Da Einedrahra kauft a Schloss

Ein mörderisches Stationstheater im Areal des Schlosses Kottingbrunn zum Mitgehen!

Bei Abbrucharbeiten eines alten Hauses wird eine mumifizierte Leiche gefunden. Eine Archäologin und eine unterbeschäftige Gerichtsmedizinerin begeben sich auf eine Zeitreise. In die Zeit, in der das Opfer vermutlich zu Tode kam.

Schnell stoßen sie auf rätselhafte Aufzeichnungen über den damaligen Bewohner des Hauses: Peter Ritter von Bohr. Er war angesehener Maler, Unternehmer, Aktionär, Bankengründer, Adeliger und auch Geldfälscher. Er war kein geborener „Großkopfada“, dennoch schaffte er es mit unglaublicher Zielstrebigkeit und feinem Geschick in die besten Kreise und wurde sogar zum Schlossbesitzer: Vor genau 200 Jahren erwarb Bor das Schloss Kottingbrunn. Sein Charme, Esprit und Unternehmergeist machten den Aufsteiger zu einem gefragten Geschäftspartner. Bis seine Frau mit gefälschten Banknoten eine Rechnung bezahlen wollte …

Ein schwelender Verdacht erhärtete sich, und der Skandal war perfekt: Er war ein echter „Einedrahra“! Aber war er auch ein Mörder? Und wer war die Leiche in seinem Keller?

Das Spektakel startet um 20:00 Uhr vor der Kulturwerkstatt und dem römischen Brunnen. Weiter geht es zum Schloss und in den Festsaal im zweiten Stock. Die nächste Station ist das Bormuseum, die Allee im Schlosspark und als Abschluss das  Tratschkaffee, wo das Geheimnis um die Leiche gelüftet wird. Um immer rechtzeitig am richtigen Ort zu sein folgen Sie einfach wie beim Rattenfänger von Hameln, den Akkordeonspieler Walther Zoyka.

Dieses wunderschöne und gut recherchierte Stück ist eine humorvolle Spurensuche mit überraschenden Schnittstellen zwischen damals und heute. Entwickelt von „Theaterfink“, Wiens einziges kontinuierlich spielendes Stationstheater im öffentlichen Raum, unterwegs mit den Vienna Street Puppets. Zu ihrem 10jährigen Jubiläum verließen sie erstmals die Stadt und zogen im Rahmen des Viertelfestivals aufs Land – ins Schlossareal nach Kottingbrunn.

Besetzung: Eva Billisich, Susta Fink, Claudia Hisberger, Walter Kukla, Martin Zrost und Walther Soyka (Akkordeon).
Buch und Regie: Susita Fink; Dramaturgie: Karin Sedlak; Komposition und Liedtexte: Ernst Molden; Puppenköpfe: Roman Spiess; Kostüm / Puppenschneiderei: Nico Oest; Logistik: Sabine Perle.

Kulturszene Kottingbrunn: letzte Vorstellung: 11. August 2019

Altweiberfrühling

von Stefan Vögel, nach dem Schweizer Filmerfolg „Die Herbstzeitlosen“ von Sabine Pochhammer und Bettina Oberli von AmaKult gespielt!

Für große Träume ist es nie zu spät!

Die 70-jährige Martha sieht nach dem Tod ihres Mannes keinen Sinn mehr im Leben. Ihre drei sehr unterschiedlichen Freundinnen Frieda, Hanni und Lisi wollen sie aus ihrer Depression aufrütteln – und beschließen, Marthas Jugendtraum von der eigenen Dessous-Boutique in die Tat umsetzen. Walter, Marthas Sohn und Pfarrer des Dorfes, gefällt das gar nicht und auch Fritz, der Bürgermeister, ist gegen die Pläne der vier Damen.

Als Walter und Fritz hart durchgreifen und die „Reizwäsche“ auf den Müll werfen, zeigen die „Omas“ dem Rest der Welt, dass sie noch lange nicht zum alten Eisen gehören. Denn für große Träume ist es nie zu spät! Auf anrührende Weise erzählt die Komödie vom Alter, von der zweite Chance im Leben und vom Mut, der nötig ist, um sie zu nutzen.

Besetzung: Regina Brunner (Frieda), Martina Gutmann (Hanni), Michael Jahn (Bürgermeister Fritz - Hannis Sohn), Maria Koisser (Martha), Gabriele Lesnigg (Lisi), Enisa Meindl (Shirle - Lisis Tochter), Franz Schiefer (Pfarrer Walter - Marthas Sohn).
Inszenierung: Franz Schiefer

Eine wunderbare tiefsinnige Komödie, mit der Franz Schiefer seinen Traum erfüllte, zu seinem runden Geburtstag nicht nur Regie zu führen sonder auch selbst auf der Bühne zu stehen. Außerdem konnte er mit dieser Stückauswahl einen großen Wunsch seiner AmaKult-Schauspielerinnen erfüllen, die sich auch einmal "richtig große Rollen" gewünscht haben, denn in den klassischen Boulevardkomödien sind die Hauptrollen meist den Männern vorbehalten. Und sie haben es fantastisch gemeistert. Gratulation!
Auch Michael Jahn hat den Provinzbürgermeister wunderbar verkörpert und erntete - wie geplant - für seine Rede gegen die Verwirklung der Träume der Frauen, viele Buh-Rufe.

Kulturszene Kottingbrunn: letzte Vorstellung 19. Mai 2019.

Musical Unplugged 12

Bitte schon jetzt vormerken oder Karten reservieren für „Musical Unplugged 13“ am Montag 27. April 2020 in der Kulturszene Kottingbrunn.

Bereits zum sechsten Mal war am 29. April die Kulturszene Kottingbrunn Veranstaltungsort des jährlichen „Musical Unplugged“ Konzerts. Walter Lochmann war das zweite Mal als Pianist mit dabei. Er war über 22 Jahre Dirigent einer Vielzahl von Musicals der Vereinigten Bühne Wien. Er studierte mit den Künstlern in zahlreichen Probenstunden sämtliche Nummern des Abends ein.

