Christoph Kolumbus

von Miroslav Krleža; aus dem Kroatischen von Sead Muhamedagic. Eine Koproduktion mit den Vereinigten Bühnen Bozen. Deutschsprachige Erstaufführung!

Als der Entdecker und Seefahrer Christoph Kolumbus 1492 in See sticht, um die Weststrecke nach Indien zu erkunden, befindet sich Europa mitten in extremen Umbrüchen. Es ist der Übergang vom Mittelalter in die Neuzeit. Neue wissenschaftliche Erkenntnisse, zum Beispiel, dass die Erde keine Scheibe ist, verändern den Kontinent in all seinen Gewissheiten. Was für die einen den Weltuntergang bedeutet, ist für die anderen der Weg in eine strahlende Zukunft. Der kroatische Dramatiker Miroslav Krleža zieht in seinem 1917 entstandenen Stück „Christoph Kolumbus“ Parallelen zwischen der Epoche der Renaissance und der revolutionären Aufbruchstimmung Kroatiens vor dem Ersten Weltkrieg. In starken, expressionistischen Bildern erzählt Krleža von Christoph Kolumbus’ abenteuerlicher Seefahrt. Er beschreibt Kolumbus als einen Visionär, eine moderne Erlöser-Figur, der seinen Matrosen für die lange und beschwerliche Seefahrt eine ungeahnte Freiheit und eine glorreiche Zukunft in der Neuen Welt verspricht. Doch die meuternde Mannschaft will Brot und keine Heilserwartung, die Männer wollen Goldschätze und nicht die leeren Versprechungen eines Idealisten …

Miroslav Krleža, 1893 in Zagreb geboren, gilt als einer der großen europäischen Schriftsteller des 20. Jahrhunderts. In „Christoph Kolumbus“ verdichtet er die Ideale des Sozialismus mit der Botschaft aus der katholischen Heilsgeschichte. Der kroatische Regisseur Rene Medvešek hat das Kolumbus Projekt bereits 2014 in Zagreb als großes, formstarkes Musiktheater mit Schauspielern inszeniert. Mit den Ensembles des Landestheaters Niederösterreich und der Vereinigten Bühnen Bozen kommt es nun zu einer Neuinszenierung.

Besetzung: Tim Breyvogel, Dennis Cubic, Christoph Kail, Philip Leonhard Kelz, Emilia Rupperti, Othmar Schratt, Lukas Spisser, Marlies Untersteiner.
Inszenierung Rene Medvešek, Bühne Tanja Lacko, Kostüme Aleksandra Kica

Landestheater St. Pölten – Großes Haus: Premiere 25. 4. 2020 19:30 Uhr; letzte Aufführung 18. 6. 2020

Bekenntnisse des Hochstaplers Felix Krull

nach Thomas Mann

„Es ist ein allgemeines, menschliches Bedürfnis, sich täuschen zu lassen“, schreibt der Hochstapler Felix Krull in seinen „Memoiren“ nieder. Diese Erkenntnis, dass fast überall nur der Schein gilt, nicht das Wesen, nur die blendende Hülle und nicht der Kern, macht sich die Hauptfigur in Thomas Manns „Schelmenroman“ geschickt zunutze. Schon als Kind faszinieren ihn das Theater, die Illusion und die Kunst, mit Schminke und Kostüm in alle erdenklichen Rollen zu schlüpfen. Als er bei der Musterung antreten muss, täuscht er einen epileptischen Anfall vor und entgeht auf diese Weise dem Wehrdienst. Nach dem Bankrott und Selbstmord seines Vaters reist er nach Paris, um dort als Liftboy in einem Luxushotel sein Geld zu verdienen. Aber es finden sich noch andere Einnahmequellen. Sein erstes Diebesgut ist ein Schmuckkästchen, das ihm den Lebensstil der Schönen und Reichen ermöglicht. Aufgestiegen zum Oberkellner verführt er spielend die Pariser Damenwelt und tauscht schließlich mit dem von Enterbung bedrohten Marquis de Venosta seine Identität. Einem glanzvollen Leben in der höheren Gesellschaft unter neuem Namen scheint nun nichts mehr im Wege zu stehen ...

Es ist die Zeit der weltpolitischen Krisen und gesellschaftlichen Verunsicherungen am Vorabend des Ersten Weltkrieges, als Thomas Mann mit seinem erfolgreichsten Roman beginnt. Mit der ihm eigenen Ironie und Doppelbödigkeit schildert er seine „Helden des Zeitalters“, die gespaltenen Figuren, die am Widerspruch zwischen Schein und Sein, zwischen äußerer Geltung und innerer Einsamkeit leiden. Regisseur Felix Hafner nimmt die Geschichte des gerissenen Kriminellen und Phantasten zum Anlass, um die Frage „Will die Welt betrogen werden?“ neu zu stellen.

