.

Anthony Patch ist durch die Millionen seines Großvaters der begehrteste Junggeselle von New York. Doch ganz im Gegensatz zu den strengen Moralvorstellungen des alten Patch, hat Anthony keinen Ehrgeiz, sich durch regelmäßige Arbeit das Ansehen eines wertvollen Mitglieds der Gesellschaft zu geben. Durch seine Freunde wird ihm Gloria zugeführt, das begehrteste und schönste Mädchen der Stadt. Die beiden werden ein Paar und führen ein exzessives Leben. Alkohol im Übermaß, Partys, schöne Appartements, Pelze und Schmuck – bis die Reserven zur Neige gehen.

Will der Großvater nicht endlich sterben und sein Erbe dem einzigen Enkel überlassen?  Nein, er vererbt sein Vermögen seinem servilen Sekretär Mr. Shuttleworth. Anthony und Gloria erleben die harte Verwandlung von den Schönen zu den Verdammten. Ob ihnen Einsprüche und Prozesse doch noch zu dem reichen Erbe verhelfen?

Besetzung: Anthony Patch – Daniel Jesch, Gloria – Wanda Worch, Adam Patch, Anthonys Großvater – Rainer Friedrichsen, Shuttleworth, sein Diener – Gerhard Roiss, Maury & Dick, Anthonys Freunde – Tobias Voigt / Claudius von Stolzmann, Geraldine, Anthonys Geliebte – Nanette Waidmann, Mrs. Gilbert, Glorias Mutter – Cornelia Lippert, Muriel, Glorias Freundin – Johanna Arrouas, Mr. Bloeckman – Christoph Zadra.

Regie: Michael Gampe, Bühne: Peter Loidolt, Kostüme: Erika Navas, Licht: Lukas Kaltenbäck, Musik: Henry Carradine.

Theater Reichenau – Neuer Spielraum: Premiere Donnerstag 4. Juli 2019, 19.30 Uhr, letzte Aufführung 3. August 2019.

Mario und der Zauberer

Literatur in Szene: Novelle von Thomas Mann. Idee, Fassung, Gestaltung: Renate Loidolt

Dieses Stück zählt zu den bekanntesten Novellen Thomas Manns. 1994 verfilmt, auch als Theaterstück dramatisiert, kommt die Erzählung in Reichenau im Rahmen von „Literatur in Szene“ in einer neuen Form auf die Bühne.

Eine deutsche Familie im italienischen Ferienort Torre di Venere erlebt Ende der 1920-er Jahre, dass sie als ausländische Gäste nicht mehr so willkommen sind wie früher. Warum?  Soll man abreisen?   Nein!

Denn die Ankündigung eines Zauberers, der seine Vorstellung im Ferienort geben wird, macht neugierig. Der ganze Ort ist auf den Beinen, diesen geheimnisvollen Magier zu erleben – auch der schüchterne Kellner Mario will mit seinen Freunden dabei sein. Cavaliere Cipolla, wie er auf den Plakaten genannt wird, ist aber nicht der harmlose Zauberer und Taschenspieler, sondern vielmehr ein Hypnotiseur, der ausgewählte Personen aus dem Publikum veranlasst, Dinge zu tun, die ihrem Schamgefühl und ihrem Willen widersprechen. Als er sein Spiel mit Mario auf die Spitze treibt, führt das zu einem höchst fatalen Ende.

Und doch ist es ein befreiendes Ende, denn das Böse ist besiegt.

Besetzung: Der Erzähler – André Pohl, Seine Frau – Elisa Seydel, Zauberer Cipolla – Marcello de Nardo, Mario – Tobias Reinthaller, Giovanotto – Philipp Stix. Musik: Helmut und Maria Stippich

Theater Reichenau – Neuer Spielraum: Premiere Samstag 6. Juli 2019, 11.00 Uhr; letzte Vorstellung 4. August 2019; Dauer: 90 Minuten, Keine Pause

Oper im Steinbruch 2019

Die Zauberflöte

Am 10. Juli 2019 wird die Oper dorthin zurückkehren, wo sie ihren angestammten, ihren wahrhaft wunderbaren Platz hat: Die schroffe Felslandschaft des Steinbruchs St. Margarethen wird die atemberaubende und märchenhafte Kulisse für Mozarts Parabel auf die Liebe und Vernunft bieten. Hier werden Tamino und Papageno die Liebe suchen und Pamina und Papagena finden, und es wird am Ende die Kraft der Aufklärung und Vernunft über die dunklen Mächte siegen.