André Bauer und Robert David Marx kennen Walter Lochmann aus ihren Engagements in Wien und die beiden arbeiteten mit ihm bereits bei den Musicals „Elisabeth“, „Mozart!“ und „Rebecca“ zusammen.

Denise Schrenzer, Absolventin eines Jazzgesangsstudiums, ergänzte sich großartig mit Florine Schnitzel, die 2018 das Studium „Musikalisches Unterhaltungstheater“ an der Musik und Kunst Privatuniversität der Stadt Wien abschloss. Ihr Duett „Verdammt ich lieb dich“ (Original Mathias Reim) nach der Pause, als Startnummer in den zweiten Akt, stellte technisch und hinsichtlich der Art der Darbietung eine neue Dimension von „Musical Unplugged“ dar.

Lili Beetz und Lorenz Pojer sind zwei hochtalentierte und trotz ihres jungen Alters sehr erfahrene Bühnendarstellet. Mit ihren beiden Duetten bewiesen sie ihr Können und musikalische Harmonie.

Michael Vinzenz rundet schon seit einigen Jahren den musikalischen Bogen der Konzerte ab. Mit Seitensprüngen in die Bereiche Austropop und Schlager erfreute er das begeisterte Publikum.

Von Anfang an –  das sind bereits über 12 „Musical Unplugged“ Konzertjahre, sind Jakob Semotan und Florian Schützenhofer dabei. Semotan ist durch seine Engagements bei „Elisabeth“, „Mozart““ und vielen Rollen in der Volksoper Wien bekannt. Schützenhofer zeichnet für das Programm und die Besetzung verantwortlich. Seit mehr als 25 Konzerten begeistern die Beiden das Publikum mit ihren eigenen Interpretationen von bekannten Songs.

Ein schier nie enden wollendes Standing Ovationen holte die 10 Künstler mehrmals auf die Bühne zurück.

Don Quixote

Konzertlesung mit Eva Weissenböck, begleitet von Katharina Blasel (Geige) und Nina Schwarz (Gitarre).

Zum 400.Todesjahr des spanischen Schriftstellers Miguel de Cervantes entführt Sie Eva Weissenböck (Lesung), Katharina Blasel (Geige) und Nina Schwarz (Gitarre) ins Spanien des „Don Quixote“.

Lebendig, farbig und prall erzählt, erwachen der „sinnreiche Junker“, sein Knappe Sancho Pansa und das Pferd Rosinante zum Leben. Die Zuschauer begleiten die drei auf ihren Abenteuern, kehren mit ihnen in zwielichtigen Spelunken ein, kämpfen nicht nur gegen Windmühlen und lernen die schillernden Gestalten des „besten Buches der Welt“ kennen.

Begleitet und untermalt wird die Geschichte mit Musikstücken von Garcia-Lorca, de Falla, Rodrigo und anderen, in denen das Temperament, die Schwermut und die überschäumende Lebensfreude Spaniens zu hören sind.

Kulturszene Kottingbrunn – Markowetztrakt: 25. & 26. April 2019 – 19:30 Uhr

Honig im Kopf

Eine Geschichte über ein sehr aktuelles Thema, mit viel Wärme und Sinn für Komik erzählt, die auf der Leinwand schon Millionen bewegte. Der in Deutschland erfolgreichste Film des Jahres 2014 als Theaterstück!

Über zehn Millionen Kino-Besucher in Deutschland und Österreich sahen „Honig im Kopf“. Jetzt schreibt die anrührende Geschichte der 14-jährigen Tilda und ihres heißgeliebten Alzheimerkranken Opas Amandus auch auf der Bühne Erfolgsgeschichte. Die Bühnenfassung von Florian Battermann ist dabei nicht minder wirkungsvoll: Sie verbindet auf gelungene Weise lustige mit berührenden sowie leichtfüßige mit tiefsinnigen Momenten und bietet Unterhaltung über alle Generationengrenzen hinweg.

Inhalt: Das Mädchen Tilda und ihr Opa Amandus haben eine sehr enge Verbindung. Als Amandus, der an Alzheimer erkrankt ist, nach dem Tod seiner Frau zusehends abbaut, nimmt ihn Tildas Familie bei sich auf. Doch seine Krankheit stellt Tildas Eltern Niko und Sarah auf manch harte Probe, zumal beide sehr mit sich und ihrer Arbeit beschäftigt sind und auch in ihrer Ehe nicht alles rund läuft. Allein Tilda schafft es, ihrem Opa mit Humor und Verständnis zu begegnen. Als Niko seinen Vater in seiner Verzweiflung in einem Heim anmelden will, entführt Tilda Amandus kurzerhand auf eine abenteuerliche Reise nach Venedig – die Stadt, in der er einst so glücklich war.

Die Neue Bühne Wien freut sich auf Burgschauspieler Johannes Terne, der für die Rolle des Amundus gewonnen werden konnte. Die Enkelin Tilda wird von Fanny Altenburger, der Tochter von Filmikone Julia Stemberger verkörpert. In der Rolle der Mutter Sarah wird Barbara Kaudelka zu sehen sein, dem österreichischen Publikum u.a. als Inspektorin Patrizia Kratzer aus der Serie „Copstories“ bekannt. Die bekannten Schauspieler Heinz-Arthur Boltuch, Gerhard Karzel und die beliebte Darstellerin Natascha Shalaby machen das Ensemble komplett. Regie führt der international erfolgreiche Regisseur und Bühnenbildner Sam Madwar.

Dieses so ernste Thema wurde großartig aufbereitet und viele heitere Sequenzen sorgten dafür, dass die Zuschauer nicht ins Sentimentale abdrifteten. Sehr gut gefielen auch die rasche wechselnden Orte und Szenen die mit Hilfe des großartigen Bühnenbildes wunderbar gelöst wurden.
Eine Klasse für sich war die erst 19jährige Fanny Altenburger – Tochter der Filmikone Julia Stemberger – als Tilda und Johannes Terne (Opa Amandus Rosenbach). Aber auch Barbara Kaudelka (Sarah Rosenbach, Tildas Mutter und als Nonne) und Heinz-Arthur Boltuch (Niko Rosenbach).