Besetzung: Tobias Artner, Marthe Lola Deutschmann, Laura Laufenberg, Tilman Rose, Michael Scherff; Inszenierung Felix Hafner

Landestheater St. Pölten, Theaterwerkstatt: Premiere 9. April 2020; letzte Aufführung 5. 6. 2020

Figaros Hochzeit (aber nicht die Oper!)

Die Geschichte eines Revolutionären Friseurs, nach Wolfgang Amadeus Mozart und Lorenzo da Ponte

Figaro, der Diener und Friseur des Grafen, liebt Susanna. Auch der Graf begehrt Susanna, aber das darf seine Ehefrau nicht wissen. Marcellina, bei der Figaro Schulden hat, will die Hochzeit platzen lassen und ihn selbst heiraten. Der Page Cherubino schwärmt für alle Frauen. „Figaros Hochzeit“ gehört zu den beliebtesten Opern, aber auch zu den Opern mit den verwickeltsten Librettos: Wer liebt wen? Und warum darf das Liebespaar nicht heiraten? Warum muss sich immer jemand verstecken oder verkleiden? Und was steckt hinter diesem Spiel um Liebe und Täuschung?

Mozarts italienische Oper basiert auf dem französischen Lustspiel „Der tolle Tag“ von Pierre­ Augustin Caron de Beaumarchais aus dem Jahre 1784, ein Stück mit revolutionärem Zündstoff, das scharfe Kritik an den politischen Zuständen im vorrevolutionären Frankreich übte. Mozart sah darin den geeigneten Stoff für eine Oper über die Abschaffung adeliger Privilegien und die Gleichstellung aller Untertanen.

Gemeinsam mit seinem Schauspiel-Ensemble geht der Regisseur Philipp Moschitz lustvoll auf eine musikalisch-theatrale Entdeckungsreise in die unbekannten Regionen des Mozart’schen Kosmos. Philipp Moschitz hat in der letzten Spielzeit mit seiner Inszenierung der Komödie „Um die Wette“ für Begeisterung bei Publikum und Presse gesorgt und wurde damit zum international renommierten Regie­ Festival „Radikal Jung“ in München eingeladen.

Besetzung: Marthe Lola Deutschmann, Katharina Haindl, Tilman Rose, Michael Scherff.
Inszenierung Philipp Moschitz; Bühne und Kostüme Isabelle Kittnar

Landestheater St. Pölten – Großes Haus: letzte Aufführung 6. 5. 2020
Zu Gast an der Bühne Baden: 19. & 20. 5. 2020

Italienische Nacht

von Ödön von Horváth

1930 im oberbayerischen Murnau: Einen bunten Abend mit Musik und Tanz haben die Mitglieder vom sozialdemokratischen „Schutzbund der Republikaner“ in einem Gartenlokal organisiert, ihre „Italienische Nacht“. Und sie wollen beim Feiern von niemandem gestört werden. Draußen marschieren allerdings die Faschisten auf und begehen ihren „deutschen Tag“. Ein Konflikt zwischen den beiden verfeindeten Parteien scheint an diesem Abend unvermeidbar … Noch könnten die Republikaner den Faschismus abwenden, noch könnte Mut und Zivilcourage über den Opportunismus und die Feigheit vor den aufsteigenden Nazi siegen. Aber private Probleme und politisch-ideologische Streitereien scheinen den Sozialdemokraten wichtiger zu sein, als der Kampf um den Bestand der Demokratie.

Scharfsichtig und mit witzigen Dialogen spiegelt Horvath in seiner abgründigen „Komödie“ die politischen Verhältnisse der 30er Jahre und ihre Folgen. Noch während die Proben zur Uraufführung in Berlin liefen, sprengten im Februar 1931 Nationalsozialisten eine Versammlung der Sozialdemokraten. Horváth war Zeuge der Massenschlägerei, die 26 Verletzte und über 100 kaputte Bierkrüge hinterließ. Nach „Das goldene Vließ“, „Dantons Tod“ und „Ödipus / Antigone“ inszeniert die spanische Regisseurin Alia Luque erneut einen hochpolitischen Theaterstoff am Landestheater.

Besetzung: Tobias Artner, Silja Bächli, Tim Breyvogel, Marthe Lola Deutschmann, Bettina Kerl, Tilman Rose, Michael Scherff.
Inszenierung Alia Luque; Bühne Christoph Rufer; Kostüm Alia Luque und Christoph Rufer; Körpertraining Daniela Mühlbauer

Landestheater St. Pölten – Großes Haus: Premiere 30. 11. 2019 19 30 Uhr; letzte Aufführung 22. 2. 2020
Zu Gast an der Bühne Baden: 18. & 19. 2. 2020

Der Parasit

von Friedrich Schiller ach dem Französischen des Louis Benoît Picard. Eine Koproduktion mit dem Stadttheater Klagenfurt