Auch über 200 Jahre nach seiner Uraufführung in Wien fasziniert Mozarts Meisterwerk Jung und Alt, lässt Zuschauer nachdenken, mitfiebern und in einem unbeschreiblichen Reichtum an Melodien schwelgen. Volkstheater wollte „Die Zauberflöte“ stets sein, im besten und wahrsten Sinn des Wortes. Echtes Volksgut sind mittlerweile viele musikalische Hauptthemen geworden: Papagenos Vogelfängerlied, Taminos verträumt-innige Betrachtung des „bezaubernd schönen Bildnisses“ oder Paminas verschattet melancholisches „Ach, ich fühl's“. Vor allem die virtuosen Koloraturarien der Königin der Nacht reißen das Publikum damals wie heute zu Beifallsstürmen hin, und für manch eingefleischten Opernfan sind sie die frühesten Erinnerungen an die leidenschaftliche Begeisterung, die die Oper auszulösen vermag.

Karl Wessely, Geschäftsführer der Arenaria: „Die Wiederaufnahme der Oper im Steinbruch ist der Auftakt der neuen Zusammenarbeit zwischen Land und Esterhazy. Dadurch konnte die Oper für die nächsten fünf Jahre gesichert werden. Mit Mozarts „Zauberflöte“ holen wir 2019 Melodien in den Steinbruch, die von allen Musikliebhabern mitgesungen werden können.“

Möglich wird die Rückkehr der Oper in den Steinbruch St. Margarethen durch die Grundsatzvereinbarung zwischen Land Burgenland und Esterhazy, die eine Reihe von gemeinsamen Aktivitäten – vor allem im kulturellen Bereich – vorsieht. Landesrat Mag. Hans Peter Doskozil: „Wir haben gemeinsam mit Esterhazy wesentliche Schritte gesetzt. Die Oper im Steinbruch für 2019 ist eines der Ergebnisse unserer intensiven Gespräche und steht für das vielseitige und große Kulturangebot im Burgenland.“

Das Land wird die Oper im Steinbruch als Teil der gewachsenen kulturellen Identität in der Region unterstützen. In Arbeitsgruppen wird ab sofort gemeinsam überprüft, wie Synergien zwischen der Oper, dem Musikfestival „Herbstgold“ und den Operettenaufführungen in Mörbisch geschaffen werden können. Es wird eine „Festivalregion Neusiedler See“ entstehen, die dem Burgenland einen kulturellen und touristischen Anschub gibt. Landesrat Mag. Alexander Petschnig: „Es freut mich, dass man sich auf Seiten von Esterhazy dazu entschlossen hat, die Oper im Steinbruch ab 2019 wieder zu spielen. Dies ist eine Bereicherung des Kulturangebotes im Burgenland auf höchstem Niveau. Es sollte nun ein gemeinsames Ziel sein, Synergieeffekte zu nutzen und Doppelgleisigkeiten zu vermeiden.“

St. Margarethen: Premiere 10. Juli 2019; letzte Vorstellung 17. August 2019

Zigeunerliebe

Romantische Operette in drei Akten von Robert Bodanzky und A. M. Willner Musik von Franz Lehár.

Zorikas Verlobung mit dem charmanten, aber sehr seriösen Jonel steht unmittelbar bevor. Doch eigentlich hat es ihr dessen Halbbruder, der verführerische, temperamentvolle Zigeunergeiger Jószi viel eher angetan, mit dem sie sich am liebsten auf und davon machen würde. Ratlos, wie sie sich entscheiden soll, entsinnt sich Zorika des alten Volksglaubens, dass ein Mädchen, das in der Verlobungsnacht Wasser aus dem Fluss Czerna trinkt, die Zukunft voraussehen kann. Sie trinkt von dem Wasser und träumt das Leben, das sie erwartet, wenn sie sich für Jószi entscheidet. Wieder aufgewacht, ist sie froh, nur geträumt zu haben. Sie erkennt ihre wahren Gefühle und weiß, wohin sie gehört: zu Jonel.

Kaum eine Partitur des Komponisten ist klanglich so farbenreich und rhythmisch so vielfältig wie die der Zigeunerliebe.

„Ich bin ein Zigeunerkind“, der Csárdás „Hör’ ich Cymbalklänge“ und „Zorika, Zorika, kehre zurück“ sind nur einige der zündenden Melodien dieser romantischen Operette.