Nach der Vorstellung sammelt Fanny Altenburger Spenden für das SeneCura Demenzbetreuungszentrum. Den Spendern dankte man mit einem spanischen Thymianhonig, zur Verfügung gestellt von Wald&Wiese, Wien.

Weitere Fotos hier ...

Theater Center Forum – Wien 9: letzte Aufführung 23. 3. 2019
Kulturszene Kottingbrunn: 24. 3. 2019, 18.00 Uhr

Baden - Theater am Steg: 11. 4. 2019
Weitere Aufführungen unter www.nbw.at/aktuell

Die geschiedene Frau

Operette in drei Akten von Viktor Léon, Musik von Leo Fall.

Die eifersüchtige Jana von Lysseweghe will sich scheiden lassen: Ihr Mann Karel hat unabsichtlich eine Nacht im Schlafcoupé mit der jungen Gonda van der Loo verbracht, der er sein Abteil aus Platznot zur Verfügung gestellt hat. Karel beteuert seine Unschuld. Als aber im Prozess bekannt wird, dass Gonda Anhängerin der freien Liebe ist, glaubt man Karels Verteidigungsversuchen nicht mehr. Die Ehe wird geschieden.

Nach vielen amourösen Verwicklungen, in die auch der Gerichtspräsident Lucas van Deesteldonck und Janas Vater Pieter te Bakkenskjil verstrickt sind, kommt es schlussendlich doch noch zur Wiederversöhnung zwischen Jana und Karel. Die Begriffe „Moral“ und „Freiheit“ werden hier auf den Kopf gestellt.

Leo Falls laszive moderne Operette wurde 1908 uraufgeführt und zuletzt 1910 am Badener Stadttheater gezeigt.

Zu den Schlagern der Operette zählen das Marsch-Quintett „Ich und du und Müllers Kuh“, einer der mitreißendsten Tanzwalzer der Operettenliteratur „Kind, du kannst tanzen“ und das Duett „Man steigt nach“.

Musikalische Leitung: Oliver Ostermann, Inszenierung & Choreografie: Leonard Prinsloo, Bühne: Su Pitzek, Kostüme: Mareile von Stritzky.

Besetzung: Karel von Lysseweghe, Hofsekretär – Matjaž Stopinšek; Jana, seine Frau – Maya Boog; Pieter te Bakkenskjil, ihr Vater – Peter Horak; Gonda van der Loo – Martha Hirschmann; Rechtsanwalt de Leije – Franz Josef Koepp; Lucas van Deesteldonck, Gerichtspräsident – Artur Ortens; Scroop, Schlafwagenconducteur – Robert R. Herzl; Adeline, seine Braut – Gabriele Kridl; Willem Krouwevliet, Fischer – Thomas Malik; Martje, seine Frau – Sylvia Rieser; Ruitersplat, Gerichtsbeisitzer – Florian Resetarits; Dender, Gerichtsbeisitzer – Jan Walter; Professor Wiesum, Sachverständiger – Robert Kolar; Professor Tjonger, Sachverständiger – Robert Sadil.

Leonard Prinsloo ließ die Darsteller mit weißem Gesicht und dunkelroten Lippen auftreten. Dies, um wie er mir sagte, auf den Expressionismus in dem diese "moderne" Operette entstand hinzuweisen.
Übrigens, das Marsch-Quintett "Ich und du und Müllers Kuh" ist als Ersatz für den ursprünglichen Marsch "7 Damen und Gonda" der wegen seines frivolen Textes dem Rotstift zum Opfer fiel.In dieser Fassung darf Gonda nicht direkt zur erotischen Libertinage aufrufen, sondern führt vier Männer als Esel vor, die nach ihrem Takt Polka tanzen ...
Das Duett "Man steigt nach" wurde laut einer Anektode in einer knappen Viertelstunde geschrieben.

Wie vom Badener Theater gewohnt begeisterte das Orchester unter der Leitung von Oliver Ostermann die Premierenbesucher. Das Balett und der Chor der Bühne Baden erbrachten ebenfalls wieder eine tolle Leistung, ebenso wie das gesamte Ensemble durch Gesang, Tanz und Schauspiel.

Fantastisch wie das Fischerpärchen, gespielt von Sylvia Rieser und Thams Malik für holländische Flair und herrliche lustige Einlagen sorgte. Artur Ortens verkörperte den Gerichtspräsidenten super und Robert R. Herzl wuchs wieder einmal über sich hinaus und lieferte eine noch bessere Leistung als bei seinen letzten wunderbaren Auftritten in Baden ab. Peter Horak der für den erst kurz vor der Premiere für den überraschen ausgefallenen Wallner einspringen musste und nach 30 Jahren erstmals wieder in Baden auf der Bühne stand, meisterte die Rolle super.
Auch Martha Hirschmann, die, die ursprünglich für Gonda van der Loo vorgesehene Ilia Staple ersetzte sang, tantze und spielte barvourös, Gratulation.
Die beiden Hauptdarsteller Maya Boog als Jana und Matjaz Stopinsek als Karel von Lyssweghe (Hofsekretär) brillierten auf der Bühne so, wie man es von den beiden Erwartet. Großartig!

Weitere Bilder finden Sie hier:
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Stadttheater Baden: letzte Vorstellung 22. März 2019

BEgeisternde Comedy

„Doppelt hält besser“ – neues Programm des Musikkabarett-Duos „BE-Quadrat“

Das Musikkabarett-Duo „BE-Quadrat“ bestehend aus Bettina Bogdany und Bernhard Viktorin haben ein neues Programm. „Doppelt hält besser“ verspricht Klavierakrobatik zum Staunen sowie jede Menge humorige Comedy Einlagen. Die Musik dafür stammt fast zur Gänze aus der eigenen Feder der beiden Talente.