Diese Spezies gibt es überall. Parasiten, die am Kuchen mitnaschen und das Rezept als ihr eigenes verkaufen. Nur die Krümel dürfen die anderen wegputzen. Man kennt sie: Kollegen, die immer ein bisschen länger in der Chefetage sitzen, die gerne fremde Ideen als ihre eigenen ausgeben, geht aber was schief, dann schicken sie jemand anderen vor. Zahlen werden frisiert, Gelder veruntreut, kaum ist der Skandal aufgedeckt, wird versucht, die Fakten zu vertuschen, sodass niemand für den Schaden verantwortlich ist. Bei Friedrich Schiller ist der Parasit auf den mittleren Sprossen der Karriereleiter zu finden. Dort siedelt er im gehobenen Beamtenmilieu sein furioses Lustspiel an, das mit feinstem Komödienbesteck die Winkelzüge des titelgebenden Parasiten Selicour und die Mechanismen von Manipulation und Machtgewinn filetiert. Wird Selicour seine Kollegen aus dem Kabinett des Ministers Narbonne übertrumpfen? Wird er Karriere machen und die Hand von Narbonnes kluge Tochter Charlotte erhalten?

Der große klassische Dramatiker Friedrich Schiller erweist sich auch mit dieser Komödie als Meister des Spannungsaufbaus und der Figurenzeichnung. Die Handlung des Stücks stammt aus der Feder von Louis Benoît Picard. Doch bei der Uraufführung der deutschen Übertragung wurde der Name des französischen Lustspieldichters nicht erwähnt. Schiller strich skrupellos alle Lorbeeren allein ein. Der junge Schweizer Regisseur Fabian Alder inszeniert die überraschende, in „schillernder“ Sprache verfasste Komödie als Koproduktion des Landestheaters Niederösterreich und des Stadttheaters Klagenfurt.

Besetzung: Tobias Artner, René Dumont, Heike Kretschmer, Emilia Rupperti, Petra Strasser, Tobias Voigt
Inszenierung Fabian Alder; Bühne Tommy Garvie; Kostüme Johanna Lakner

Landestheater St. Pölten – Großes Haus: letzte Vorstellung 20. 2. 2020

Hamlet

von William Shakespeare

Die Welt ist aus den Fugen. Der junge Prinz Hamlet erlebt die Wirklichkeit wie einen bösen Traum, in dem sämtliche Regeln und Gesetze außer Kraft gesetzt sind. Denn wie kann es anders sein, wenn seine Mutter den Mann heiratet, der seinen Vater ermordet hat? Und Claudius, der selbsternannte Stiefvater Hamlets und neue König, den Mord tief und fest verleugnet? Wie kann Gerechtigkeit herrschen, wenn die Welt auf Lügen aufgebaut ist? Doch der junge Prinz kennt die Wahrheit. Sein ermordeter Vater ist ihm als Geist erschienen, um Hamlet, dem rechtmäßigen Thronfolger, das Verbrechen zu enthüllen und zur Rache aufzufordern. Hamlet will die „verrückte“ Welt wieder einrichten, indem er den Auftrag seines Vaters erfüllt. Mit den Mitteln des Theaters und der Täuschung planter, das Verbrechen aufzudecken. Eine vorbeikommende Schauspieltruppe führt nach seinen Anweisungen ein Stück auf, in dem der König ermordet wird und der Mörder die Königin heiratet. Tatsächlich zeigt König Claudius’ Reaktion seine Schuld – er lässt die Vorstellung vor Zorn abbrechen. Aber die Wahrheit bringt keine Gerechtigkeit, sondern nur noch mehr Verderben ...

Der junge britische Regisseur Rikki Henry war Teilnehmer des Marstallplan-Festivals 2018 für junge Regie am Residenztheater München und früherer Mitarbeiter der Theaterlegende Peter Brook. In seiner ersten Arbeit am Landestheater Niederösterreich inszeniert er Shakespeares rätselhafte Tragödie als modernen Mythos über Macht und Moral.

Besetzung: Tim Breyvogel, Marthe Lola Deutschmann, Philip Leonhard Kelz, Bettina Kerl, Laura Laufenberg, Sami Loris, Tilman Rose, Michael Scherff.
Inszenierung Rikki Henry; Bühne Max Lindner; Kostüme Cedric Mpaka; Musik Nils Strunk.

Landestheater St. Pölten, Großes Haus:  letzte Vorstellung 10. 1. 2020
Zu Gast an der Bühne Baden: 3. & 4. 12. 2019

Quasi Jedermann

Helmut Qualtinger, der Menschenimitator. Mit Texten von Helmut Qualtinger; Musik von Wiener Blond Uraufführung!