Musikalische Leitung: Michael Zehetner, Inszenierung: Isabella Fritdum, Ausstattung: Susanne Thomasberger, Choreografie: Guido Markowitz.

Besetzung: Peter Dragotin – Christoph Wagner-Trenkwitz; Jonel Bolescu – Iurie Ciobanu; Kajetán Dimetreanu, Sohn des Bürgermeisters – Dominik Am Zehnhoff-Söns; Jószi, der Spielmann, ein Zigeuner – Vincent Schirrmacher; Moschu, Kammerdiener Dragotins – Florian Stanek; Zorika, Dragotins Tochter – Cornelia Horak; Jolán, Dragotins Nichte – Elisabeth Schwarz; Ilona von Köröshaza, Gutsbesitzerin – Miriam Portmann; Julca, Amme Zorikas – Kerstin Grotrian.

Sommerarena Baden: Premiere 13. Juli 2019, 19.30 Uhr, letzte Vorstellung 31. August 2019
Einführungsgespräch 7. Juli 2019, 11.00 Uhr, Max-Reinhardt-Foyer

Rigoletto

Oper in drei Akten von Giuseppe Verdi; Libretto von Francesco Maria Piave. Nach Victor Hugos Le Roi s’amuse. In italienischer Sprache mit deutschen Übertiteln.

Als Hofnarr des lüsternen Herzogs amüsiert sich Rigoletto. Seine Tochter Gilda sperrt er zu Hause ein, um sie vor anderen Männern zu schützen. Monterone, dessen Tochter der Herzog geschändet hat, verflucht Rigoletto für dessen spottende Worte. Nichts ahnend wird er zum Helfer bei Gildas Entführung, die dem Herzog als Eroberung gebracht wird. Sie sieht die Zuwendung des Herzogs als Ausweg aus der Obhut ihres Vaters. Dieser aber hat einen Mörder beauftragt, um den Liebschaften des Herzogs ein Ende zu bereiten. Als Rigoletto die verhüllte Leiche ins Wasser werfen möchte, hört er erneut dessen zynisches Credo „La donna è mobile“ und fürchtet um das Leben seiner Tochter …

Giuseppe Verdis schaurig schönes Meisterwerk ist erstmals auf der Bregenzer Seebühne zu erleben. Der Regisseur und Bühnenbildner Philipp Stölzl, dessen Filme wie Der Medicus mit atemraubenden Szenen begeisterten, betont in seiner Inszenierung Verdis Kontraste zwischen Spektakel und Kammerspiel. Dem zirkushaften Treiben auf dem Fest, der waghalsigen Entführung und dem nächtlichen Sturm stehen innige Szenen zwischen Vater und Tochter sowie Gilda und dem Herzog gegenüber.

Musikalische Leitung Enrique Mazzola; Inszenierung | Licht Philipp Stölzl; Bühne Philipp Stölzl, Heike Vollmer; Kostüme Kathi Maurer; Mitarbeit Regie Philipp Krenn; Ton Gernot Gögele | Alwin Bösch; Chorleitung Lukáš Vasilek | Benjamin Lack.

Bregenzer Festspiele: Premiere 17. Juli 2019; letzte Aufführung 18. August 2019

Kuss der Spinnenfrau – Kiss of the Spider Woman

Ein Musical Buch von Terrence McNally nach dem Roman von Manuel Puig Gesangstexte von Fred Ebb, Musik von John Kander, Deutsch von Michael Kunze. Badener Erstaufführung

Der homosexuelle Schaufensterdekorateur Molina sitzt in einer lateinamerikanischen Diktatur in Haft. Sein neuer Zellengenosse ist der Widerstandskämpfer Valentin. Folter und Demütigung bestimmen das Leben im Gefängnis. Molinas Devise zum Überleben lautet, sich eine schöne Scheinwelt herbeizuträumen. Nach anfänglicher Verweigerung lässt Valentin sich darauf ein. Im Mittelpunkt der glamourösen Phantasien steht die verführerische Diva Aurora, die in ihrer Rolle als Spinnenfrau zugleich auch tödliche Macht verkörpert. Ein Stück über den Sieg von Liebe, Würde und Phantasie über Brutalität und Verrat. Die Musik wird dominiert von lateinamerikanischen Rhythmen und konfrontiert den Glamour der filmischen Träume Molinas mit der schmerzvollen Vergegenwärtigung von Angst, Gewalt und Liebessehnsucht.