Zwischen den zwei Musikkabarettisten, die nicht unterschiedlicher sein könnten, kommt es zu allerlei Reibereien auf der Bühne. Während Bettina als strukturiert, ordnungsliebend und etwas unflexibel gilt, geht Bernhard als kreativer Chaot an Projekte heran und bringt dabei vieles, das bereits in Stein gemeißelt ist, komplett durcheinander. Tatsächlich aber haben die beiden längst erkannt, welch harmonisches Duo sie auf der Bühne abgeben und wie sehr sie einander bereichern. Doppelt hält besser! Dies ist auch das Motto ihres nunmehr zweiten Kabarettprogramms, das sie nun auf zahlreichen Bühnen in Wien, Niederösterreich und dem Burgenland zum Besten geben. Die Premiere fand am 1. März im Metropoldi statt. Zwei Tage später folgt eine Vorstellung in der legendären „Eden Bar“.

Von Musikmedleys bis humoristische Benimmtipps

Das Publikum darf sich auf ein bunt gemischtes Kabarettprogramm freuen, wo zudem viel musiziert wird. Langweilige Klaviereinlagen kommen den zwei Profis aber nicht auf die Bühne – ganz im Gegenteil können Sie sich auf beeindruckende Klavierakrobatik einstellen, wo gute Musik mit verrückten Einlagen kombiniert wird. Der Fokus liegt auf selbstkomponierten Liedern mit Ohrwurmgarantie.

Neben dem Klavier als fixer Bestandteil der Show stehen dieses Mal auch eine Cajon sowie eine Gitarre zur Verfügung, auf die die zwei Kabarettisten zuweilen zurückgreifen, um für ausgelassene Stimmung zu sorgen. Bettina und Bernhard bieten im Zuge des Abends u.a. Einblick in ihre musikalische Früherziehung im Klavierunterricht und singen von ihrem Dasein als Swing-Bestandteil im Musicalgenre. Mit viel Humor geben sie Tipps, wie man sich als perfekter Zuschauer in der Oper, bei einem Hip Hop- oder Rock-Konzert zu verhalten hat. Für Furore sorgen wird wieder eines ihrer von Fans geliebten Medleys – dieses Mal aus der Fernsehwelt, wo bekannte Melodien aus Zeichentrickserien, der Werbung oder aus Filmen in Form eines Medleys besungen werden.

Bereits im vorigen Programm „In den Beziehungskisten“ konnte das Power-Duo mit dem Supermedley begeistern, im Zuge dessen die zwei innerhalb von acht Minuten beliebte Musikhits von heute bis zurück in die 50er Jahre kurz ansingen und diese mit schauspielerischen Elementen gekonnt untermalen. Das Supermedley als geplante Zugabe im aktuellen Programm entlässt die Zuschauer mit verblüfften Gesichtern.

Alle, die ein Faible für gute Pointen und tolle Stimmen haben, werden einen Abend mit BE- Quadrat genießen. Eine Vorliebe fürs Musical ist keine Voraussetzung.

Aus der Musicalbranche auf die Kabarettbühnen

Beide Teile des humorigen Kabarettduos sind in der Musicalszene großgeworden und haben zahlreiche Rollen auf unterschiedlichen Bühnen des deutschsprachigen Raumes (z.B. Raimundtheater, Ronacher, Volksoper, Landestheater Linz, Stadttheater Klagenfurt, Operettenhaus Hamburg, Theater des Westens Berlin uvm.) eingenommen und mitkreiert. Bernhard Viktorin spielte z.B. in West Side Story sowie Jesus Christ Superstar, in Sugar – manche mögen´s heiß sowie in Go West. Er war bei der ORF Castingshow „Musical! Die Show“ einer der zehn Finalisten. Dazu kommen Engagements in Sister Act sowie in Sunset Boulevard oder Der Besuch der alten Dame uvm. Bettina Bogdany war in bekannten und allseits beliebten Stücken wie Rebecca sowie Elisabeth, Der Mann von La Mancha oder The last five years zu sehen. Sie tourte mit der Nacht der Musicals durch Österreich, Deutschland und die Schweiz und sang bei zahlreichen Galakonzerten. Bettina arbeitet zusätzlich als Pianistin und musikalische Leiterin in unterschiedlichsten Produktionen.

Kulturszene Kottingbrunn – www.kulturszene.at: 17. Februar 2019; 18:00 Uhr

Schöne Bescherung - Frohes Fest (The Lying Kind)

AmaKult lädt Sie zu einer schwarzen Komödie von Anthony Neilson. Deutsch von Barbara Christ.

Wenn wir alle den alljährlichen Weihnachtswahnsinn gut überstanden haben, dürfen wir uns noch einmal in die Zeit der Christbäume und Weihnachtskekse zurückversetzen, und die Erkenntnis gewinnen, dass unsere Weihnachtzeit mit Sicherheit weniger turbulent war als das der Polizisten Blunt und Gobbel. Denn die beiden haben am Abend vor Weihnachten noch eine schwere Aufgabe vor sich: Sie müssen dem alten Ehepaar Conner schonend beibringen, dass deren Tochter vermeintlich bei einem Unfall ums Leben kam.

An und für sich bereits keine leichte Aufgabe. Erschwerend kommt hinzu, dass Blunt und Gobbel in Sachen Intelligenz nur mäßig begabt sind. Dafür liegt bei ihnen Gefühlsduselei in stärkster Ausprägung vor. Das verschrobene Gespann schafft es erst nach reiflichem Zögern, den gefürchteten Klingelknopf zu drücken. Danach nimmt eine Reihe von Missverständnissen ihren Lauf, als die beiden Alten fälschlicherweise vom Tod ihres Hundes ausgehen. Voller Angst um den wackligen Gesundheitszustand des Vaters versuchen Blunt und Gobbel nun mit aller Gewalt das Erscheinen des Hundes zu verhindern. Denn sobald dieser auftaucht, käme ja die Wahrheit ans Licht…

Genießen Sie diese schwarze Komödie, die hemmungslos von einem Tabu zum nächsten springt. Dunkelster Humor und schrullige Charaktere in bester englischer Tradition machen aus diesem Stück einen theatralen Genuss, bei dem Sie sich so manche Lachträne aus dem Auge wischen werden!