Bis heute gilt er als die Verkörperung der österreichischen Seele. Sein Wiener Schmäh, dessen sprachliche Wurzeln bis zu Ödön von Horváth, Karl Kraus und Johann Nepomuk Nestroy reichen, sorgte für Begeisterungsstürme bei seinem Publikum. Die hochkomischen „Travnicek“-Dialoge des ewigen Nörglers mit seinem Partner Gerhard Bronner und die Interpretation des „Gschupften Ferdl“, der sich beim Tanz ein blaues Auge holt, gingen in die Kabarettgeschichte ein. Doch Helmut Qualtinger, den das ganze Land liebevoll den „Quasi“ nannte, war zugleich ein Stachel im Fleisch der spießbürgerlichen Nachkriegszeit. Witz und bitterböser Tiefsinn, treffsichere Pointe und Verzweiflung an den herrschenden Zuständen lagen bei ihm nah beieinander. Mit dem Monolog „Der Herr Karl“ von 1961 setzten Qualtinger und Carl Merz dem typischen Mitläufer und gesinnungslosen Opportunisten ein literarisches Denkmal. „Der Herr Karl“ löste eine nationale Kontroverse aus und wurde, weit über die österreichischen Grenzen hinaus, zur Kultfigur. „Quasi Jedermann“ ist eine musikalische Hommage an den Schriftsteller, Schauspieler, Kabarettisten und unvergleichlichen „Menschenimitator“, wie Helmut Qualtinger sich selbst bezeichnete. Gemeinsam mit dem bekannten Wienerlied-Beatbox-Duo „Wiener Blond“ und unserem Schauspiel-Ensemble wird die Regisseurin Christina Tscharyiski seine unsterblichen Figuren, die leidenschaftliche Lust an der Sprache und die unvergesslichen Lieder wieder aufleben lassen.

Inszenierung Christina Tscharyiski, Bühne Sarah Sassen, Kostüme Miriam Draxl, Musik Wiener Blond.
Besetzung: Tobias Artner, Hanna Binder, Josephine Bloéb, Tim Breyvogel, Michael Scherff, Wiener Blond Verena Doublier, Wiener Blond Sebastian Radon.

Landestheater NÖ, Großes Haus: letzte Vorstellung 9. März 2019
Stadttheater Baden: Freitag 23. 8. 2019

Frankenstein

Nach Mary Shelley, von Dominic Oley. Uraufführung!

Bei ihrem Sommeraufenthalt am Genfer See diskutierte eine Gruppe von Schriftsteller und Schriftstellerinnen und Freunden oft über philosophische Hauptfragen, über die Ursprünge des Lebens und, ob es je möglich werden würde, ihnen auf den Grund zu kommen. Der berühmteste unter ihnen war der Dichter Lord Byron, die jüngste war die 19-jährige Mary Shelley. In diesem Sommer 1816 war es unruhig in der Welt. Im Vorjahr war ein indonesischer Vulkan ausgebrochen und die daraus resultierende Klimakatastrophe war so mächtig, dass sie sogar das Wetter in Genf verdarb. Bei Regen und Gewitter musste die Reisegruppe mitten im Sommer den Kamin anzünden und dort ihre abendlichen Runden vor dem Feuer fortsetzen. Sie begannen, sich selbst erfundene Gespenstergeschichten erzählen.
Mary Shelley berichtet, wie sie bei diesen langen Kamingesprächen am Genfer See zusammensaßen und wie sie eines Abends mit der Idee, eine Gespenstergeschichte zu schreiben, ins Bett ging. Entstanden ist, in der Tradition alter englischer Gruselromane, eine meisterhafte Schauergeschichte. Sie erzählt aus dem Leben des Naturforschers Victor Frankenstein, der das „Elixier des Lebens“ findet. Er schafft ein künstliches Wesen und erweckt es zum Leben. Dabei hat er aber nicht bedacht, dass sein Geschöpf auch Gefühle hat. Es sehnt sich nach nichts mehr als nach einer Partnerin ...

Inszenierung Dominic Oley
Besetzung: Tobias Artner, Josephine Bloéb, Cathrine Dumont, Othmar Schratt.

Landestheater NÖ, Theaterwerkstatt: letzte Vorstellung 11. 6. 2019

Ödipus / Antigone

von Sophokles

Was ist da los in Theben? In der Stadt wütet die Pest, es herrscht Chaos. Der König selbst wird zur Verantwortung gezogen. Mit dem Mord an seinem Vater und der Hochzeit mit der eigenen Mutter hat König Ödipus Schuld auf sich geladen. Unwissentlich hat er dieses Unrecht begangen, behauptet er. Erst der blinde Seher Teiresias verhilft ihm zur Selbsterkenntnis. Verzweifelt über sich selbst und seine Tat, sticht sich Ödipus die Augen aus und flieht aus der Stadt. Das hinterlässt ein Machtvakuum für die nächste Generation. Nicht nur seine rivalisierenden Söhne Eteokles und Polyneikes, sondern auch seine Töchter Antigone und Ismene sind heillos überfordert. Es gilt das schuldbeladene Erbe des Vaters zu überwinden.