Kuss der Spinnenfrau gilt neben Cabaret und Chicago als das beeindruckendste Werk des Erfolgsduos John Kander und Fred Ebb. Die Uraufführung erlebte 922 Vorstellungen. 1993 erhielt die Broadway-Produktion sieben Tony Awards, darunter für das beste Musical und die beste Partitur.

Musikalische Leitung: Oliver Ostermann, Inszenierung: Werner Sobotka, Bühnenbild: Karl Fehringer / Judith Leikauf, Kostüme: Friederike Friedrich, Choreografie: Natalie Holtom, Light Design: Michael Grundner.

Besetzung: Molina – Drew Sarich; Valentin – Martin Berger; Aurora, die Spinnenfrau – Ann Mandrella; Molinas Mutter – Andrea Huber; Marta – Elisabeth Ebner; Gefängnisaufseher – Franz Josef Koepp; Esteban, Gefängniswärter – Artur Ortens; ai-Beobachter – Beppo Binder.

Stadttheater Baden: Premiere 3. August 2019, 19.30 Uhr, letzte Vorstellung 1. September 2019
Einführungsgespräch 28. Juli 2019, 11.00 Uhr, Max-Reinhardt-Foyer

Der Verschwender

von Ferdinand Raimund

„Der Verschwender“, eine der großen und gleichzeitig die letzte der Charakterkomödien Ferdinand Raimunds, bietet gleich mehrere Anknüpfungspunkte für eine spannende, heutige und hochkomödiantische Auseinandersetzung mit seinen zeitlos aktuellen Themen. Der Bankier Moritz von Fries, um 1800 einer der reichsten Männer der Monarchie, gilt als Vorbild für die Hauptfigur des „Flottwell“. Er war übrigens viele Jahre lang der Pächter und Betreiber des „Wiener Neustädter Kanals“, bevor er einige Jahre später Konkurs anmelden musste. Anhand der Lebensgeschichte dieses „Verschwenders“ und seines ewig dankbaren Dieners Valentin durchleben sie die bewegte Berg- und Talfahrt der menschlichen Existenz zwischen den höheren Sphären der Größe, der Begabung und Phantasie und den Niederungen der bürgerlichen und wirtschaftlichen Grenzen und Zwänge. Wir erspüren mit neuartigem Blick die Zauberkräfte einer „anderen Welt“ hinter der unseren, stellen kritische Fragen an eine wachstumsorientierte Konsumgesellschaft neu und beleuchten mit absurder und entlarvender Komik und beißendem Witz den permanent-turbulenten Kampf der „wahren“ Werte einer Welt in Bewegung-

Regie: Anselm Lipgens

Kulturszene Kottingbrunn: Premiere 6. September 2019 19:30 Uhr, letzte Vorstellung 29. September 2019.

I am from Austria

Das Musical mit den Hits von Reinhard Fendrich. Buch Titus Hoffmann / Christian Struppeck; Regie Andreas Gergen; Choreografie Kim Duddy; Bühnenbild Stephan Prattes; Kostüme Uta Loher / Conyn Lüders; Lichtdesign Andrew Voller.

I AM FROM AUSTRIA ist ein großes, neues Musical voller Witz, Charme und Romantik, überraschend und berührend, mit einer Story rund um Liebe, Freundschaft und Familie. In eine neue Handlung verpackt, erzählen über 20 Rainhard Fendrich-Hits wie u. a. „Macho Macho“, „Haben Sie Wien schon bei Nacht geseh‘n“, „Es lebe der Sport“, „Blond“, „Strada del Sole“, „Tango Korrupti“, „Nix is Fix“, „Weus‘d a Herz hast wie a Bergwerk” und natürlich das Titellied “I Am From Austria“ die Geschichte von einem österreichischen Filmstar, der international Karriere gemacht, es bis nach Hollywood geschafft hat und nun anlässlich des Opernballs nach Wien zurückkehrt.

Die neueste VBW-Eigenproduktion mit den Hits von Rainhard Fendrich, beeindruckenden Bühnenbildern, mitreißenden Choreographien und schillernden Kostümen lässt das Publikum hinter die Kulissen eines Wiener Luxushotels blicken, wo ein prominenter Star-Gast für Trubel und viel Hollywood-Flair sorgt. Die Handlung berührt aber auch mit persönlichen und bewegenden Momenten abseits des grellen Blitzlichtgewitters. Das fiktive Wiener Traditionshotel "Edler" wird in diesem neuen Musical zur Drehscheibe der großen Welt. Chaos, Küsse und Katastrophen sind vorprogrammiert in dieser fröhlich-frechen Story voller Romantik, Überraschungen und amüsanter Situationskomik.