Uraufführung: 23. 11. 2002 im Royal court Theatre London, Regie: Anthony Neilson
Deutschsprachige Erstaufführung: 18. 12. 2004 im Staatstheater Darmstadt, Regie: Albert Lang.
Österreichische Erstaufführung: 1. 3. 2007 in den Kammerspielen der Josefstadt. Regie: Werner Sobotka, mit Andreas Vitasek und Michael Niavarani in den Haptrollen.
Besetzung: Blunt: Franz Grünwald, Gobbel: Harald Brutti, Gronya: Anita Hauer, Garson Conner: Burgi Weissenböck, Balthasar Conner: Walter Tröstl, Reverend Shandy: Franz Schiefer, Carol: Enisa Meindl. Inszenierung: Franz Schiefer. Redaktion und Dramaturie: Nicole Gerfertz-Schiefer.

Zu Vermerken wäre noch, dass dieses Stück von den Darstellern alles abverlangt. Sie mussten unwahrscheinlich viele Mono- und Dialoge lernen und dazu noch eine anspruchsvolle schauspielerische Leistung auf die Bretter die die Welt bedeuten bringen. All das haben diese Amateure wunderbar gemeistert. Wenn man es nicht wüsste, würde man nicht auf die Idee kommen, dass es sich nicht um Profis handelt.

Schöne Bescherung Frohes Fest ist eine bitterschwarze Komödie, die hemmungslos von einem Tabu zum nächsten springt. Dunkelster Humor in bester englischer Tradition macht aus diesem Stück einen deftigen Happen für alle, die wieder einmal herzhaft lachen wollen. Denn eines ist sicher, am Ende der Vorstellung werden Ihre Lachmuskeln schmerzen.

Weitere Fotos finden Sie hier ...

Kulturszene Kottingbrunn: letzte Vorstellung 3. Februar 2019

Der Sensationserfolg der Wachau Festspiele 2018 in Kottingbrunn

Das Geheimnis der drei Tenöre

In „Das Geheimnis der drei Tenöre“ entpuppt sich Ken Ludwig einmal mehr als Meister der rasanten Verwechslungskomödie. 30 Jahre nach seinem Welterfolg „Otello darf nicht platzen“ lässt er die weltberühmten Figuren noch einmal in einer neuen, völlig eigenständigen Komödie der Superlative auftreten.

 Paris in den 1930er Jahren: Eine Hotel-Suite, drei Tenöre, zwei Ehefrauen, drei „Liebschaften“ – und ein Olympiastadion voller Opernfans, die den Auftritt der Startenöre am Abend herbeisehnen. Was soll da schon schief gehen? Henry Saunders, Produzent des Abends, ist bester Dinge. Doch da hat er die Rechnung ohne den amourösen italienischen Superstar Tito Merelli und seine heißblütige Ehefrau Maria gemacht. Zwar sind es nur noch ein paar Stunden bis zur großen Premiere – doch loderndes Temperament, folgenschwere Verwechslungen, dramatische Eifersuchtsanfälle und stürmische Bettgeschichten sorgen dafür, dass die Redewendung „the show must go on“ eine ganz neue Bedeutung bekommt.

Ein herrlich rasanter Spaß auf höchstem Niveau.

Mit Stephan Paryla-Raky, Gerhard Dorfer, Ben Marecek, Leila Strahl, Soffi Schweighofer, Eva-Christina Binder und Michael Duregger. Regie: Marcus Strahl; Bühne: Martin Gesslbauer; Kostüm: Christine Zauchinger; Musik. Leitung: Elena Gertcheva

Kulturszene Kottingbrunn: Sonntag, 18. November 2018 – 18:00 Uhr

Norbert Schneider & Band

singt Georg Danzer - "Neuaufnahme"

Nur wenige Tage nach der Dernière von „Wie im Himmel“, der fantastischen und viel bejubelten Herbstproduktion der Kulturszene Kottingbrunn, stand am Donnerstag, 4. Oktober, das nächste Highlight auf dem Programm. Norbert Schneider & Band heizten den zahlreich erschienenen Besucher ordentlich ein und sorgten für ein langanhaltendes Standing Ovation.

Angekündigt war der Abend als „Norbert Schneider singt Georg Danzer“. Damit schaffte er 2016 auch den großen Durchbruch. Da aber wenige Tage zuvor sein neues Album  „So wie´s is“ vorgestellt wurde, gab er klarerweise auch etliche Lieder daraus zum Besten.

Bei allen neuen Liedern – von Schneider selbst geschrieben, gesungen, aufgenommen und produziert – merkt man die erstaunliche Wandlung zum mehr oder weniger mundartlichen Chansonnier.

Schneider, in Wien geboren, wuchs in Prottes im Weinviertel auf. Er erhielt im Alter von sieben Jahren Geigenunterricht. Seit seinem 15. Lebensjahr spielt er Gitarre, die er sich autodidaktisch beibrachte. Als Teenager begleitete er Big Jay McNeely, Louisiana Red, Aaron Burton und Sister Shirley Sidnor. Weiters stand er mit Mick Taylor, Bernard Allison, Red Holloway, Travis Haddix, Rusty Zinn, Paul Orta, Dave Specter und Alex Schultz auf der Bühne. Er trat im Vorprogramm von B.B. King, Lou Reed, Simply Red, Pink, One Republic und Gov’t Mule auf.

Am 12. Juli 2013 wurde die erste Single (Herrgott schau obe auf mi) aus dem im September 2013 erscheinenden Album Schau ma mal veröffentlicht. Damit tritt Schneider erstmals als Wiener Dialekt Chansonnier auf.