Die Saga um König Ödipus, der Konflikt zwischen seinem Nachfolger Kreon und seiner Tochter Antigone und das damit verbundene Schicksal Thebens gehört zu den zentralen Mythen der Antike. Es ist die Chronik einer Herrscherdynastie, in der das Streben nach Macht über Generationen hinweg stärker ist als die Verantwortung für das Gemeinwohl. Es ist auch die Geschichte einer Stadt, deren Untergang mit den machtpolitischen Konflikten dieser Familie eng verknüpft ist.

Inszenierung Alia Luque, Bühne Christoph Rufer, Kostüme Alia Luque, Kostüme Christoph Rufer, Musik Johanna Borchert.
Besetzung: Silja Bächli, Hanna Binder, Tim Breyvogel, Bettina Kerl, Tilman Rose, Michael Scherff.

Landestheater NÖ, Großes Haus: letzte Vorstellung 5. Juni 2019

Am Königsweg

Österreichische Erstaufführung von Elfriede Jelinek

„Gewählt ist gewählt“ – nach der letzten amerikanischen Präsidentschaftswahl sitzt der Schock bei den Verlierern so tief wie der neu gewählte König hoch auf seinem Thron. Bei den Gewinnern herrscht Jubel. Mit Immobilien, Golfplätzen und Casinos hat der König ein Vermögen verdient. Ab jetzt führt er die Geschicke des mächtigsten Landes der Welt und verspricht dem wütenden Volk die Befreiung von Arbeitslosigkeit und Kreditschulden. Zahlen sollen die anderen, dafür wird er schon sorgen. Die Wahl des Königs entfesselt weitere Kräfte und bringt ein schreckliches Schicksal.

Das neueste Stück der Literaturnobelpreisträgerin Elfriede Jelinek wagt den Blick in die jüngste Vergangenheit und nahe Zukunft und stellt die brisanten politischen Fragen unserer Zeit: Wie wollen wir künftig leben? Wieso lernen wir nicht aus den Fehlern der Vergangenheit? Wieso scheinen alle mit Blindheit geschlagen, vom König angefangen bis hin zu seinem Volk? Und was haben mit alledem Miss Piggy und ihre Freunde aus der Muppet Show zu tun? Elfriede Jelinek gehört seit Jahren zu den wichtigsten Stimmen des zeitgenössischen Theaters. Mit ihren sprachlich brillanten und assoziativen Textflächen findet sie historische Parallelen zu den Phänomenen unserer politischen Gegenwart, von den Idolen der Popkultur, den Helden der großen Königsdramen Shakespeares bis hin zum antiken König Ödipus.

Inszenierung Nikolaus Habjan, Bühne Jakob Brossmann, Kostüme Cedric Mpaka, Video Johannes Hammel, Musik Kyrre Kvam.
Besetzung: Hanna Binder, Bettina Kerl, Manuela Linshalm, Tilman Rose,

Landestheater NÖ, Großes Haus: letzte Vorstellung Dienstag 30. April 2019
Stadttheater Baden: Mittwoch 22. & Donnerstag 23. Mai 2019

Der Tag, an den mein Großvater ein Held war

Von Paulus Hochparterre, Uraufführung!

„So wäre es am ehesten gewesen.“ Paulus Hochgatterers jüngster Roman erzählt in der Möglichkeitsform und aus unterschiedlichen Perspektiven über die Ereignisse der letzten Kriegstage im Frühjahr 1945. Schauplatz ist ein Bauernhof im niederösterreichischen Mostviertel. Neben der Familie Leithner mit ihren fünf Töchtern leben dort auch die 13-jährige Nelli, die bei einem Bombenangriff ihre Erinnerung verloren hat, und ein weißrussischer Kriegsgefangener, der im Heustadel des Hofes unterkommt. Er ist Maler und versteckt ein geheimnisvolles Bild vor der Familie. Im dauerhaften Ausnahmezustand versucht die kleine Hofgemeinschaft trotzdem eine Art von Alltag. Als sich noch drei Wehrmachtssoldaten einquartieren, eskaliert die Situation und die Zivilcourage der Leithners wird auf die Probe gestellt.

Mit „Der Tag, an dem mein Großvater ein Held war“ schrieb der österreichische Kinderpsychiater und vielfach ausgezeichnete Schriftsteller Paulus Hochgatterer eine exemplarische Geschichte davon, wie man im Kriegszustand ein Mensch bleibt. Es geht aber auch um die Ungewissheit des Erinnerns und wie das Verdrängen und Verklären von traumatischen Erlebnissen in einer inhumanen Zeit stattfindet. Es ist ein eindringliches Kammerspiel, atmosphärisch dicht, vielschichtig, sprachlich knapp und präzise, ein „Meisterwerk der deutschsprachigen Gegenwartsliteratur“ (Der Falter).