I AM FROM AUSTRIA ist eine Hommage an dieses Land – aus diesem Grund wurden fast alle Rollen im Stück mit Österreicherinnen und Österreichern besetzt. Allen voran die acht Solisten, die sowohl aus dem Bereich Musik- und Sprechtheater, als auch aus Film, Funk und Fernsehen bekannt sind.

Solisten: Lukas Perman, Iréna Flury, Elisabeth Engstler, Andreas Steppan, Martin Bermoser, Dolores Schmidinger, Matthias Trattner, Fabio Diso, Martin Berger.
In weiteren Rollen und Ensemble: Carin Filipcic, Oliver Arno, Anna Carina Buchegger, Arthur Büscher, Barbara Castka, Paul Csitkovics, Marianne Curn, Barbara Czar, Florian Fetterle, Franz Frickel, Katharina Gorgi, Thomas Höfner, Judith Jandl, Florian Klein, Peter Knauder, Stefan Mosonyi, Martin Pasching, Marina Petkov, Jennifer Pöll, Georg Prohazka, David Rodriguez-Yanez, Rita Sereinig, Ariane Swoboda, Birgit Wanka.

Raimund Theater: Spielzeiten – Di & Mi 18:30 Uhr, Do – Sa 19:30 Uhr, So 16:30 Uhr; Montag spielfrei; auch in der Saison 2019

Winterspielplan der Bühne Baden

Stadttheater

  1. Fidelio
    Premiere: 20. Okt. 2018
    Letzte Vorstellung: 23. 11. 18
  2. Der Zauberlehrling
    Premiere: 17. Nov. 2018
    Letzte Vorstellung: 26. 12. 18
  3. Der Zigeunerbaron
    Premiere: 15. Dez. 2018
    Letzte Vorstellung: 31. 1. 19
  4. Die geschiedene Frau
    Premiere: 19. Jänner 2018
    Letzte Vorstellung: 22. 3. 19
  5. Show Boat
    Premiere: 23. Februar 2019
    Letzte Vorstellung: 30. 3. 19
  6. Salon Pitzelberger
    Premiere: 12. April 2019
    Folgevorstellung: 13. 4. 19

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Festspiele Reichenau

Wieder ein vielversprechendes Programm

In der Zeit vom 1. Juli bis 4. August 2019 werden bei täglichem Spielbetrieb im Theater Reichenau in insgesamt über 100 Vorstellungen folgende vier neue Theater-Produktionen gezeigt.
Der allgemeine Kartenvorverkauf beginnt mit dem 20. Februar

  • Franz Werfel
    „Eine blassblaue Frauenschrift“
    Premiere: 1 Juli, 19.30 - NEUER SPIELRAUM; Theater Reichenau
  •  Iwan Turgenjew
    „Ein Monat auf dem Lande“
    Premiere: .2 Juli, 19.30 Uhr – GROSSER SAAL, Theater Reichenau
  • Arthur Schnitzler
    „Der Ruf des Lebens“
    Premiere: 3. Juli, 19.30 – GROSSER SAAL, Theater Reichenau
  • F. Scott Fitzgerald
    „Die Schönen und die Verdammten“
    Premiere: 4. Juli, 19.30 - NEUER SPIELRAUM; Theater Reichenau
  • Literatur in Szene von Renate Loidolt
    "Mario und der Zauberer" von Thomas Mann
    Premiere: 6. Juli, 11.00 - NEUER SPIELRAUM; Theater Reichenau

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NÖ Kulturwerkstadt

Kulturszene Kottingbrunn

Die Kulturszene Kottingbrunn prägt das kulturelle Leben in Kottingbrunn und Umgebung seit über 20 Jahren. In den beiden Schlossgebäuden „Kulturwerkstatt“ und „Markowetztrakt“ (dieser wird derzeit umgebaut) stellen wir mit Musikern, Schauspielern, Kabarettisten und bildenden Künstlern an über 200 Tagen im Jahr ein gemischtes Programm für unser Publikum zusammen. So die Obfrau Irene Künzel.

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