Im Mai 2014 wurde er mit einem Amadeus Award in der Kategorie „Jazz / World / Blues“ ausgezeichnet, im April 2016 gewann er bei seiner 2. Nominierung seinen 2. Amadeus Award in der Kategorie „Jazz / World / Blues“.

Im Oktober 2016 erschien sein Album "Neuaufnahme" – eine Hommage an Georg Danzer mit teilweise unveröffentlichten Songs des Pionier des Austropop.

Von März 2017 bis April 2017 war Schneider Promikandidat in der ORF-Tanzshow Dancing Stars.

Wie im Himmel

… so soll sich im besten Falle der Zuschauer nach dem Besuch dieser Aufführung fühlen.

Die einzigartige Geschichte vom berühmten Dirigenten, der zurückkehrt in sein Heimatdorf, dort die Leitung des Kirchenchores übernimmt und das gesamte Dorfleben durcheinanderwirbelt ist eine der gelungensten Symbiosen aus Humor und Tragik, Liebesleid und Liebeslust, Lebensfreude und tiefer Trauer, die die Film- und Theaterwelt in den letzten Jahren hervorgebracht hat.

Die Sehnsucht des Dirigenten, durch die gemeinsam erfundene Musik ein Stück Seligkeit hierher ins Irdische zu locken, lässt die verkrusteten Lebensentwürfe der Dorfbewohner aufbrechen und führt zu köstlichen und kostbaren Erlebnissen, zu wilden Wünschen und auch bitteren Wahrheiten. Herrliche, bis in die kleinste Rolle sehr gelungene Figuren warten auf Sie, eine wundersame, expressive und herzerhebende Musik, eine skurrile, immer wieder überraschende und doch so allgemeingültige Geschichte, kurz, ein – Theaterereignis, das mitten ins Herz, unter die Haut, durch den Kopf und übers Zwerchfell geht.
Nach dem gleichnamigen schwedischen Film von Kay Pollak.

Ist dieses Stück eine Komödie oder nicht? Man weiß es nicht. Es geht um recht viele böse Sachen, kleine schmerzliche Gischten die Anselm Lipgens mit viel Geschick und viel Witz auf die Bühne gebracht hat.
Zum einem muss man herzlichst lachen, zum anderen ist einem zum weinen!

Das Geheimnis an der Geschichte ist, es handelt nicht von fiktiven Figuren sondern von Menschen aus Fleisch und Blut und dass das schier Unmögliche eigentlich ganz einfach zu erleben ist.

Das was wir suchen, finden wir weder im Himmel noch auf Erden sondern in uns selbst! Das Stück lehrt uns: Befreie dich in dir selbst!

Dies war die 12. Herbstproduktion von Anselm Lipgens.  Wer glaubte, dass zu den vorangegangenen keine Steigerung mehr möglich wäre, wurde eines besseren belehrt.
Nicht nur die Inszenierung (das Umsetzen eines Filmes auf die Bühne ist wohl das Schwerste) war mehr als fantastisch. Auch das gesamte Ensemble - egal ob Amateure oder Profis - spielte so gut wie noch nie.
Einfach herrlich - wie im Himmel!
Besonders gut hat mir Alexander Rossi als Dirigent Daniel Dareus, Samantha Steppen (Lena), Alexandra Maria Timmel (Stigs Frau Inger), Georg Kuszrich (Pfarrer Stig Berggren) und Franziska Hetzel (Gabrielle - Conny Frau) die das wunderbare Lied dieses Stückes mit einer herrlichen Solostimme zum Besten brachte.
Und nicht zu vergessen die AmaKult-Darsteller. Ich will hier keinen nennen, da alle super waren. Sie brachten eine Leistung die gegenüber den Profis um keinen Deut schlechter ware!

Dies alles wurde vom Premierenpublikum (ausverkauftes Haus) mit frenetischem Applaus und nie enden wollenden standig ovations gutiert wurde.
Gratulation!

Kulturszene Kottingbrunn: letzte Vorstellung 30. September 2018

Verwandte sind auch Menschen

AmaKult spielt Erich Kästner

Erich Kästner ist nicht nur der Autor wunderbarer Kinderbücher, sondern hat auch Gedichte und Theaterstücke verfasst. Mit seiner Komödie „Drei Männer im Schnee“ hat AmaKult, die Amateurtheatergruppe der Kulturszene Kottingbrunn, 2011 bereits einen großen Erfolg gefeiert. Für ihre 20. Produktion, die im Mai 2018 stattfinden wird, hat AmaKult erneut ein Kästner-Stück ausgewählt: „Verwandte sind auch Menschen“.

Regisseur Franz Schiefer begründet die Stückauswahl so: „Kästners klare, schnörkellose und dennoch tiefgründige Sprache sowie sein humorvoller Blick auf die menschlichen Schwächen machen die Arbeit mit seinen Stücken besonders interessant. Wir freuen uns darauf, seinen liebevoll entwickelten Figuren Leben einzuhauchen.“

In der Komödie „Verwandte sind auch Menschen“, die Kästner gemeinsam mit Eberhard Keinsdorff verfasst hat, sucht ein Verwandter nach dem anderen die Villa des verstorbenen Millionärs Stefan Blankenburg auf. Schließlich soll dessen Testament verlesen werden und sie alle hoffen auf einen Erbteil… Doch der Notar hält eine Überraschung für sie bereit: Zunächst müssen sie alle miteinander vier Tage in der Blankenburgschen Villa verbringen. Erst dann wird das Testament verlesen.

Ein Haufen schrulliger Charaktere ist somit für vier Tage gemeinsam unter einem Dach gefangen – und die nun folgenden Ereignisse entwickeln sich völlig anders als gedacht.

Sind Verwandte am Ende gar auch… Menschen? „Ich bin mir ziemlich sicher, dass die Zuschauer sich selbst – oder liebe Verwandte – in der einen oder anderen Bühnenrolle wiedererkennen werden…“, schmunzelt Franz Schiefer.