Inszenierung Moritz Beichl, Bühne Moritz Beichl, Bühne Astrid Klein, Kostüme Astrid Klein, Musik Lukas Wandl.
Besetzung: Tobias Artner, Josephine Bloéb, Tim Breyvogel, Cathrine Dumont.

Landestheater NÖ, Theaterwerkstatt: letzte Vorstellung 9. Mai 2019.

Alice im Wunderland

von Lewis Carroll. ab 6 Jahren

Der berühmteste Eingang ins Reich der Fantasie ist ein Erdloch: Eines schönen Tages sitzt Alice auf einer Wiese, als plötzlich ein weißes Kaninchen mit Handschuhen und einer Taschenuhr an ihr vorbeiläuft und unter einer Baumwurzel verschwindet. Alice folgt dem Tier und fällt tief hinunter ins Wunderland. Dort ist nichts, wie es auf den ersten Blick scheint. Alles ist auf magische Weise anders als in der Welt der Erwachsenen. Auf den Spuren des Kaninchens begegnet sie einem verrückten Hutmacher, dem Märzhasen und einer weisen Raupe. Sie erhält Botschaften von der Grinsekatze und ist zu Gast auf der schrägsten Tee Party der Welt. Auf ihrer Reise durch das Wunderland meistert Alice die merkwürdigsten Abenteuer und wächst dabei über sich hinaus.

Inszenierung Simon Windisch, Bühne und Kostüme Lisa Horvath, Musik Robert Lepenik.
Besetzung: Tobias Artner, Cathrine Dumont, Robert Lepenik, Michael Scherff, Othmar Schratt, Nora Winkler.

Landestheater NÖ, Großes Haus: letzte Vorstellung 30. März 2019
Stadttheater Baden: Dienstag 19. & Mittwoch 20. März 2019

Liliom

Von Franz Molnár. Eine Koproduktion mit den Vereinigten Bühnen Bozen

Er ist Karussellausrufer, ein Frauenheld und Hallodri: Liliom verdreht im aufgeheizten Milieu im Prater jungen Frauen den Kopf und den Herren, die frech werden, den Arm. Als er sich in das Dienstmädchen Julie verliebt und deshalb von seiner eifersüchtigen Chefin entlassen wird, fällt er in ein Loch: Konfrontiert mit der Leere seines Daseins, ohne Aussicht auf eine finanzielle Besserung der Lebensumstände, versinkt Liliom in Spielsucht und Aggression. Einziger Ausweg scheint ein von seinem zwielichtigen Freund Ficsur vorgeschlagener Raubüberfall. Das soll schnelles Geld für ihn und seine kleine Familie bringen. Trotz schlechten Gewissens entscheidet sich Liliom, Teil des Verbrechens zu werden – doch der Plan geht schief …

„Liliom“, erschienen 1909, gehört zu den bedeutendsten Theaterstücken des 20. Jahrhunderts. Der Autor Franz Molnár erzählt mit viel Gefühl und zartem Humor vom unbedingten Wunsch nach Mehr und von der Sehnsucht nach einem besseren Leben. „Liliom“ entsteht als internationale Koproduktion des Landestheaters Niederösterreich und der Vereinigten Bühnen Bozen. Regisseur Sandy Lopicic inszeniert nach „Die Welt ist groß und Rettung lauert überall“ sowie „Der Revisor“ in der Spielzeit 2018/19 zum bereits dritten Mal am Landestheater Niederösterreich und wird Franz Molnárs Stück mit einem internationalen Ensemble aus SchauspielerInnen und dem bekannten Musikerduo „Die Strottern“ sowie dem Drehleierspieler Matthias Loibner auf die Bühne bringen.

Inszenierung Sandy Lopicic, Kostüme Aleksandra Kica, Musik Die Strottern, Matthias Loibner.
Besetzung: Hanna Binder, Josephine Bloéb, Tim Breyvogel, Patrizia Pfeifer, Tilman Rose, Wiltrud Schreiner, Matthias Loibner, Die Strottern.

Landestheater NÖ Großes Haus: letzte Vorstellung 2. Februar 2019
Stadttheater Baden: Dienstag 26. & Mittwoch 27. 3. 2019

Um die Wette

Komödie von Eugène Labiche, Deutsch von Elfriede Jelinek.