Es spielen: Caroline Marakovic, Regina Brunner, Leo Brunner, Harald Brutti, Franz Grünwald, Martina Gutmann, Anita Hauer, Michael Jahn, Gabriele Lesnigg, Enisa Meindl, Heinz Scharb, Walter Tröstl, Ewald Zimmel. Inszenierung: Franz Schiefer.

Das gesamte Ensemble hat bei diesem Stück mit langen und schwierigen Textpassagen eine großartige Leistung vollbracht. Jedes einzelne AmaKult-Mitglied ist förmlich über sich hinausgewachsen und ließ bei der Premiere vergessen, dass hier Amateure auf der Bühne stehen. Einzelne Darsteller hervorzuheben ist eigentlich den anderen gegenüber unfair. Trotzdem: Am besten gefallen hat mir Franz Grünwald als Leberecht Riedel, dem trotz der vielen lustigen Dialoge, kein einziges Mal ein Lächeln über seine Lippen bzw. über sein wie versteinert wirkendes Gesicht huschte. Weiters Michael Jahn als Lothar Bildt, Regina Brunner als Paula. Für Erheiterung sorgte Gabriele Lesnigg (Cäcilie), Heinz Scharb (Emil) und Harald Brutti (Otto Zander).

Wieder eine Produktion der Kottingbrunner Amateur-Schauspielgruppe, die Sie nicht verpassen sollten. Sichern Sie sich noch Ihre Karte für die drei letzten Spieltage.

Kulturszene Kottingbrunn: letzte Vorstellung 13. Mai 2018

Valentinstage

Heiteres von Karl Valentin & Liesl Karlstadt.

Am 9. Februar 1948 ist Karl Valentin, der berühmte bayrische Komiker, gestorben. Genau 70 Jahre nach seinem Tod feiert die Kulturszene Kottingbrunn mit „Valentinstagen“ Premiere und bringen Karl Valentins grandioses Werk auf die Bühne.

Das kongeniale Komiker-Duo Karl Valentin & Liesl Karlstadt hat zu Lebzeiten die Lachmuskeln vieler Menschen strapaziert. In ihren Szenen, Monologen und Couplets stellen sie mit gekonnter Sprachakrobatik alles auf den Kopf und treiben Slapstick artig das Chaos auf die Spitze. Ihre absurde Komik lebt zudem von den schrulligen, liebenswerten Charakteren der dargestellten Figuren, die bei aller Überzeichnung so verdammt viel mit der Wirklichkeit zu tun haben…

Freuen Sie sich auf bekannte Klassiker wie z.B. „Der Firmling“, „Orchesterprobe“, „Buchbinder Wanninger“, „Semmelknödel“, „Der reparierte Scheinwerfer“ und „Der Hasenbraten“ sowie einige weniger bekannte Gustostückerl des bayrischen Autors.

Ein humorvoller Abend mit vielen theatralen Highlights wartet auf Sie!

Es spielen: Leo Brunner, Regina Brunner, Harald Brutti, Marlene Ganneshofer, Nicole Gerfertz, Franz Grünwald, Anita Hauer, Maria Koisser, Gabi Lesnigg, Enisa Meindl, Heinz Scharb, Franz Schiefer, Walter Tröstl, Susanne Waldhauser, Burgi Weissenböck und Ewald Zimmel.
Franz Schiefer – Inszenierung; Nicole Gerfertz – Dramaturgie.

Gratulation dieser wunderbaren Amateurtruppe! Franz Schiefer und Nicole Gerfertz haben nicht einige fantastische Sketches von Karl Valentin & Liesl Karlstadt auf die Bühne gezaubert sonder auch noch einen kurzen Abriss über das Leben dieser beiden Bayrischen Originale gezeichnet.
Es handelt sich aber nicht nur um rein lustige Stücke, sondern auch um einige tiefsinnige, die durchaus auch heute noch gültigkeit haben und das Publikum zum Nachdenken anregen soll.

Aber was wäre die beste Dramaturgie und Inszenierung ohne dem Ensemble. Franz Schiefer verkörpert Valentin einfach herrlich und originialgetreu! Und die restliche Truppe? Amateure die ihre Rollen so herrlich spielen, kein Profi hätte das besser machen können. Einzelne hervorzuheben wäre unfair. Alle waren Spitze. Was das Premierenpublikum auch mit fanatischem Applaus quittierte.
Eines muss ich aber doch noch erwähnen: Das Chinesische Cpupet von Anita Hauer riss die Besucher zu Lachstürmen hin.

Kulturszene Kottingbrunn: letzte Vorstellung 18. Februar 2018, 18:00 Uhr

Erfolgreiches Jahr trotz riesen Baustelle

Mitgliederversammlung der Kulturszene Kottingbrunn

Nach der Begrüßung durch die Obfrau Irene Künzel zur diesjährigen Mitgliederversammlung der Kulturszene Kottingbrunn gab sie einen kurzen Überblick über das abgelaufene, sehr erfolgreich Jahr 2018. Durch die große Baustelle im Schloss – es wurde der gesamte Innenhof neugestaltet, der Markowetztrakt renoviert und ein Verbindungsgang zwischen diesem und der Kulturwerkstatt errichtet war das Team um Irene Künzel extrem gefordert. In diesem Verbindungsgang, der schon in der Blütezeit des Schlosses bestand, ist nicht nur die Musikschule, sondern auch das neue Büro der Kulturszene untergebracht.

Highlights 2018 waren einmal mehr die Herbstproduktion „Wie im Himmel“ – wunderbar von Anselm Lipgens inszeniert –, die Gastspiele der „Neuen Bühne Wien“, Oliver Baier mit Schlager Schlachtung, Musical Unplugged und nicht zuletzt Alexander Goebel der am Silvesterabend gleich zwei Vorstellungen gab. Auch wurde wieder Jugendförderung betrieben. Es wurden zwei gut besuchte Vorstellungen ausschließlich für Schüler durchgeführt und bei einer regulären Vorstellung Sonderkonditionen für Schulen ausgegeben. Es wurde aber auch nicht auf die Kleinsten vergessen: Fünf Vorstellungen von unterschiedlichen Kindertheatergruppen begeisterten Jung und Alt.