Nervosität macht sich breit in den Familien Malingear und Ratinois: Tochter Emmeline und Sohn Fréderic haben sich beim Klavierunterricht Hals über Kopf ineinander verliebt und wollen lieber heute als morgen heiraten. Als die Malingears herausfinden, dass es die potenziellen Schwiegereltern ihrer Tochter sind, die inkognito vor der Türe stehen, um sich ein Bild von den Verhältnissen des Hauses zu machen, kommt ihnen eine folgenschwere Idee: Aus Sorge, den Erwartungen der zukünftigen Verwandtschaft nicht zu genügen, werden die Gäste einfach getäuscht. Frau Malingear organisiert im Handumdrehen geliehenes Dienstpersonal und zahlreiche neue Patienten für die leere Arztpraxis ihres Gatten. Mit Fantasie und viel Aufwand werden Ansehen, Wohl- und Bildungsstand der Familie großzügig nach oben korrigiert. Angestachelt vom vermeintlichen Reichtum der Malingears ziehen die Eltern des Bräutigams umgehend nach – und der Wettlauf um den höheren sozialen Status ist nicht mehr aufzuhalten. Schon bald fließt das gesamte Vermögen beider Familien ins Aufrechterhalten dieses Scheins eines Lebens in verschwenderischem Luxus. Doch als sich Onkel Robert ungefragt zum gemeinsamen Sechsgänge-Menü selber einlädt, droht das mühsam aufgebaute Kartenhaus zusammenzustürzen …
Der junge Regisseur und Schauspieler Philipp Moschitz, der mit seinen lustvollen und temporeichen Inszenierungen am Münchner Metropoltheater Publikum und Kritik gleichermaßen begeisterte, inszeniert Eugène Labiches 1861 entstandene Komödie über Schein, Sein und die kleinen und großen Lügen des Wohlstandsbürgers mit Musik und viel Humor.

Inszenierung Philipp Moschitz, Bühne und Kostüme Isabelle Kittnar.
Besetzung: Martin Brunnemann, Cathrine Dumont, Gisa Flake, Laura Laufenberg, Tilman Rose, Michael Scherff, Anton Widauer.

Landestheater NÖ, Großes Haus: letzte Vorstellung 22. Jänner 2019
Stadttheater Baden: Dienstag 29. & Mittwoch 30. 1. 2019

Der gute Mensch von Sezuan

Von Bertolt Brecht; Musik von Paul Dessau.

Die Schöpfung der Welt scheint nicht vollends geglückt zu sein. Ungerechtigkeit, Armut und Unterdrückung beherrschen die Welt. So beschließen drei Götter, sich auf den Weg hinunter zur Erde zu machen. Auf der Suche nach gutherzigen und hilfsbereiten Menschen begegnen sie in Sezuan der armen Straßenprostituierten Shen Te. Sie ist die Einzige, die den drei Fremden ein Dach über dem Kopf anbietet. Zum Dank schenken die Götter Shen Te das Startkapital für einen kleinen Tabakladen.

Doch kaum hat sie das Geschäft eröffnet, wollen hilfsbedürftige Nachbarn, Verwandte und Freunde an ihrem kleinen Gewinn teilhaben. Sie alle bereichern sich auf ihre Kosten, wie auch der arbeitslose Flieger Sun, in den sich Shen Te verliebt und für den sie sich in Schulden stürzt. In ihrer Not erfindet Shen Te sich eine zweite Persönlichkeit und schlüpft in die Rolle des gewissenlosen Vetters Shui Ta. Unter seiner ausbeuterischen Führung wächst der Tabakladen zu einem Großkonzern.

Inszenierung Peter Wittenberg, Bühne Sascha Gross, Kostüme Cedric Mpaka, Kostüm- und Bühnenbildassistenz Katharina Kielmann, Musik Bernhard Moshammer.
Besetzung: Tobias Artner, Stefano Bernadin, Josephine Bloéb, Tim Breyvogel, Lili Epply, Bettina Kerl, Bernhard Moshammer, Tobias Voigt.

Landestheater NÖ St. Pölten, Großes Haus: letzte Vorstellung 15. 12. 2018
Stadttheater Baden: Dienstag 20. 11 & Mittwoch 21. 11. 2018

Der Revisor

von Nikolaj Gogol

Eigentlich lebt es sich in der russischen Provinzstadt, gelegen zwischen der weit entfernten Metropole Moskau und dem noch weiter entfernten Sibirien, ganz gut. Vor allem die Honoratioren der Stadt haben sich inmitten verfilzter Strukturen, undurchschaubarer politischer Gefüge und Korruption gemütlich eingerichtet. Erst das Gerücht, dass hoher Besuch aus Moskau angekommen sei, lässt sie aus ihrer Komfortzone aufschrecken. Den Stadthauptmann Skwosnik-Dmuchanowskij trifft’s wie ein Schlag: Ein Revisor kommt! Erst kürzlich flossen wieder einmal öffentliche Mittel in die private Tasche – da soll plötzlich ein offizieller Entsandter aus Moskau die kleinstädtischen Verhältnisse ganz genau unter die Lupe nehmen. Richter, Schulinspektor und Krankenhausdirektor werden zusammengetrommelt und ein Plan geschmiedet. Wie kann man die nach Jahrzehnten der Korruption verkrusteten Strukturen kurzfristig aufpolieren, um noch einmal davonzukommen? Was der Stadthauptmann nicht weiß: Bei dem soeben mit seinem Diener Ossip aus Moskau angereisten „Revisor“ handelt es sich eigentlich um den bankrotten, aber unverschämt dreisten Kleinbeamten Chlestakow …

Nikolaj Gogol stellt in seiner bitterbösen Farce die bestehenden Verhältnisse auf den Kopf und die skrupellosen Machthaber werden selbst zu Opfer von Schwindel und dreister Nutznießerschaft. Die 1835 in Russland entstandene Komödie hat dabei nach wie vor nichts von ihrer Aktualität eingebüßt.

Darsteller: Josephine Bloéb, Tim Breyvogel, Michael Scherff.
Inszenierung Sandy Lopicic, Bühne Michael Köpke, Kostüme Aleksandra Kica, Musik Imre Lichtenberger Bozoki, Dramaturgie Kai Krösche.

Landestheater NÖ, St. Pölten – Großes Haus: letzte Vorstellung 13. 6. 2018.
Stadttheater Baden: Mittwoch 22. 8. 2018 & Mittwoch 5. 9. 2018

Der Zerissene

von Johann Nepomuk Nestroy

Herrn von Lips mangelt’s, so könnte man meinen, an nichts – und doch leidet der in grenzenlosem Reichtum und Luxus schwimmende Junggeselle an entsetzlicher Langeweile. Was wäre da geeigneter als der kühne Entschluss, die nächstbeste Frau vom Fleck weg zu heiraten? Das Wagnis wird zum Verhängnis, als Lips auf die ihm zugetane Madame Schleyer trifft und prompt mit deren ehemaligem Liebhaber Gluthammer physisch aneinandergerät. Mitten im Kampf stürzen beide in einen reißenden Fluss und die Welt des Herrn von Lips gerät in eine gehörige Schieflage: Im Glauben, das Leben des Nebenbuhlers auf dem Gewissen zu haben, sieht sich Lips gezwungen, unterzutauchen und inkognito an einem seiner Höfe als Stallbursche anzuheuern. Dort findet er in Kathi, dem herzlichen Patenkind des Hofpächters Krautkopf, seine einzige Verbündete und erfährt zum ersten Mal am eigenen Leib, was es bedeutet, nicht sein eigener Herr zu sein.

Ist unser Glück tatsächlich vom Geld abhängig? Was ist dann zu viel, wie viel zu wenig? Bedeutet Wohlstand Freiheit oder Gefangenschaft? Und was, wenn sich das Verhältnis von Arm und Reich mit einem Schlag umkehrte? Diese und andere Fragen beleuchtet Johann Nepomuk Nestroy in seiner wortgewandten Posse auf lustvolle Weise und mit dem für ihn bezeichnenden, subversiven Witz.

Die mehrfach preisgekrönte österreichische Filmregisseurin Sabine Derflinger (u. a. „Vorstadtweiber“ und „Tatort“) wird Nestroys temporeiche Verwechslungskomödie auf die große Bühne des Landestheaters bringen.

Ensemble des Landestheater Niederösterreich und Gäste.
Inszenierung Sabine Derflinger, Dramaturgie Kai Krösche.

Landestheater NÖ St. Pölten – Großes Haus: letzte Vorstellung 17. 5. 2018
Stadttheater Baden: Mittwoch 4. & Donnerstag 5. April 2018

Ein Theaterprojekt von Árpád Schilling

Uraufführung

Es ist ein Theater der besonderen Art…
… das der ungarische Regisseur und Autor Árpád Schilling seit vielen Jahren entwickelt. Sein Bezugspunkt und Resonanzraum sind unsere Gegenwart und der spezifische Ort, an dem das Stück gezeigt wird. Basierend auf aktuellen Geschehnissen, Gesprächen mit ExpertInnen und der aktiven Teilhabe des Schauspiel-Ensembles spürt er dabei den gesellschaftlichen und politischen Stimmungen unserer Zeit nach: Wie wollen wir zu Zeiten des rasanten Wandels künftig leben, nach welchen Werten wollen wir uns orientieren, wie flexibel wollen wir auf neue Lebens- und Arbeitswelten reagieren? Das Stück, das am Ende auf der Bühne zu sehen sein wird, entsteht nach und nach in der Probenarbeit. Aufgrund der prozesshaften Theaterarbeit stehen vor Probenbeginn weder der Titel noch eine fertige Textfassung fest.

Darsteller: Tim Breyvogel, Cathrine Dumont, Bettina Kerl, Michael Scherff, Helmut Wiesinger.
Inszenierung, Visuelles Konzept Árpád Schilling, Dramaturgie Kai Krösche, Bence Bíró, Projektleitung Ildikó Ságodi, Regieassistenz, Übersetzung Luca Pályi, Oliver Illés.

Landestheater NÖ St. Pölten – Großes Haus: letzte Vorstellung 17. 2. 2018
Stadttheater Baden: Dienstag 23. & Mittwoch 24. 1. 2018