Obwohl im abgelaufenen Jahr nur eine Spielstätte zur Verfügung stand konnten 18.432 Besucher (davon etwa 4.000 Besucher beim Oster- und Weihnachtsmarkt) an 108 Vorstellungs- und 14 Ausstellungstagen gezählt werden. Für eine Auslastung von 72% sorgten 14.432 verkaufte Karten.! Dies, trotz etlicher Veranstaltungen, die der Förderung des Nachwuchses und unbekannten Künstler – ist in den Statuten festgeschrieben – dienen und die naturgemäß nur eine Auslastung unter 50 % bringen. Insgesamt waren 10 Aufführungen komplett ausverkauft. Dadurch konnte ein geringer Überschuss erwirtschaftet werden.

All dies wäre nicht ohne die vielen freiwilligen Helfer, die ihre Arbeitskraft kostenlos und uneigennützig zur Verfügung stellen. Im Jahre 2018 waren dies sage und schreibe 9.392 Stunden, welche von den Familien Simon, Brunner und Macho, sowie von Franz Zojer, Josef Hostin, Franz Schmiedl, Hans Ziegler, Gabi Lesnigg, Maria Koisser und Sandra Kolbinger geleistet wurden. Im Büro sorgen Katja Rupf, Ana Svinti, Sarah Brandstätter, Birgit Klauser, Tasica Coptil und Günter Kolbert, dass das Organisatorische reibungslos funktioniert.

Die wieder gewählte Obfrau Irene Künzel gab dann noch einen kleinen Einblick in das diesjährige Programm. So wird es 145 Vorstellungs- und 22 Ausstellungstage geben. Angepeilt wird eine Auslastung von 74% und der Verkauf von 15.500 Karten. Als Schwerpunkt gibt es eine zweite AmaKult-Aufführung im Mai und das Herbsttheater „Der Verschwender“ sowie Musical Unplugged 12, Don Quixote (als erste Veranstaltung im „neuen“ Markowetztrakt, Herbert Steinböck, Adele Neuhauser und vieles mehr.

Dies alles ist aber nur mit Sponsoren und Förderungen stemmbar. Und zwar durch die Stadtgemeinde Kottingbrunn, Kultur Niederösterreich, AK Niederösterreich, Bundeskanzleramt und die Firmen GIT Service Gröll, Wiener Städtische, Rekord, Aubora Vacation und WinWin.

Im Rahmen des Viertelfestival NÖ wird es an 4 Wochenenden „Das lebendige Museum“ geben und im Zuge der Landesausstellung 2019, die auch den Wr. Neustädterkanal integriert wird es einiges zu sehen und zu hören geben. Unter anderem kommt das Projekt „Spurensuche“ von Peter Bohr – eine kleine Geschichte von Kottingbrunn – in das Wasserschloss.

Für den kulturellen Teil – KulturPunkt – sorgten vor der Wahl Klaus Weissenböck (Geige) und Martin Paset (Gitarre). Unter anderem gaben Sie auch das „Hobellied“ von Ferdinand Raimund zum Besten und sorgten damit schon für eine kleine Einstimmung auf die Herbstproduktion „Der Verschwender“. Für Julius Flotwell konnte Oliver Baier gewonnen werden!

Bevor es zum Soft Opening des Markowetztraktes kam (die offizielle Eröffnung erfolgt am 19. Mai), gaben Nicole Gerfertz-Schiefer und Franz Schiefer mit „Theaterbesuch“ nach Karl Valentin einen kleinen Vorgeschmack auf zukünftige AmaKult Produktionen.

Bevor es zum gemütlichen Beisammensein mit Sekt und Brötchen ging, wurde von Bürgermeister Dr. Christian Macho und GGR Wolfgang Machain der renovierte Markowetztrakt mit Verbindungsgang zur Kulturwerkstatt offiziell an die Kulturszene übergeben. Bei der Renovierung wurde besonderen Wert daraufgelegt, alte Mauern zu restaurieren und damit zu erhalten und für die Besucher auch sichtbar zu machen.

tratschcafé
Das „Umatrum Team“ der Kulturszene Kottingbrunn ging in Pension. Jetzt verwöhnt Sie bei den Veranstaltungen das Team des neuen „tratschcafés“. Das Team um Sabine Mihola-Wulz ist aber nicht nur bei den Veranstaltungen in den beiden Spielstätten für Sie da – Nein! Das „tratschcafé“ bietet täglich von Montag bis Sonntag von 8.00 bis 18.00 Uhr im Markowetztrakt „Genuss im Schloss“. Ich bin sicher, dass das „tratschcafé“ ein Treffpunkt für Jung und Alt wird. Es gibt herrliche kleine Schmankerln und auch Süßes – und Sie dürfen auch Hunde und Katzen mitbringen.

Wenn Sie die Kulturszene Kottingbrunn unterstützen wollen, werden Sie doch Mitglied des Vereines. Sie haben dadurch auch viele Vergünstigungen. Näheres unter 02252/74383

  • Bei der alljährlich anstehenden Neuwahl wurde Irene Künzel und ihr Team einstimmig bestätigt.
    • Der neue/alte Vorstand lautet:
    • Obfrau: Irene Künzel
    • Stv. der Obfrau: Klaus Weissenböck
    • Schriftführer:  Franz Grünwald
    • Kassier: Prof. Walbug Weissenböck
    • Beisitzer: Martin Paset
    • Verwaltungsrat:
    • Renate Zojer, Sibylle Woletz, Anna Hasenöhrl, Franz Schiefer, Katharina Brunner, Katja Rupf, Ulrike Bandur und neu hinzugekommen Gabriele Lesnigg.
    • Rechnungsprüfer:
    • Johannes Van Leenhoff, OStr. Hans Rabacher